Flexible Arbeitsmodelle: Fünf Bedenken der Chefs

Großes Schreckgespenst "Home Office"

Insbesondere unter Chefs halten sich noch immer hartnäckige Vorurteile und Bedenken in Bezug auf das flexible Arbeitsmodell "Home Office". Nimmt man sich jedoch bestimmte Ratschläge zu Herzen, klappt auch das Arbeiten von zuhause aus wunderbar.

Schreckgespenst Home Office

Schreckgespenst Home Office: Wie sich Bedenken der Chefs ausräumen lassen

Home Office spaltet die Geister: Wo sich Arbeitnehmer mehr Flexibilität und Ruhe in den eigenen vier Wänden erhoffen, stößt das Thema bei vielen Vorgesetzten bislang auf wenig Gegenliebe. Der Software-Anbieter Citrix will aufzeigen, wo Chefs die größten Stolpersteine sehen und gleichzeitig Tipps nennen, wie flexibles Arbeiten dennoch gelingen kann:

1. Wie produktiv ist der Arbeitnehmer zuhause?

Der Mitarbeiter befindet sich in räumlicher Distanz zum Büro – darin liegt ein unmittelbarer Kontrollentzug. In den eigenen vier Wänden könnte das Motto lauten: Ist die Katze nicht im Haus, tanzen die Mäuse auf den Tischen. Diese Zweifel sind in der Regel unbegründet und rühren aus einem Arbeitsstil der schon lange der Vergangenheit angehört. Wer im Beschäftigungsverhältnis eine gute Vertrauensbasis schafft und sich selbst organisieren kann, wird auch zu Hause effizient arbeiten – in der überwiegenden Mehrheit sogar produktiver.

2. Entstehen der Firma Mehrkosten durch Home Office?

Möglicherweise muss im Home Office ein arbeitsgerechtes Umfeld geschaffen, eine schnelle Internetverbindung oder etwas Hilfestellung beim Einrichten der Technik geleistet werden. Auch die Handy- und Festnetzgebühren lassen sich selten eindeutig dem Beruf bzw. der Privatnutzung zuordnen. Viele Unternehmensverantwortliche sind jedoch bereit, diese geringen Mehrkosten zu tragen. Die Vorteile für den Unternehmer sind vielfältig, so kommen etwa Einsparungen bei der Bürofläche hinzu.

3. Welche Auswirkungen hat das Home Office auf das Team?

Gute Teamarbeit lebt von einem regen Austausch, gegenseitiger Unterstützung und dem firmeninternen „Flurfunk“. Die produktivsten Gespräche laufen häufig in der Kaffeeküche. Oft geben Vorgesetzte jedoch zu bedenken, dass die Abwesenheit von Mitarbeitern die Teamarbeit negativ beeinflusst. Auch in diesem Punkt gilt: Die meisten dieser Befürchtungen lassen sich durch ein gutes Teammanagement und moderne Techniken wie Chat, Webkonferenzen oder Onlinemeetings und Schulungen vermeiden. Das ersetzt zwar nicht den regelmäßigen persönlichen Kontakt, ermöglicht aber mehr Flexibilität. Eine Musterlösung gibt es jedoch nicht. Jedes Unternehmen muss die richtige Kombination von Kommunikationsmöglichkeiten für sich finden.

4. Ist eine gute Erreichbarkeit gewährleistet?

Wer sein Kind gerade von der Schule abholt, ist in diesem Moment schlecht für Kollegen und Kunden zu erreichen – unabhängig davon, dass er dafür abends länger arbeitet. Doch hier helfen mobile Geräte wie Smartphones und Absprachen darüber, zu welchen Zeiten der Arbeitnehmer zu Hause verfügbar sein muss. Es sollte nicht unterschätzt werden, wie viel flexibles Arbeiten zu einer guten Work-Life-Balance beiträgt. Ausgeglichenheit, Motivation und Gesundheit der Arbeitnehmer steigen. Das wirkt sich nicht zuletzt auf die Zufriedenheit der Kunden aus. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie des deutschen Versicherers AOK: 62 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass Home Office ihnen bei der Bewältigung des Familienalltags hilft. Damit steigt auch die Attraktivität des Arbeitgebers.

5. Liegen sichere IT-Voraussetzungen für eine gute Heimarbeit vor?

Das beste Sicherheitskonzept eines Unternehmens ist wirkungslos, wenn der Privatrechner eines Mitarbeiters im Home Office nicht ebenso gut geschützt ist. Mit neuen Ansätzen wie dem Software-Defined Workplace (SDW) können Arbeitnehmer flexibel und sicher von überall aus und mit jedem Gerät auf ihre Daten, Anwendungen, Services und Netzwerke zugreifen. Der persönliche Desktop wandelt sich damit zu einem virtuellen Arbeitsplatz, der ortsunabhängig und „schlüsselfertig“ von der firmeneigenen IT in der Cloud bereitgestellt wird.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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