Die Segel richtig setzen

IT-Systemhäuser im Wandel

Klassische Systemhäuser wandeln sich hin zum Managed-Service-Providern. Das Entwickeln von Standard-Service-Level-Agreements, die Auswahl der geeigneten Management-Tools für die Kunden-IT und die Schulung der Mitarbeiter machen hierbei wichtige Teilbereiche aus.

Cybercrime ist massiv auf dem Vormarsch. Hinter den Angriffen auf die Unternehmens-, Behörden- oder auch private IT stecken mittlerweile organisierte Verbrecherbanden, denen es meist um Datendiebstahl oder aber um das Erpressen von „Lösegeld“ für die Freigabe von blockierten Daten geht. Entsprechende Attacken zeigen, wie schnell die Lage ernst werden kann.

Vielen Mittelstandsgeschäftsführern und IT-Abteilungen ist daher längst klar geworden: Die Anforderungen an die IT werden – vor allem auch unter Sicherheitsgesichtspunkten – immer höher. Oft sind sie nicht in der Lage, den sicheren Betrieb der IT ohne externe Hilfe zu gewährleisten. Mit IT-Dienstleistern holen sie sich externe Hilfe ins Boot, die mit standardisierten IT-Services die IT-Infrastruktur sicher managt.

Um nicht in das Kielwasser der übrigen Anbieter zu geraten, heißt das für die klassischen Systemhäuser: Die Segel in den Wind drehen und einen neuen Kurs setzen – hin zum Managed-Service-Provider. Damit dieser Wandel gelingt, gilt es, sich vollständig auf den Kunden und dessen Bedürfnisse einzustellen. Das Entwickeln von Standard-Service-Level-Agreements, die Auswahl der geeigneten Management-Tools für die Kunden-IT und die Schulung der Mitarbeiter machen hierbei einen wichtigen Teilbereich aus.

Sprache der Kunden sprechen


Von entscheidender Bedeutung ist es aber vor allem, die Sprache der Kunden zu sprechen. Nur wer das Geschäft der Kunden versteht und sich mit diesem stetig austauscht, kann die individuellen Anforderungen erfassen, entsprechend berücksichtigen und zum strategischen IT-Berater des Kunden werden.

Denn: Aufgabe des Managed-Services-Providers ist es, am Horizont die richtigen (neuen) Trends zu erkennen und im Sinne des Kunden entsprechend zu navigieren. Er muss neue Technologiesprünge auf ihre Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit prüfen und mit seinem Kunden den Nutzen herausarbeiten. Der Weg in die Cloud ist beispielsweise unaufhaltsam. 40 Prozent der Unternehmens-IT-Infrastrukturen werden schätzungsweise in den nächsten Jahren in der Cloud betrieben. Dabei sind cloud-bezogene Dienste wie Mail, Spamschutz, Big Data und Backup nur Vorreiter.

Minimierung der Systemhauszahl


Viele Unternehmen managen ihre Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) bereits in der „Wolke“, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Rest folgt. Denn Cloud Computing bringt einige Vorteile: So minimiert sich z.B. das Haftungsrisiko für die Geschäftsleitung, da die Risiken aus dem Unternehmen ausgelagert werden. Ganz „nebenbei“ erhöht sich die Verfügbarkeit der IT-Systeme. Klar ist aber auch: Der Gang in die Cloud wird die Anzahl der IT-Systemhäuser aufgrund der notwendigen Spezialisierung und Kompetenzen in den nächsten zehn Jahren stark minimieren.

Von daher ist es umso wichtiger, sich über eine kundenorientierte Beratung abzugrenzen. Wer den Kunden abholt und seine Bedürfnisse versteht, wird gewinnen. Transparenz, Usability sowie stete Prozessverbesserungen sind die Hausaufgaben für den Managed-Services-Provider wie etwa IT-On.Net. Auch der Provider muss deswegen seine Mitarbeiter ständig fortbilden, um aktiv und gemeinsam mit dem Kunden in See zu stechen.

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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