Integration von CMS und Shop-Lösung

Hand in Hand zum kundenfreundlichen Onlineshop

Um Inhalte im Onlineshop effektiv und agil zu steuern, bedarf es eines leistungsfähigen Content-Management-Systems (CMS). Ist das CMS mit einer Shop-Lösung integriert, maximieren Shop-Betreiber den Nutzen beider Applikationen. Die folgenden Tipps zeigen, worauf dabei zu achten ist.

Hand in Hand zum kundenfreundlichen Onlineshop

Eine herausragende Customer Journey ist für einen kundenfreundlichen Online-Shop unabdingbar.

Vorteile eines CMS

In vielen Fällen bildet das Shop-System das Rückgrat des Online-Shops. Über integrierte PIM-Systeme (Produktinformationsmanagement) managt der Online-Händler seine Produktinformationen und administrativen Angaben und stellt seine Angebote auf die Webseite. Doch damit sich die Kunden angesprochen fühlen, bedarf es in der Regel mehr: einer herausragenden Customer Journey. Dafür unverzichtbar sind eine einfache, intuitive Menüführung und eine gleichermaßen attraktive wie informative Produktpräsentation, möglichst in verschiedenen Formaten – von Texten in der jeweiligen Landessprache über Bilder und Videos bis hin zu Livestreams, Chats oder Podcasts. Mit nutzwertigem oder unterhaltsamen, auf die individuellen Belange der Kunden zugeschnittenen Content gelingt es, diese für den Online-Shop und seine Produkte zu begeistern. Um die vielen verschiedenen Inhalte effektiv und agil zu steuern, benötigt man technologische Unterstützung – in Form eines CMS. Damit lassen sich beispielsweise Marketinginhalte einfach pflegen, direkt übersetzen und personalisiert ausspielen.

Aufwand-Nutzen-Verhältnis realistisch einschätzen

CMS- und Shop-Lösung zu integrieren, ist eine technologisch und organisatorisch komplexe Aufgabe. Schließlich müssen die Daten beider Systeme stets aktuell und ausnahmslos konsistent sein. Der damit verbundene Aufwand lohnt sich jedoch nicht nur für internationale Konzerne, sondern auch, bei kleineren oder mittelständischen Unternehmen, die ihre spezialisierten Produkte weltweit und an sehr unterschiedliche Kundensegmente vertreiben. Mit einem CMS können viele verschiedene länderspezifische Website- sowie Shop-Varianten optimal gepflegt werden und sie sind jederzeit erreichbar. Somit ist nicht die Unternehmensgröße, sondern die Produktvielfalt und -komplexität ausschlaggebend.

Den passenden Integrationssatz wählen

„Commerce led“ bedeutet, dass das Shop-System im Vordergrund steht: Das Frontend bildet die Struktur und Inhalte aus dem Shop-System wie Siteaufbau, Navigation, Header oder Footer ab. Aus dem CMS fließt ergänzender Content ein. Beim Content-led-Ansatz hingegen ist das CMS technisch führend, das Frontend spiegelt also Website-Aufbau, Navigation, Header, Footer etc. des CMS wider. Ergänzende produktrelevante Informationen kommen aus dem Shop-System. Die Commerce-led-Integration ist die aktuell am meisten genutzte Variante. Sie ist eher geeignet, wenn das Shop-System per se strukturierte Detail- und Übersichtsseiten bereitstellen soll. Diese werden benötigt, um Artikel umfassend darzustellen: mit Bildern, Beschreibungen, Preisen, Größen, Konfigurationsmöglichkeiten und dergleichen.

Wie bei jedem komplexen IT-Projekt sollten auch bei der Integration von Shop-Lösung und CMS die betroffenen Mitarbeiter – hier sind das häufig das Marketing-Team, der E-Commerce-Bereich und der Vertrieb – frühzeitig einbeziehen. Dem Marketing geht es etwa darum, überzeugende Aussagen zum Kundennutzen, werbewirksame Bilder und Video-Clips oder Storytelling-Formate einzubinden. Der E-Commerce-Bereich sowie der Vertrieb hingegen denken eher in Produktlisten und Preisen. Beiden ist es wichtig, auf umfangreichen Produktdetailseiten jede Produktspezifikation darzustellen und den direkten Kaufabschluss mit nur wenigen Klicks zu ermöglichen. Nur wenn alle Seiten von Beginn an involviert sind und ein gegenseitiges Verständnis entwickeln, ist es möglich, die teilweise widersprüchlichen Anforderungen und Wünsche weitestgehend in Übereinstimmung zu bringen.

Nutzerfreundlichkeit und Corporate Identity im Auge behalten

Im ersten Schritt unterstützt der Dienstleister dabei, mögliche Systeme hinsichtlich ihrer Eignung zu evaluieren, zu vergleichen und eine Auswahl zu treffen. Daran schließen sich die technische und inhaltliche Konzeption der erforderlichen Komponenten an. Dabei sollte man großen Wert auf die Konzeption der Customer Experience legen. Damit sich die Kunden im Shop wohlfühlen und ihn gern besuchen sind Nutzerführung, Usability, Barrierefreiheit etc. ganz entscheidend. Dennoch darf die technische Realisierung nicht zu Lasten der Marke gehen. Das Design unterliegt Ihren CI-Guidelines: Die Marke sollte zum Beispiel auch auf Unterseiten wiedererkennbar sein. 

Natürlich ist es jedem selbst überlassen den gesamten E-Commerce mit nur einem System zu betreiben und beispielsweise produktspezifische Inhalte in einem CMS vorzuhalten oder redaktionellen Content aus der Shop-Lösung heraus zu veröffentlichen. Wirklich effizient ist das jedoch in vielen Fällen nicht. Daher gilt es zu prüfen, ob nicht mit einer integrierten CMS-Shop-Lösung die Vorteile beider Tools genutzt werden können und damit die Kundenbindung und die Geschäftsergebnisse verbessert werden können. Ein erfahrener IT-Dienstleister kann dabei hilfreich sein – zumal der Blick von außen vor einer gewissen Betriebsblindheit schützt. Der Dienstleister sollte agile Methoden zur Entwicklung einsetzen und sowohl zu Private- als auch zu Public-Cloud-Lösungen beraten. Ebenso wichtig sind Application Management und ein kundenfreundlicher Support. 

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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