Geschlechterverteilung in IT-Branche

Frauen weiterhin unterrepräsentiert

Nur 17 Prozent der IT-Fachkräfte sind Frauen, die Tendenz ist aber steigend.

Frau redet mit Mann über Technik

Die IT-Branche wird für Frauen immer attraktiver.

Eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass die Anzahl der Informatik-Studentinnen seit 1993 deutlich gestiegen ist: von 12 Prozent auf 22,5 Prozent im Jahr 2018. Laut SD Worx ist es ratsam, Frauen in diesem Bereich zu fördern, da sonst die weibliche Perspektive in der IT-Branche fehlt. Diese sei gerade bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz bedeutend, damit diese im Einsatz den Bedürfnissen der gesamten Gesellschaft dient, wie auch das Weltwirtschaftsforum in einer seiner letzten Studien zur weltweiten Gleichberechtigung schreibt.

IT-Branche muss weiblicher werden

Die Studie „Rahmen- und Arbeitsbedingungen für Frauen in der Internetwirtschaft“ vom eco Verband in Kooperation mit dem Institut für Innovation und Technik Berlin (iit) zeigt auf, wie es um den Status quo der Geschlechtervielfalt bestellt ist, worin die Ursachen liegen und was Unternehmen und Politik jetzt unternehmen sollten um gegenzusteuern. Demnach kommen auf offene Positionen für Programmierer und IT-Experten je nach Position nur rund 10 bis 20 Prozent weibliche Bewerber. Besser sehe es auch im Bereich Gründungen nicht aus. An der Gründung von innovativen Startups mit vorwiegend digitalen Geschäftsmodellen in Deutschland seien nur 15,7 Prozent Frauen in Gründungsteams beteiligt.

Die Autoren der Studie sehen unter anderem die Stärkung weiblicher Netzwerke, spezieller Mentoren-Programme, Diversity-Trainings für Führungskräfte und Vorgesetzte und Unternehmenskulturen, die Diversity bewusst fördern, als Voraussetzung, um zukünftig mehr Frauen für die Branche zu gewinnen. Mitunter hafte der Internetbranche zudem ein männerdominiertes Image an, das hinderlich sei. Hinzu komme der Umstand, dass in immer mehr Unternehmen und Führungsetagen die Erkenntnis reife, dass gemischte Teams die Innovationskraft nachweislich fördern, Qualität und Leistung steigern und somit auch einen monetären Mehrwert ausmachen.

Internationaler Vergleich

Der Frauenanteil in der IT-Branche in Deutschland ist mit rund 17 Prozent im internationalen Vergleich gering.

In den USA sind es 26, in Kanada 25, in Australien sogar 28 Prozent – auch in Bulgarien, Litauen, Rumänien und den skandinavischen Ländern liegt der Frauenanteil bei mindestens 20 Prozent, wie aus einer Studie des Instituts für Innovation und Technik hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin vorliegt.

Geringer oder ähnlich wie in Deutschland ist der Anteil der Frauen in der IT-Branche dagegen in Großbritannien, Spanien, Belgien, Italien und der Schweiz, berichtet die dpa.

Bildquelle: Getty Images / iStock

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