Aktuelle IBM-Big-Data-Studie

Jeden Wunsch von den Daten ablesen

Die aktuelle IBM-Studie „Analytics: The real-world use of big data” zeigt, dass der Mittelstand weltweit das Thema Big Data in Angriff nimmt – etwa drei Viertel der befragten Unternehmen haben bereits mit Big-Data-Projekten begonnen oder planen solche.

Konkret ergab die Studie, dass sich 60 Prozent der befragten Mittelständler von Big Data Wettbewerbsvorteile erwarten, vor zwei Jahren lag dieser Wert bei 36 Prozent. Ein Vergleich zwischen Mittelstand und Großunternehmen zeigt, dass bei kleineren Unternehmen Big Data deutlich früher beginnt: Für zwei Drittel der Mittelständler liegt die Big-Data-Grenze bei einem Terabyte Datenvolumen – für die Mehrheit der großen Unternehmen beginnt Big Data erst ab 100 Terabyte.

Big Data mehr als nur Datenmenge

Doch das Datenvolumen ist nur ein Aspekt von Big Data, denn das Thema wird von den vier „Vs“ bestimmt – außer Volume sind dies Variety, Velocity und Veracity – also Menge, Form, Geschwindigkeit und Verlässlichkeit der Daten und deren Analyse. Laut Studie sind sich beim Thema Velocity große und mittelständische Unternehmen einig: Gut 20 Prozent der Befragten wollen ihre analysierten Daten sofort in Echtzeit zur Verfügung haben, ein weiteres Viertel innerhalb von einem Tag. Nur einem Drittel genügt es, wenn die Datenauswertung am nächsten Geschäftstag für die Entscheidungsfindung genutzt werden kann. Jedes sechste Unternehmen akzeptiert es, dass zwischen Datengewinnung, Analyse und Verfügbarkeit eine Woche liegt.

Beim dritten V – der Variety – dreht sich alles um die Form der Daten: Sie liegen entweder strukturiert oder unstrukturiert als Text, Audio- oder Videoformat vor und stammen aus unterschiedlichen Quellen wie Transaktionen, Messungen oder auch sozialen Netzen. Insgesamt zeigt sich laut Studie, dass der Mittelstand vor allem interne Daten für Big Data Analytics nutzt. So stehen mit 88 Prozent die Daten aus Transaktionen ganz oben auf der Big-Data-Liste, 81 Prozent der Informationen stammen aus dem Datalogging – also Prozesse, wo ein Maschine-Sensor-System die Daten erfasst. Zudem nutzt der Mittelstand weiteres Wissen, das aus E-Mails (58 Prozent) und Events (56 Prozent) generiert wird. Interne Daten sind vor allem deshalb die erste Wahl für Big Data Analytics, weil Unternehmen sie bereits seit Jahren über Enterprise Resource Planning (ERP) oder Business Intelligence (BI) sammeln, strukturieren und standardisieren. Externe Daten aus sozialen Netzen wie Facebook oder Twitter nutzen bisher 43 Prozent der befragten Mittelständler für Big Data.

Verlässlichkeit der Daten lässt sich bewerten


Übergeordnet für das gesamte Thema Big Data ist das vierte V – Veracity. Also wie gut ist die Verlässlichkeit und Qualität der Daten? Während Unternehmen den internen Daten meist großes Vertrauen entgegenbringen, sind externe Daten mit weitaus mehr Unsicherheit behaftet wie Wetter- oder Börsendaten. Big-Data-Systeme müssen diese Unsicherheiten bewerten und in die Analyse einbeziehen.

Für die Studie haben 2012 das IBM Institute for Business Value und die Saïd Business School (University of Oxford) weltweit mehr als 1.100 Unternehmen befragt – mehr als die Hälfte davon sind Mittelständler.

www.ibm.com/de/de

Bildquelle: © Thinkstock/iStockphoto

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