Umfrage

Home Office als Kick für Produktivität

71 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass sich Arbeiten von zu Hause auch nach der Corona-Krise weiter etablieren wird, wie eine von Citrix in Auftrag gegebene Umfrage zeigt.

Barometer

Eine aktuelle, von Citrix in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass die Produktivität der meisten Mitarbeiter im Home Office keineswegs leidet.

Im Rahmen der aktuellen Corona-Krise erfährt Home Office eine bisher ungekannte Aufmerksamkeit. Doch wie sieht es nach der Krise aus? Laut einer von glauben 71 Prozent der deutschen Büroarbeiter, dass diese Arbeitsform einen wesentlich höheren Stellenwert einnehmen und wesentlich häufiger genutzt wird als bisher, so die Studie. Der Anbieter von Lösungen für den digitalen Arbeitsplatz ermittelte diese Zahlen unter 1.000 Deutschen im Zeitraum zwischen dem 23. und 26. März 2020. Zeitgleich wurde dieselbe Erhebung auch in Frankreich, Italien, Großbritannien und Australien durchgeführt.

Home-Office-Land Deutschland?

In Deutschland sei laut der Erhebung das Home Office auch schon vor den aktuellen Corona-Präventionsmaßnahmen im Vergleich mit den anderen untersuchten Ländern weit verbreitet gewesen. 43 Prozent der Befragten hierzulande arbeiteten demnach auch schon vor dieser Zeit mindestens einmal pro Woche von zu Hause. Nur im Vereinigten Königreich sei diese Zahl mit 45 Prozent höher gewesen. Franzosen und Italiener arbeiteten dagegen vor der Krise nur zu 26, beziehungsweise 22 Prozent regelmäßig von zu Hause. Den größten Vorteil der Heimarbeit sehen die Deutschen darin, dass sie die Zeit, die sie sonst mit Pendeln verlieren, produktiv nutzen könnten (49 Prozent). Ein weiterer wichtiger Faktor sei weniger Stress wie zum Beispiel durch Stau und überfüllte oder verspätete Züge, wenn der Arbeitsweg wegfällt (42 Prozent).

Was die Rahmenbedingungen für das häusliche Arbeiten angeht, seien die Deutschen im internationalen Vergleich gut aufgestellt: 57 Prozent der hiesigen Befragten haben einen für die Arbeit reservierten Bereich beziehungsweise ein Arbeitszimmer. Auch die Abgrenzung zwischen Arbeits- und Freizeit funktioniere relativ gut: Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Deutschen arbeitet zu Hause etwa so viel wie im Büro. Weniger als ein Drittel (28 Prozent) arbeitet länger. 74 Prozent sagen zudem, dass ihre Produktivität zu Hause gleich oder sogar höher sei als im Büro. Als wichtigsten Grund für Produktivitätseinbußen, die 26 Prozent beklagen, nennen die Befragten die Distanz zu den Kollegen und daraus resultierende erschwerte Kommunikation.

Technologie als Schlüssel für Produktivität

Als wichtigste Faktoren für mehr Produktivität hätten die Befragten einen separaten Arbeitsplatz in der Wohnung und mehr Möglichkeiten, um mit den Kollegen in Kontakt zu treten genannt (beide 39 Prozent). Auf die räumliche Situation zu Hause hat ein Arbeitgeber natürlich keinen Einfluss, allerdings kann er seine Angestellten mit modernen Technologien versorgen und so die Kommunikation und – etwa durch Single-Sign-On-Lösungen oder Digital Workspaces – die Produktivität fördern. Immerhin sehen 22 Prozent der Befragten solche Technologien als Voraussetzung für mehr Produktivität Die technische Ausstattung vieler Unternehmen ist allerdings offenbar noch nicht für die gesteigerte Anzahl von Remote-Mitarbeitern gerüstet: 59 Prozent der Befragten gaben an, Apps beruflich zu nutzen, die sie sonst nur privat in Gebrauch haben – wie etwa Whatsapp oder bekannte Datenaustausch-Dienste. In Italien weichen sogar 71 Prozent der Umfrageteilnehmer auf Consumer-Apps aus. Solche Anwendungen erfüllen allerdings nicht die für geschäftskritische Daten gebotenen Sicherheitsstandards, weshalb Unternehmen besser selbst geeignete Technologien in gesicherten Umgebungen bereitstellen sollten. 

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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