Ingersoll mit Rechenzentrum von ProRZ

Für die Zukunft gewappnet

Das neue Rechenzentrum der Ingersoll Werkzeuge GmbH bietet neben Sicherheit auch die Hochverfügbarkeit der Systeme.

Die Ingersoll Werkzeuge GmbH produziert Standard- und Sonderwerkzeugen für unterschiedliche Industriebereiche.

Die Ingersoll Werkzeuge GmbH gehört seit 2001 dem israelischen Konzern IMC (International Metalworking Companies B.V.) an und fertigt in enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden Fräs-, Bohr- und Drehwerkzeuge, die eine schnelle und präzise Materialbearbeitung gewährleisten. Dabei werden zahlreiche Branchen bedient, die von der Automobilindustrie über den Formenbau, von Luft- und Raumfahrt bis hin zum Schifffahrtsbau reichen. Als im Jahr 2002 ein neues Firmengebäude errichtet wurde, integrierte man ein Rechenzentrum, in dem sämtliche Unternehmensdaten zentralisiert zusammenlaufen. Durch die schnelle Expansion und die steigenden Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit und Kapazität, entschloss man sich 2010, eine neue, moderne IT-Lösung zu schaffen, die sämtlichen Ansprüchen voll und ganz Rechnung trägt. „Unsere IT beherbergt alle unternehmensrelevanten Daten, die von Kundenkontakten über die Auftragsabwicklung bis hin zur Telefonanlage reichen“, erklärt Andreas Kowol von der EDV-Abteilung bei Ingersoll und ergänzt, dass ein IT-Ausfall das Unternehmen nahezu handlungsunfähig machen würde. Bei der Suche nach einem hersteller­unabhängigen Dienstleister stieß Ingersoll auf die ProRZ Rechenzentrumsbau GmbH. „Wir haben nach einem kompetenten Anbieter gesucht, der uns eine zeitgemäße und sichere IT-Landschaft gestaltet“, so der IT-Verantwortliche. Bereits der erste Kontakt mit den Spezialisten aus Betzdorf führte zur Beauftragung einer Analyse mit anschließender Konzeptentwicklung. Der bis dato aktive Serverraum des Werkzeugherstellers wies einige Mängel auf, die dringend behoben werden mussten. Sowohl eine bauliche, eine energetische und klimatechnische Analyse als auch die Begutachtung des Brandschutzkonzeptes mündeten schließlich in einer konkreten Empfehlung seitens ProRZ, die genau auf die Anforderungen von Ingersoll zugeschnitten war.

Schonende Löschmittel

Das Ergebnis ist ein durch den Tüv nach Level 3 zertifiziertes Rechenzentrum. So implementierte der Dienstleister im bestehenden Serverraum des Unternehmens ein hochverfügbares modulares Raum-in-Raum-System, das die Racks des Werkzeugherstellers beherbergt. Neben einer zusätzlichen redundanten Energieversorgung (N+1) implementierten die RZ-Experten auch eine neue redundante und auf den Kundenbedarf abgestimmte Klimatisierung, eine Brandfrüherkennung sowie eine geeignete Brandschutzlösung. Letztere arbeitet mit dem schonenden Löschmittel Novec 1230 und hinterlässt im Falle einer Auslösung keinerlei Rückstände auf der sensiblen Technik. Eine doppelt gesicherte Zugangskontrolle ermöglicht darüber hinaus eine genaue Dokumentation der Zutritte zum IT-Bereich. Das System, welches eine Transponderlösung mit anschließender PIN-Abfrage umfasst, bietet hohe Sicherheit.

Dass das schlüsselfertig umgesetzte Rechenzentrum, das sich inmitten eines Bürotraktes befindet, bereits nach kurzer Planungs- und Bauzeit in Betrieb genommen werden konnte, tat sein Übriges zum gelungenen Projektabschluss. „Unsere Intention für die Realisierung des IT-Sicherheitsraumes war bereits im Vorhinein klar definiert: Wir wollten zum einen das Bandschutzkonzept, welches im alten RZ aus Schranklöschsystemen bestand – deutlich verbessern und zum anderen die klimatischen Verhältnisse optimieren“, erklärt Andreas Kowol. Die Server werden nun mit Hilfe einer Kalt-Warmgang-Installation gekühlt, die auf der strikten Trennung der beiden Luftströme basiert. Abgesehen von einer USV-Anlage (N+1 Redundanz) in einem Technikraum befindet sich im Keller des Firmengebäudes ein Dieselaggregat, welches bei Ausfällen der Energieversorgung eingreift und den RZ-Betrieb aufrechterhält.

Unterbrechungsfreier Umzug

Bei der Planung war es für die Ingersoll Werkzeuge GmbH zudem wichtig, den neuen Serverraum so zu gestalten, dass dieser jederzeit erweitert werden kann. „Die Zukunftsfähigkeit und Skalierbarkeit unserer IT ist ein Faktor, den wir unbedingt berücksichtigt wissen wollten“, so Kowol. Daher verfügt die neue Lösung über genügend Platz, um die aktiven Komponenten sogar zu verdoppeln. Einen weiteren Punkt im Rahmen der Realisierung stellte der unterbrechungsfreie Umzug dar. Um eine Abschaltung der Server zu vermeiden, musste improvisiert werden: So wurden bei der Errichtung des neuen Raumes die Serverschränke kurzerhand angehoben und arbeiteten zeitweise an der Decke hängend weiter. Der durch die neuen Lösungen entstandene geringere Arbeitsaufwand für das sechsköpfige EDV-Team stellt ebenfalls einen positiven Nebeneffekt dar: „Das ausgeklügelte Sicherheitskonzept informiert uns unmittelbar via SMS oder E-Mail, sobald eine Störung eintritt. Wir müssen demnach nicht so oft in den Raum, um nachzuschauen, ob alles in Ordnung ist“, so der EDV-Verantwortliche und weiter: „Die vorhandenen Redundanzen und das Monitoringsystem führen darüber hinaus dazu, dass unser Team ruhiger schlafen kann.“ Die regelmäßig stattfindenden Wartungsarbeiten, die vom ProRZ-Schwesterunternehmen RZ-Services durchgeführt werden, gewährleisten ebenfalls ein Mehr an Sicherheit und somit einen reibungslosen Ablauf. Abgesehen von der Termintreue wurden auch die zuvor vereinbarten Kosten eingehalten und der enge Kontakt zum Team des Dienstleisters erlaubte es, dass auch die Ideen der Ingersoll-EDV-Abteilung bei der Umsetzung berücksichtigt wurden. 

Ingersoll Werkzeuge GmbH

  • Geschäftsfeld: Produktion von Standard- und Sonderwerkzeugen für unterschiedliche Industriebereiche
  • Gründung: 1887
  • Hauptsitz: Haiger
  • Mitarbeiter: 540

www.ingersoll-imc.de

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok