Ein Beispiel aus dem Schiffsbau

IoT-Szenario für Projektfertiger

Der Microsoft-Dynamics-Partner Cosmo Consult präsentiert ein neues Industrie-4.0-Szenario, das sich insbesondere für Projektfertiger eignen soll.

IoT-Beispiel im Schiffsbau

Bei dem skizzierten IoT-Beispiel setzt ein Schiffseigner mit Sensoren versehene, intelligente Ruder ein.

Das eigens für die Hannover Messe vom 23. bis 27 April 2018 konzipierte Szenario zeigt an einem Beispiel aus dem Schiffbau, wie Unternehmen mit modernen Technologieplattformen die Zusammenarbeit mit Projektdienstleistern optimieren können. Dabei sollen Internet-of-Things-Technologien (IoT) dabei helfen, die Projektfortschritte im Blick zu behalten, Qualitätsberichte mobil zu erstellen und Kunden mit zusätzlichen Servicedienstleistungen während des Produktlebenszyklus zu unterstützen.

Bei dem Beispiel setzt ein Schiffseigner intelligente Ruder der Becker Marine Systems GmbH ein. Auf den Rudern angebrachte Sensoren überwachen im laufenden Betrieb das Verhalten der Ruder und stellen die Zustandsinformationen in der Azure Cloud von Microsoft zur Verfügung. Der Hamburger Schiffsausrüster beobachtet die Werte im Rahmen der vorausschauenden Wartung, neudeutsch Predictive Maintenance. In dem Szenario deuten Abweichungen auf den übermäßigen Verschleiß eines Ruders hin. Becker Marine Systems informiert den Schiffseigner, dass es in absehbarer Zeit zu einer Fehlfunktion kommen könnte und empfiehlt den Austausch. Ein Vorteil der vorausschauenden Wartung sei die langfristige Planbarkeit. Da potentielle Betriebsrisiken frühzeitig entdeckt werden, könne man Servicetermine zum betrieblich günstigen Zeitpunkt ansetzen. Der Schiffseigner nutzt in diesem Fall die routinemäßige TÜV-Revision seines Frachtschiffs dazu, das Ruder auszuwechseln, heißt es in einer Pressemeldung.

IoT-Technologien sorgen für Transparenz

Auch bei der Montage des neuen Ruders setzt Becker Marine Systems auf IoT-Technologien. Die Informationen, die bei der Vorbereitung zur Montage, beim Einbau des Ruders und der finalen Abnahme durch die Qualitätssicherung entstehen, werden – unabhängig davon, ob sie mobil erfasst oder von Sensoren gemeldet werden – ebenfalls in der Cloud bereitgestellt. Alle auf die Werft gelieferten Bauteile sind laut Anbieter ab Werk mit Sensoren ausgestattet, die laufend aktuelle Standortkoordinaten melden, damit die Servicetechniker per Tablet oder Smartphone die gelieferten Teile orten und rasch mit den Montagearbeiten starten können.

Dreidimensionale CAD-Modelle der Ruderanlage auf mobilen Endgeräten sollen die Techniker dabei unterstützen, jeden einzelnen Arbeitsschritt fachgerecht auszuführen. Bei der späteren Qualitätssicherung prüfen Spezialisten die ausgeführten Arbeiten, etwa die Qualität der Schweißnähte, anhand elektronischer Checklisten auf mobilen Endgeräten. Anschließend werden die digitalen Prüfprotokolle zum vollständigen Bericht ergänzt.

Ein Vorteil der skizzierten digitalisierten Arbeitsabläufe ist die gewonnene Transparenz, heißt es weiter. Die Lösung von Cosmo Consult informiert Becker Marine Systems automatisch über den aktuellen Verlauf und Projektstatus – auch wenn sich der Montageort in einer asiatischen Werft befindet. Damit entfalle der größte Teil des sonst üblichen Kommunikations- und Abstimmungsbedarfs. Zudem sollen regelmäßige Rückmeldungen für eine hohe Sicherheit entlang des Montageprozesses sorgen. Da Fehler und Abweichungen frühzeitig entdeckt werden, können die Mitarbeiter rechtzeitig gegensteuern, was zu einer insgesamt höheren Prozessqualität führt.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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