Passgenaue Abbildung von Produktion und Service

Höhere Prozess- und Servicegeschwindigkeit dank neuer ERP-Lösung

Die Verantwortlichen bei Rhewa-Waagen integrieren zwei vormals getrennte Geschäftsprozesse mithilfe einer neuen ERP-Lösung, was zum einen die Ablaufgeschwindigkeit erhöht und zugleich den Kundenservice verbessert.

  • Rhewa Waage

    Rhewa-Waagen, mit Sitz in Mettmann, hatte im Jahr 2016 einen Umsatz von ca. 5,3 Mio. Euro.

  • Vermessung de Bauteile Rhewa Waagen

    Die Nachfrage nach individuell auf die Anforderungen eines Endkunden zugeschnittenen Lösungen wächst.

  • individuelle Rhewa Waage

    Die Bedeutung der Variantenfertigung steigt.

Rhewa-Waagen ist auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb hochpräziser Produkte für die industrielle Wägetechnik spezialisiert. Eine hohe Fertigungstiefe ist hierfür unerlässlich, nicht zuletzt deshalb verfügt der 1904 gegründete Familienbetrieb u.a. über eine hauseigene Elektronikfertigung, einen eigenen Stahlbau sowie eine unternehmensinterne Entwicklungsabteilung für Hard- und Software sowie für mechanische Komponenten. Eine Komplexität, der das in die Jahre gekommene Altsystem nicht länger gerecht werden konnte. Die Einführung einer neuen ERP-Lösung ermöglicht heute eine passgenaue Abbildung von Produktion und Service.


Mehr als 30 Jahre lang hatte Rhewa-Waagen zur Unterstützung seiner Fertigungsprozesse eine Kombination aus zwei getrennten Systemen im Einsatz, einem Warenwirtschafts- bzw. Produktionssystem auf Unix-Basis sowie einem unabhängigen CRM-Tool. Wartung und Betrieb der beiden Lösungen waren jedoch sehr zeitintensiv und stark an einzelne Personen gebunden. Sowohl Administration als auch Wartung der Systeme wurden von einem firmeninternen Mitarbeiter bewerkstelligt, der hierzu teilweise 30 bis 40 Prozent seiner Arbeitszeit aufwenden musste. Gleichzeitig war das Unternehmen damit stark von dessen Expertenwissen abhängig.

Neue ERP-Software konsolidiert Geschäftsprozesse

Im Laufe der Zeit wurde zudem der Bruch zwischen dem unix-basierten Hauptsystem und der CRM-Lösung immer stärker zum Problem. Beispielsweise führte in Kundengesprächen das mangelhafte Zusammenspiel der beiden Komponenten zu unnötigen Verzögerungen. Rief ein Kunde an, konnten die Mitarbeiter diesen zwar bereits während des Gesprächs im CRM-System finden. Informationen zum Status eines Auftrags ließen sich jedoch nur im unix-basierten System ermitteln. Die Anwender mussten also umständlich zwischen beiden Systemen hin- und herwechseln. Dieser Bruch war letztlich der Auslöser dafür, nach einem neuen ERP-System zu suchen.

Bei einer so wichtigen Entscheidung müssen Mitarbeiter aus allen Bereichen miteinbezogen werden, betont Rhewa-Geschäftsführer Peter Freudewald: „Sie sind die Experten für die Prozessabläufe in der Praxis. Daher haben wir ein übergreifendes Team zusammengestellt und uns die infrage kommenden Lösungen gemeinsam angesehen.“ Wenig später fiel die Entscheidung zugunsten der Asseco-Lösung APplus. Der Grund hierfür war neben der modernen Technologie vor allem die Benutzerfreundlichkeit.

Bessere Abbildung der Praxis in Fertigung und Service

Führte bislang der Bruch zwischen beiden eingesetzten Systemen zu Verzögerungen, automatisiert APplus heute zahlreiche Prozessschritte und sorgt damit für Zeitersparnis, vor allem im Servicebereich. Wird ein Anruf gestartet, verzeichnet APplus dies automatisch als Aktivität und ermittelt den entsprechenden Kunden auf Basis seiner Rufnummer. Soweit möglich, wird die jeweilige Maske im System bereits vorausgefüllt. „Insgesamt erreichen wir so eine Zeitersparnis von etwa 30 Prozent in der Kundenbetreuung“, schätzt Peter Freudewald. „Noch wichtiger jedoch ist, dass sich auf diese Weise auch die Qualität unserer Aussagen gegenüber den Kunden verbessert hat.“

In der Produktion sorgt APplus für mehr Flexibilität: In der Vergangenheit mussten Aufträge jeweils einer bestimmten Person zugeordnet werden. Fiel diese jedoch beispielsweise krankheitsbedingt aus und übernahm daher ein Kollege den Auftrag, ließ sich dies im System nicht abbilden. Stattdessen arbeitete die Vertretung unter der inkorrekten Mitarbeiternummer am Auftrag weiter. Im Nachhinein ließ sich daher oft nur schwer nachvollziehen, wer tatsächlich bei der Bearbeitung eines bestimmten Auftrags mitgewirkt hatte. In APplus lassen sich nun Teams bilden, denen Aufträge flexibel zugeordnet werden können. Auf diese Weise kann Rhewa nun seine Produktionsprozesse im System deutlich besser abbilden sowie gleichzeitig akkurater dokumentieren.

Bedeutung von Variantenfertigung steigt

Da Wartung und Support beim Kunden vor Ort ausschließlich von Partnern übernommen werden, spielt für Rhewa auch eine effiziente Bearbeitung von Rücksendungen eine wichtige Rolle. „Oft wollen Kunden ihre Waage nachträglich z.B. an ein ERP-System anbinden und dazu eine zusätzliche Netzwerkkarte einbauen lassen“, erklärt Freudewald. „Solche Wünsche ließen sich mit dem alten System nicht umsetzen.“ Heute nutzt das Unternehmen hierfür das Servicemodul von APplus, mit dem derlei Änderungen erfasst werden. Während Rhewa bislang hauptsächlich von der Serienfertigung lebte, nimmt in letzter Zeit auch die Variantenfertigung immer stärker zu, denn die Nachfrage nach individuell auf die Anforderungen eines Endkunden zugeschnittenen Lösungen wächst.

Für die mittelfristige Zukunft plant Rhewa daher u.a. eine Umsetzung von Varianten mithilfe des APplus-Produktkonfigurators. Während bislang für jede neue Variante eine komplett neue Stückliste generiert wird, wäre Rhewa somit in der Lage, entsprechende Abweichungen deutlich einfacher im System darzustellen.

Bildquelle: Rhewa

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