Viele Assets, ein Tool

Hard- und Software im Griff

Ob Cyberattacke, Datenschutz oder Mobil Device Management: Moderne IT-Landschaften bringen große Herausforderungen mit sich – gerade für kleinere IT-Abteilungen. Hier kann ein sogenanntes Unified Endpoint Management (UEM) für Entlastung sorgen.

Frauenhand an der Kletterwand

Mit den entsprechenden Software-Tools haben die Verantwortlichen alle Unternehmens-Assets fest im Griff.

Die Vielfalt an Hard- und Software hat im Mittelstand stark zugenommen. Eine Ursache dafür liegt im Trend hin zum mobilen Arbeiten. Meist unverändert geblieben sind jedoch die IT-Ressourcen. Was ist also zu tun, um den Endanwendern optimalen Service und einen reibungslosen Betrieb zu bieten und gleichzeitig für Compliance zu sorgen, Sicherheitslücken zu erkennen und Geräte aktuell zu halten?

Gerade Software-Verteilung und Patch-Management zählen zu den größten Zeitfressern in der IT. Doch aktuelle Versionsstände sind unabdingbar für die IT-Sicherheit. Für Entlastung können an dieser Stelle UEM-Werkzeuge sorgen. Sie stellen fertig paketierte und getestete Software-Updates bereit und provisionieren diese automatisiert. Dazu definieren Administratoren über eine zentrale Oberfläche Sicherheits- und Konfigurationsrichtlinien für alle Endgeräte und versorgen in wenigen Schritten beliebig viele Abteilungen. Ein Vorteil auch für die Endnutzer: Benötigte Software steht ihnen zeitnah zur Verfügung und ohne dass sie es merken, werden die Geräte immer aktuell gepatcht.

Mobilität, die neue Norm

Eine workflow-basierte Software-Verteilung passt auch zu den zunehmend geschäftlich genutzten Smartphones und Tablets. Unternehmen sollten daher zwingend prüfen, ob sie diese Geräte genauso zuverlässig und DSGVO-konform verwalten wie die übrige IT-Infrastruktur. Mit Mobile Device Management (MDM) ist dies keine Hexerei: Alle Mobilgeräte lassen sich zentral und sicher verwalten. Angefangen bei der Software-Verteilung und dem Blockieren unerwünschter Apps bis zur Datenlöschung bei Verlust oder Diebstahl eines Geräts.

Egal, ob Mobilgerät oder Arbeitsplatzrechner: Bei der Installation kompletter Betriebssysteme, etwa Windows 10, kann eine UEM-Lösung dank Automatisierung ebenfalls wertvolle IT-Ressourcen freisetzen und für mehr Transparenz sorgen. Denn die Lösung automatisiert den standort- und zeitunabhängigen Rollout neuer Versionen. Zudem lassen sich Software-Pakete direkt in den Rollout integrieren, von hardware-spezifischen Treibern bis zur Aktivierung von Bitlocker für die Verschlüsselung von Festplatten. So erledigt Julian Sühn, Administrator bei dem Software-Anbieter EQS Group, heute nahezu alle IT-Management-Aufgaben mithilfe der Deskcenter Management Suite. „Viele Workflows konnten wir seit der Einführung verbessern und verkürzen. Dazu gehört hauptsächlich der automatisierte Rollout von Software auf die nahezu 300 Systeme. Hier sparen wir uns jetzt mehrere Tage Arbeit.“

Wer alle seine Assets im Griff haben will, muss sie zunächst kennen. Eine vollständige Inventarisierung aller eingesetzten Geräte – mobil wie stationär – ist dafür unabdingbar. UEM-Lösungen erledigen dies regelmäßig und automatisiert. Sie erheben den Bestand sämtlicher Hardware, Komponenten und Programme und gleichen diesen mit einem umfassenden Software-Katalog und der Asset-Datenbank ab. Ein Dashboard zeigt dann Abweichungen zum autorisierten Inventar. So hat „Schatten-IT“ keine Chance: Unbekannte Geräte werden enttarnt, unerwünschte Applikationen lassen sich direkt über das Dashboard entfernen.

Lizenzverstöße vermeiden

Desweiteren steigt die Servicequalität der IT, wenn der Servicedesk mit UEM integriert ist. Und das nicht nur, weil die Endanwender über ein Self-Service-Portal schneller ihre Anliegen adressieren können. Support-Mitarbeiter, die direkt aus dem Ticket auf Asset- und Vertragsdaten zugreifen, bearbeiten Anfragen und Supportfälle effizienter. Sind dann noch alle nötigen Abteilungen und Entscheider in Workflows eingebunden, werden Nutzer schnell wieder produktiv.

Wer heute noch versucht, alle Lizenzen manuell mit Tabellen nachzuhalten, setzt sich unnötigen Compliance-Risiken aus. UEM-Werkzeuge erledigen diese Aufgabe inzwischen automatisiert und generieren stichtagsgenaue, belastbare Dokumentationen. Kündigt sich der Auditor an, ist die IT vorbereitet: Das Software-Tool erspart den Verantwortlichen viel Arbeitsaufwand und kostspielige Nachforderungen.

Wie wichtig professionelles Asset- und Lizenzmanagement ist, erfuhr beispielsweise die Sonax GmbH bei der Revision durch die KPMG. „Allein die Aufbereitung der Daten für die Lizenzberichte dauerte Tage“, berichtet Systemadministrator Andreas Kaltenstadler. Heute erstellt eine Software für ihn aktuelle Übersichten: „Durch die Einführung einer Lizenzmanagementlösung können wir unseren Software- und Lizenzbestand ganzheitlich und transparent verwalten. Wir sparen dadurch wertvolle administrative Zeit und können nebenbei noch Einsparpotentiale aufdecken.“

Das bringt modernes IT-Management:

  • Software und Patches werden automatisiert verteilt, ohne Arbeitsunterbrechungen oder manuelle Neustarts
  • standort- und zeitunabhängige Rollouts sorgen für neue Flexibilität beim Arbeitsplatz der Zukunft
  • durch ein integriertes Servicemanagement werden Tickets schneller bearbeitet
  • Mobile Device Management ermöglicht den sicheren Zugriff auf Anwendungen und Daten mit jedem Endgerät von überall
  • integrierte Prozesse erhöhen Servicequalität und Endnutzerzufriedenheit

Bildquelle: iStock/Getty Images Plus

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok