Wie sicher ist mobiles Arbeiten?

Gefahrenzone Home Office

Ortsunabhängiges Arbeiten liegt im Trend. Ob von zu Hause aus oder auf Reisen – mobile Geräte ermöglichen Arbeitnehmern eine noch nie dagewesene Flexibilität. Eine Studie von Avast Business, in welcher Arbeitnehmer von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland befragt wurden, hat ergeben, dass 41 Prozent der Befragten am produktivsten sind, wenn sie von zu Hause arbeiten. Allerdings ist diese Flexibilität auch mit Risiken verbunden.

Gefahrenzone Home Office

Eine aktuelle Studie belegt nun, dass Arbeitnehmer zwar großen Wert darauf legen, auch mobil arbeiten zu können, sich aber in Sicherheitsfragen durch ihr Unternehmen nicht ausreichend unterstützt fühlen.

38 Prozent geben demnach an, dass sie im Hinblick auf die erforderlichen technischen Einstellungen von ihren Arbeitgebern zu wenig Unterstützung erhalten, was die Sicherheit zu einem zunehmenden Problem für Unternehmen macht. Organisationen stehen daher vor der Herausforderung, die Erwartungen der Mitarbeiter zu erfüllen und gleichzeitig für ein ausreichendes Sicherheitsniveau zu sorgen.

Eine neue Normalität

Die Studie deckt die Trends und Bedürfnisse von Beschäftigten rund um das mobile Arbeiten auf: 19 Prozent würden lieber eine Gehaltskürzung in Kauf nehmen als einen festen Arbeitsplatz ohne die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Sogar bis zu einer Gehaltserhöhung von 25 Prozent würden 37 Prozent der Befragten die Flexibilität der Heimarbeit vorziehen. Daneben bietet mobiles Arbeiten weitere Vorteile: Laut der Studie haben 44 Prozent der Befragten mehr Spaß an der Arbeit. Das wiederum steigert die Mitarbeiterzufriedenheit. Darüber hinaus geben 23 Prozent der Befragten an, dass sie bei der Arbeit von zu Hause aus produktiver sind. Es wird für Unternehmen daher von entscheidender Bedeutung sein, bestehenden und potenziellen Mitarbeitern mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Dabei stellt die IT-Sicherheit die größte Herausforderung für Unternehmen dar: Mobile Endgeräte sind außerhalb des Netzwerks grundsätzlich schlechter geschützt. Dasselbe gilt für die Daten, die auf diesen Geräten gespeichert sind.

Risiken des Home Office

Wenn Arbeitnehmer über ein ungesichertes Wifi auf sensible Daten zugreifen oder sich in Geschäftskonten einloggen, besteht für das Unternehmen die Gefahr eines Hacker-Angriffs. Es besteht auch das Risiko eines Datenverstoßes, wenn ein Mitarbeiter sensible Informationen auf einem Laptop speichert, der dann gestohlen wird, insbesondere, wenn Passwörter nicht einmalig und komplex sind. Unternehmen müssen daher Sicherheitsmaßnahmen etablieren, wie beispielsweise Virtual-Private-Network-Lösungen für den Einsatz auf offenen Wi-Fi-Verbindungen und Anti-Malware-Endpunkt-Software für alle Mitarbeiter, die ihre eigenen Mobiltelefone und Tablets mitbringen. Darüber hinaus sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter durch Schulungen über die wichtigsten Aspekte der IT-Sicherheit aufklären.

„Der Nine-to-five-Job gehört der Vergangenheit an. Mitarbeiter fordern heute mehr Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeiten und ihren Arbeitsplatz“, sagt Kevin Chapman, SVP und General Manager bei Avast Business. „Doch auch wenn ein mobiler Arbeitsplatz die Zufriedenheit und die Produktivität der Mitarbeiter steigert, darf die IT-Sicherheit nicht vernachlässigt werden. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter auch abseits des Firmengeländes keine Sicherheitsrisiken eingehen und deshalb ihre Systeme diesen neuen Bedingungen anpassen. Darüber hinaus muss auch der Mitarbeiter, der es vorzieht, in einem traditionellen Büroumfeld zu arbeiten, berücksichtigt werden. Unternehmen müssen ein Gleichgewicht schaffen, sodass alle Mitarbeiter auf die Weise arbeiten können, die für sie am besten ist.“

Im Rahmen der Erhebung wurden im ersten Quartal 2019 555 Personen befragt , die entweder selbständig sind oder in Vollzeit arbeiten.

Bild:  Gettyimages/iStock

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