All-In-One-Komplettlösungen

Flexible Container: Rechenzentrum vor der Haustür

Wie IT-Infrastrukturen in einer Containerlösung für Rechenzentren vor jeder Haustür Platz finden erläutert Peter Wäsch, Geschäftsführer der RZ-Products GmbH, ein Tochterunternehmen der Data Center Group in Wallmenroth.

Peter Wäsch RZ-Products GmbH

„Aktuelle Monitoring-Software sollte eigentlich den Alltag der Verantwortlichen im Rechenzentrum erleichtern. In der Praxis ist das nicht immer gegeben“, berichtet Peter Wäsch von der RZ-Products GmbH.

ITM: Herr Wäsch, seit März 2016 kooperieren Sie mit dem chinesischen Anbieter Huawei. Worauf liegt das Augenmerk Ihrer Partnerschaft?
Peter Wäsch:
Allgemein bündelt unsere Firmengruppe mit ihren fünf Tochtergesellschaften alle physikalischen Gewerke, die für Rechenzentren notwendig sind: Von der Beratung, Planung und Umsetzung über Support bis hin zu Dienstleistungen für den Betrieb sowie der Entwicklung und Herstellung von Sicherheitsprodukten. Speziell durch die Kooperation mit Huawei erweitern wir unsere Produkte im Bereich der Container-Data-Center.

ITM: Was steckt hinter den gemeinsam angebotenen, standardisierten Containerlösungen?
Wäsch:
Als Überseecontainer konzipiert, können die umfassend ausgestatteten Rechenzentren schnell geliefert, installiert und nach dem „Plug & Play“-Prinzip in Betrieb genommen werden. Alle Container sind All-In-One-Komplettlösungen, sprich bereits vollständig mit Brandmelde- und Löschanlage, Klimatisierung, USV, PDUs sowie 19“-Racks ausgestattet. Die Größe der Container entspricht 20 oder 40 Fuß, sodass eine Rack-Anzahl von vier bis zehn möglich ist, bei zwei bis sechs Kilowatt pro Rack.

ITM: Für welche Zwecke könnten insbesondere mittelständische Unternehmen solche RZ-Container nutzen?
Wäsch:
Die Lösungen richten sich an Unternehmen, die eine Backup-Lösung außerhalb des Firmengebäudes suchen oder mehr RZ-Fläche benötigen, die sich jedoch im Gebäude selbst nicht mehr realisieren lässt. Diese autarken IT-Container ergänzen unsere individuellen IT-Containerlösungen. Damit bieten wir unseren Kunden sowohl modulare IT-Container in verschiedenen Verfügbarkeitsstufen als auch betriebsbereite Standardlösungen.

ITM: Ebenfalls im März 2016 brachten Sie DC-Monitoring auf den Markt. Was unterscheidet das Tool von anderen, bereits seit längerem verfügbaren DCIM-Lösungen (Data Center Infrastructure Management)?
Wäsch:
Aktuelle DCIM-Lösungen sollen eigentlich den Alltag der Verantwortlichen erleichtern. In der Praxis ist das nicht immer gegeben. Denn: Die Systeme sind in der Regel sehr umfangreich und versuchen alles in der Breite abzubilden. Wir bedienen dagegen die relevanten Anforderungen und vereinfachen diese mit einer handhabbaren Software.

ITM: Ab welcher Größe des Rechenzentrums lohnt sich der Einsatz des Tools?
Wäsch:
Wir setzten auf drei Parameter: Sicherheit steigern, Verfügbarkeit erhöhen und Effizienz verbessern. Dabei lohnt sich der Einsatz unserer Lösung bereits ab zwei Racks. Zum einen, weil auch kleine IT-Landschaften die maximale Verfügbarkeit der Applikationen für Unternehmen bzw. der Betreiber gewährleisten müssen. Zum anderen weil es eine neu entstehende Skalierbarkeit schafft.

ITM: Wie aufwendig ist die Einführung, Inbetriebnahme, Pflege und Wartung von DC-Monitoring in mittelständischen Rechenzentren?
Wäsch:
Das kommt auf die gegebenen Bedingungen an: Anzahl der Geräte, Komplexität der Struktur, Schnittstellen und Übertragung, u.v.m. Aus unserer Erfahrung kann ich sagen, dass wir zwischen ein bis drei Tagen für eine einfache Standard­installation benötigen.

ITM: Welche Assets können dabei mit der Software vorrangig abgebildet werden? Was passiert im Falle eines Alarms innerhalb der RZ-Infrastrukturen?
Wäsch:
Grundsätzlich können von der Erzeugung bzw. Einspeisung, der Verteilung bis hin zur PDU die Standardschnittstellen der Geräte und Anlagen bedient werden. Die auftretenden Vorkommnisse werden zur granularen Eskalation in mehrere Kategorien unterteilt. Diese können individuell auf das Vorkommnis abgestimmte Eskalationsstufen durchlaufen. Am Ende können diese Informationen von einem NOC entgegengenommen oder per SMS und E-Mail an Verantwortlich übermittelt werden.

ITM: Wie funktioniert die Inte­gration des Tools in vorhandene Netz- und Systemmanagement-Software?
Wäsch:
Das DCM Delivery ist komplementär zu bestehender Netz- und Systemmanagement-Software, aber auch zur IT-Monitoring-Software. Dazu bieten wir eine durchgängige API für die Software an. Somit können sich andere Software-Lösungen alle Informationen aus dem System extrahieren oder Einfluss auf dieses nehmen. 

 

 

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