Modehaus Fischer nutzt SDN-Lösung

Filialen vernetzt

Vernetzte Kassensysteme, standortübergreifender Zugriff auf den Lagerbestand und Internetzugang inklusive Gäste-WLAN – das Modehaus Fischer nutzt modernste IT-Infrastruktur in seinen Filialen.

  • Das Modehaus wurde 1886 von Carl Fischer in Singen gegründet. Nach seiner Auffassung war Mode nie etwas Gewöhnliches – auch nicht die Mode, die man im Alltag trägt – sondern immer ein Bekenntnis zu einem besonderen Stil und Lebensgefühl.

  • Peter Fischer und Oliver Fischer (re.) haben das Netzwerk und ihre Filialen im Blick.

Oliver Fischer schaut in sein Kassensystem, um zu sehen, wie der Tag gelaufen ist. Der  Geschäftsführer prüft regelmäßig Umsatz, Abverkauf und Lagerbestand. Seine fünf Modehäuser am Bodensee führen Designermode in kleinen Stückzahlen, exklusiv und auf den Geschmack der Kundschaft abgestimmt. Seit Mitte letzten Jahres sind alle Filialen mit einer neuen SDN-Lösung von Ocedo miteinander vernetzt. Sein Verkaufsteam und er haben seitdem unkompliziert Zugriff auf alle relevanten IT-Systeme.

Damals entschied er sich zu dem radikalen Schritt, die alte Netzwerktechnologie durch eine moderne SDN-Lösung abzulösen. Diese vernetzt seine fünf Filialen mittels Gateways und Wireless Access Points. Über einen bei ihm zu Hause installierten Access Point kann er sicher auf das Netzwerk der Modehäuser zugreifen, ganz so als wäre er in einer der Filialen oder im Büro.

Vernetzung als Wettbewerbsvorteil

Flagship-Stores oder Shop-im-Shop – in den großen Innenstädten verfolgen Premium-Modemarken die Strategie, ihre Mode in eigenen Monobrand-Stores zu präsentieren. In mittleren oder kleineren Städten allerdings sind sie nach wie vor meist in den klassischen Modehäusern anzutreffen. Im Bodenseeraum sind beispielsweise in den fünf Filialen des Modehauses Fischer viele Premiummarken zu finden. Auf die Kunden wartet in den Läden ein Shopping-Erlebnis zwischen Luxus und individueller Beratung. Das Familienunternehmen blickt inzwischen auf eine fast 130-jährige Tradition zurück. Sein Erfolg liegt in den gewachsenen und „nachwachsenden“ Kundenbeziehungen, individueller Beratung sowie exklusiver und moderner Mode.

Und um die fünf Filialen erfolgreich und effizient zu führen, müssen die zentralen Systeme, wie beispielsweise das Kassensystem, standortübergreifend und sicher vernetzt sein. Denn ganz generell ist die Service-Qualität einer der entscheidenden Faktoren der Kundenbindung, sei es in der Kundenberatung, bei der Verfügbarkeit oder beim Bezahlen. Wichtig dafür ist, dass sowohl das Verkaufsteam als auch die Geschäftsführung stets einen vollständigen Überblick über Sortiment, Lager und Abverkauf haben, bei Bedarf im Internet nachsehen können und selbstverständlich auch über E-Mail erreichbar sind.

Weil es aber bei den proprietären Lösungen speziell bei den Sicherheitsanforderungen immer wieder Probleme gab, und das alte System behäbig und aufwändig zu pflegen war, entschied sich Oliver Fischer für einen radikalen Schritt: Er schmiss die existierende Netzwerk-IT über Bord und ersetzte sie durch die SDN-Lösung (Software Defined Network).

Jedes Ladengeschäft verfügt nun über zwei bis drei Wire-less Access Points und ein Gateway. Ein Gerät hat dabei rund drei der alten Geräte ersetzt. Die Anzahl der notwendigen Access Points, mit deren Hilfe die Verkäuferinnen überall im Laden Zugriff auf das Netzwerk haben, wurde mit einem integrierten Planungstool vorgenommen.

Schnell geplant und installiert

Das gesamte Netzwerk wurde über die in der Cloud verfügbare Ocedo-Konsole geplant und konfiguriert, und zwar schon bevor die Hardware installiert wurde. Zudem wurden in der Konsole bereits alle Berechtigungen der User definiert. Dadurch war der aufwendigste Teil bei der Inbetriebnahme das eigentliche Anbringen der Wireless Access Points an der Decke. Alle fünf Minuten werden nun die Daten von allen Standorten aktualisiert, so dass alle Mitarbeiter fast in Echtzeit einen Überblick über Kunden, neue Lieferungen oder den Bestand haben. Sollte das Netzwerk unterbrochen werden, bootet es über den Terminalserver selbständig wieder in allen Filialen hoch.

Änderungen im Netzwerk können nun ganz einfach in der Konsole umgesetzt werden, beispielsweise wenn neue Mitarbeiter Zugriffsberechtigungen erhalten sollen oder Benutzerrechte geändert werden müssen. Dies ist unkompliziert, Oliver Fischer und sein Team können es selbst durchführen. Das Modehaus verfügt über ein Windows-Netzwerk – mit der Lösung lassen sich aber auch iPhones oder iPads integrieren. Mit der Konsole kann das Netzwerk zudem genau beobachtet werden: Ein Blick genügt, um festzustellen, welche Geräte im Netzwerk angemeldet sind, ob und welche Benutzer versucht haben, sich neu anzumelden und welcher Traffic verursacht wurde. Dadurch lässt sich schnell erkennen, ob es im Netzwerk Auffälligkeiten gibt.

Dass mittels der Konsole jederzeit neue User mit separaten Berechtigungen hinzugefügt werden können, hat nicht nur die Netzwerk-Administration vereinfacht. Die Modehäuser können ihren Kunden so auch neue Services wie beispielsweise freies WLAN anbieten, und dadurch Shopping-Trends wie NFC oder Beacons Rechnung tragen. Das Kunden-Wifi ist in der Konsole über eine eigene getrennte SSID angelegt und funktioniert so in allen Niederlassungen.

Modehaus Fischer

  • 1886 von Carl Fischer in Singen gegründet. Geschäftsleitung liegt nun bei Petra und Oliver Fischer in der vierten Generation im Unternehmen.
  • Mitarbeiter: 60
  • Niederlassungen: 6 (3 in Singen und 3 in Konstanz)
  • Geschäftsführer: Peter M. Fischer, Renate Fischer, Oliver Fischer, Petra Fischer
  • www.modefischer.de

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