Neue Arbeitsmodelle

Erreichbarkeit gezielt Steuern

Harald Bender, VP Product & Corporate Marketing, Swyx Solutions GmbH, im Gespräch über die richtige Mischung aus Flexibilität und festen Vereinbarungen bei der Gestaltung von modernen Arbeitsbedingungen.

Harald Bender, Swyx

Harald Bender von der Swyx Solutions GmbH betont den Stellenwert der Transparenz bei der Einführung einer Kommunikations- und Kollaborationslösung.

ITM: Herr Bender, wieso sind Kernarbeitszeit und Anwesenheitspflicht für viele Führungskräfte so ein empfindliches Thema?
Harald Bender:
In vielen Unternehmen fehlen geeignete Tools, um Mitarbeiter im Homeoffice in die gewohnte Arbeits- und Kommunikationsumgebung einzubinden. Aus diesem Grund bevorzugen zahlreiche Führungskräfte und oft auch die Mitarbeiter selbst die Anwesenheit im Büro.

ITM: Wie kann eine Annäherung zwischen beiden Extremen – Anwesenheitspflicht und Homeoffice – gelingen?
Bender:
Jedes Unternehmen muss die richtige Mischung aus Flexibilität und festen Vereinbarungen finden. Dabei können sich Betriebe einer Homeoffice-Regelung schrittweise annähern, indem diese zum Beispiel zunächst testweise in einzelnen Abteilungen eingeführt wird oder Mitarbeiter nur temporär zuhause arbeiten.

ITM: Die neue Freiheit durch Homeoffice und mobilen Arbeitsplätzen kann durch ständige Kontrolle und Erreichbarkeit auch schnell zur Belastungsprobe für Arbeitnehmer werden. Gibt es Seitens aktueller Software auch Funktionen oder Mechanismen, die auf eine gesunde Work-Life-Balance einzahlen?
Bender:
Mit unserer Lösung können Nutzer ihre Erreichbarkeit gezielt steuern und mit individuellen Weiterleitungsregeln selbst festlegen, wann sie wie für wen erreichbar sind. Außerdem können sie trotz verschiedener Endgeräte ausschließlich über eine Rufnummer kommunizieren. Dieses „One Number Concept” sorgt dafür, dass Mitarbeiter auch unterwegs unter ihrer Büronummer erreichbar sind und dem Gesprächspartner bei ausgehenden Anrufen lediglich diese angezeigt wird, sodass die Mobilnummer – falls gewünscht – privaten oder besonders wichtigen Kontakten vorbehalten bleiben kann.

ITM: Stichwort Erreichbarkeit: Wer definiert überhaupt die Regeln im Umgang mit einer UCC-Lösung?
Bender:
Dabei gibt es zum einen unternehmensweite Vorgaben, die auf der Führungsebene festgelegt werden und zentrale Rahmenbedingungen wie etwa Kernarbeitszeiten abbilden. Zum anderen haben Mitarbeiter auch Gestaltungsspielräume.

ITM: Welche Absprachen mit der Belegschaft oder dem Betriebsrat sind bei der Einführung eines UCC-Systems besonders wichtig?
Bender:
Grundsätzlich ist Transparenz bei der Einführung einer UCC-Lösung sehr wichtig. Die Akzeptanz der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, daher zahlt es sich aus, die gesamte Belegschaft von Anfang an mit einzubeziehen und auf ihre Anforderungen einzugehen.

Bildquelle: Swyx Solutions GmbH

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