EU-Fördermittel für den Mittelstand

Hochtechnologie aus der Cloud

Das EU-Projekt „CloudiFacturing“ soll kleinen und mittelständischen Unternehmen einen einfachen Zugang zu Hochleistungsrechnern mit Simulations-Software bieten. Das Ziel: die Digitalisierung von Fertigungsprozessen und Stärkung der Wettbewerbsposition.

Digitaler Marktplatz für den Mittelstand

Der digitale Marktplatz von „CloudiFacturing“ soll die vorhandenen Betriebsdaten über die Cloud mit Hochleistungssimulations-Tools verknüpfen.

Im Rahmen des Projekts soll Mittelständlern hochmoderne und komplexe Modellierungs- und Simulations-Software über die Cloud zur Verfügung gestellt werden. „Angesichts der Tatsache, dass weniger als 25 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Europa moderne Informations- und Kommunikationstechnologie einsetzen, hat das aktuelle Projekt ein klares politisches Ziel. ‚Cloudification-Dienste’ werden zum Wegbereiter für die Digitalisierung der Fertigungsindustrie“, betont Prof. Dr. André Stork, Abteilungsleiter Interaktive Engineering Technologien vom Fraunhofer–Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD), das die Führung und Koordination des Projekts innehat.

Der bezahlbare Zugang zu komplexen Tools auf Hochleistungsrechnern soll es auch kleineren Betrieben ermöglichen, die eigenen Produktionsprozesse zu digitalisieren. Dabei kann eine Fülle von Daten aus dem laufenden Fertigungsbetrieb über die Cloud als Stimulus für Hochleistungs-Analyse-Werkzeuge verwendet werden. Das Resultat seien wesentlich präzisere Simulationsergebnisse des Fertigungsprozesses, so Stork.

Experimentierfreudige Mittelständler gesucht

Der Projektträger sucht aktuell Vorschläge für erste, auf ein Jahr begrenzte Anwendungsexperimente. Bevorzugt werden hierbei: die Simulation von Produktionsprozessen, das Heranziehen von Betriebsdaten als Optimierungsgrundlage und Projekte, die die Verbesserung der Prozesse und/oder die Produzierbarkeit von Produkten zum Ziel haben. Pro Experiment werden bis zu 100.000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Die Annahme und Bewertung der Vorschläge übernehmen sogenannte „Digital Innovation Hubs“. Dabei bietet der Projektträger eine bestehende herstellerneutrale Cloud-Infrastruktur, auf der die Experimente aufgesetzt werden können. Auf Wunsch kann geistiges Eigentum durch Einzelvereinbarungen geschützt werden. Den teilnehmenden Unternehmen soll sich so eine Chance bieten, wertvolle Erfahrungen mit Hochleistungsrechnern und Cloud Computing zu sammeln.

Bildquelle: Mimi Potter/Fotolia, Fraunhofer IGD

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