Neues MES-Modul

In 3 Schritten zum integrierten Prozessdatenmanagement

Kürzlich hat die Idap Informationsmanagement GmbH mit „PRM“ ihre SAP-basierte Manufacturing-Execution-System-Lösung (MES) Idap.mes um ein neues Modul erweitert. Das Ziel: neue Ansätze für die Optimierung der Produktion.

Geschmolzenes Metall in einer Gießerei

Das neue PRM-Modul kann beim Betrieb von Gießanlagen als effektives Frühwarnsystem eingesetzt werden.

Moderne Sensoren, Messsysteme und Anlagensteuerungen erfassen bei vielen Mittelständlern heute bereits Prozessdaten aller Art. Informationen, wie beispielsweise Temperatur, Druck oder Fließgeschwindigkeit, bleiben dabei bislang oftmals noch außen vor. Das neue PRM-Modul soll diese wertvollen „Datentöpfe“ nun anzapfen.

Im Gegensatz zu Instrumenten zur reinen Visualisierung von Prozessdaten können PRM und IDAP.mes laut Anbieter die erfassten Prozesswerte über die gesamte Wertschöpfungskette weiterverarbeiten und mit den Daten zu Aufträgen, Artikeln und Chargen bzw. mit denen aus dem Qualitätsmanagement- und der Instandhaltung verknüpfen. So sollen sich in Echtzeit die Zusammenhänge besser erkennen lassen.

Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten

Die konkreten Anwendungsszenarien des neuen Moduls sind vielfältig, heißt es in einer Pressemeldung. Ein Kunde aus der Metallindustrie hat beispielsweise mehrere automatisierte Gießanlagen an die MES-Lösung angebunden und setzt das PRM-Modul als effektives Frühwarnsystem ein. Die mit der SPS-Maschinensteuerung vernetzten Sensoren erfassen hier unter anderem den Druck im Vergießofen. Damit wird die Zeit seit dem letzten Einfüllen des Flüssigeisens überwacht. Eine zu lange Standzeit würde sich negativ auf die Qualität der Schmelze auswirken. Und die ist in einer Gießerei von entscheidender Bedeutung.

Mithilfe des neuen Tools werden Grenzwertüberschreitungen über Warnleuchten optisch signalisiert und dem verantwortlichen Mitarbeiter zugleich über das System gemeldet. Beides, sowohl die Meldungen als auch die Durchführung der für diesen Fall vorgegebenen Maßnahmen (Schmelze aufzufrischen), muss quittiert werden. Zudem kann über ein Cockpit jederzeit und von überall mit jedem Endgerät auf sämtliche Maschinenstatus, Prozesswerte und Rückmeldedaten zugegriffen werden. Auf diese Weise kann man reagieren noch bevor Probleme auftreten. Dies kann im nächsten Schritt dazu verhelfen, Ausschuss, Produktionsstillstände und Schäden an den Anlagen zu vermeiden.

Ebenfalls überwacht wird die Standzeit der Schmelze in der Vergießrinne bei Anlagenstillstand und die Temperatur in der Probenkokille. Letzteres dient als Unterstützung des Werkers bei der fertigungsbegleitenden Qualitätsprüfung. Zudem werden alle mit dem Gesamtprozess verbundenen Störzeiten automatisch erfasst, protokolliert und über manuelle Meldungen am Maschinenterminal den Stillstandsgründen zugeordnet, heißt es weiter.

Die in Hürth bei Köln ansässige Idap agiert als MES-/SAP-Integrationsspezialist für die diskrete Fertigung. Auf Basis maßgeschneiderter Lösungen will man die Produktions- und Logistikprozesse der Kunden digitalisieren und vernetzen. Dabei bietet man nicht nur Beratungs-, Implementierungs- und Optimierungskompetenzen, sondern auch Support in den Bereichen SAP, MES, Business Intelligence und Mobile.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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