Interim Manger überbrückt Personalengpass

Externe Mitarbeiter unterstützen Projekte

Die Lösung für fehlende IT-Fachkräfte im Mittelstand: Individuell zusammengestellte externe Projektteams

Fachkräftemangel in Deutschland: Ja oder nein? Experten streiten sich nicht erst seit gestern über diese Frage. Der MINT-Frühjahrsreport 2015 des Instituts der Deutschen Wirtschaft jedenfalls bestätigt einen Mangel. Laut Studie gibt es in Deutschland mehr als 340.000 offene Stellen in MINT-Berufen, also aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Doch wie lässt sich dieser Engpass überwinden? Zumal die Nachfrage besonders nach IT-Profis mit der zunehmenden Digitalisierung eher noch weiter ansteigen wird.

Auch das Analystenhaus Techconsult hat die Personalsituation von IT-Abteilungen des Mittelstands unter die Lupe genommen. Der daraus resultierende IT-Mittelstandindex kommt zu dem Ergebnis, dass nur in jedem zweiten Unternehmen ausreichend IT-Personal zur Verfügung steht. Besonders kritisch sieht es in Unternehmen ab 200 Mitarbeitern aus: Bei 15 Prozent der Unternehmen ist immer wieder das Tagesgeschäft von diesem Personalmangel betroffen, 20 Prozent schaffen zwar die täglichen Standardaufgaben, aber für neue Herausforderungen abseits des Tagesgeschäfts fehlt es an Umsetzungskraft.

Diese Zahlen machen deutlich, wie dringend Unternehmen eine individuelle Lösung brauchen, um Herausforderungen wie (IT-) Transformationsprozesse angehen zu können. Die Krux: Häufig werden Personalengpässe vom Unternehmen selbst verursacht, weil Planstellen in der IT-Abteilung aus Kostengründen gekürzt werden. In Folge dessen treten nicht nur temporäre Engpässe in den Unternehmen auf, sondern Projekte werden verschoben oder gar ganz gestrichen. Doch wie kann dem Mangel entgegen gewirkt werden?

Externe Mitarbeiter – besonders für (IT-)Transformationsprojekte

Der IT-Mittelstandindex zeigt, dass schon jetzt der Großteil der Unternehmen externe IT-Spezialisten zu Rate zieht, um die interne IT-Abteilung zu unterstützen. Allerdings schöpfen längst nicht alle Unternehmen das volle Potential aus. Die Unterstützung von externen Fachkräften kann jedoch besonders bei Transformationsprozessen für einen raschen und reibungslosen Ablauf sorgen.

Bei der Ausgliederung eines solchen Prozesses ist es von Bedeutung, den Umfang des Projekts genau zu kennen und das Personal dementsprechend auszuwählen. Mangelt es im Unternehmen an der nötigen Erfahrung, um ein Projekt umzusetzen, kann beispielsweise ein Interim Manager die Verantwortung für das Projekt übernehmen. Bedenkt man, dass die Hauptgründe für das Scheitern von Projekten eine unrealistische Planung und das Nicht-Treffen wichtiger Entscheidungen sind, kann ein Interim Manager genau die Konsequenz in ein Unternehmen bringen, die notwendig ist. Er zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er aus vorangegangenen, ähnlichen Projekten die entsprechende Erfahrung mitbringt. Eine unrealistische Projektplanung kann er somit weitestgehend vermeiden, da er bereits Praxiserfahrung in der Umsetzung sammeln konnte. Zudem kommt ein Interim Manager nur befristet in ein Unternehmen und will dort keine Karriere machen, wodurch er ein klares Ziel vor Augen hat. Es ist seine Aufgabe, Entscheidungen zu treffen, auch wenn er damit auf Gegenwind stößt und Überzeugungsarbeit leisten muss. Prinzipiell ist es immer gut, qualifizierte Mitarbeiter dauerhaft im Unternehmen zu haben, die diesen Aufgaben gerecht werden können. Da dies jedoch aufgrund des Fachkräftemangels nicht immer gewährleistet ist und das Unternehmen auch nicht für jedes Sonder- oder Projektthema Festangestellte vorhalten kann, kann ein frischer Wind von außen Steine ins Rollen bringen. So können Prozesse dauerhaft optimiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Lieber gleich ein ganzes Projektteam?

In anderen Fällen reicht es vielleicht nicht aus, einem Manager auf Zeit das Ruder in die Hand zu geben. Um die benötigte Manpower zur Umsetzung zusammen zu bekommen, kann auch ein komplettes Projektteam aus Freelancern die Lösung sein. Dieses besteht dann aus Spezialisten verschiedener Erfahrungslevels: Vom Studenten über den projekterfahrenen Freelancer bis hin zum Interim Manager. Umfang und Expertise hängen von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens ab und sind für die zu erfüllende Aufgabe optimiert. Ein Vorteil ist, dass diese Teams sofort einsetzbar sind – keine lange Bewerbungsphase und Auswahlverfahren für die einzelnen Mitarbeiter. Somit können Unternehmen Freelancer oder ganze Teams auch zur kurzfristigen Überbrückung und für die erste Einführung von Produkten, neuer IT oder Prozessen nutzen. Nach erfolgreicher Implementierung oder Umsetzung eines Projekts können dann wieder interne Mitarbeiter übernehmen und die neuen Verfahren langfristig managen.

Projekte in fremde Hände zu geben, mag auf den ersten Blick seltsam anmuten. Ist es clever, soviel Entscheidungsbefugnis aus der Hand zu geben? Wer die Strategie pflegt, Wissensarbeiter im Unternehmen zu halten, wird sich dieser Problematik gar nicht erst stellen müssen, denn er verfügt über ausreichend Qualifikationen in den eigenen Reihen. Allerdings werden die benötigten Qualifikationen immer tiefgehender, die Märkte immer dynamischer und die Geschwindigkeit mit der Unternehmen auf Änderungen reagieren müssen, steigt. Für einen befristeten Zeitraum Expertenteams oder einen Interim Manager – wie sie beispielsweise Auckland Partners vermittelt – zu beauftragen, kann Unternehmen helfen, Schritt zu halten und reduziert den Druck, immer auf jedem Gebiet hochspezialisierte und erfahrene festangestellte Mitarbeiter vorzuhalten. Interim Manager und ganze Transformationsteams können Projekte umsetzen, ohne dass das Tagesgeschäft unter dem Mehraufwand leidet, was wiederum wichtige Mitarbeiter des Unternehmens für Kernthemen entlastet.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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