Umsicht in Krisenzeiten

Jetzt die Digitalisierung vorantreiben

Durch Corona mussten viele Mittelständler kurzfristig einen Schritt Richtung Digitalisierung gehen, der zwar schon lange geplant, aber in letzter Konsequenz nicht umgesetzt wurde. Grund genug für Ursachenforschung und Lösungsansätze.

Homeoffice Laptop

Die Corona-Krise ist ein digitaler Weckruf für viele kleine und mittelständische Unternehmen.

Die Covid-19-Pandemie trifft die fast vier Millionen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) in Deutschland wirtschaftlich besonders hart. Hunderttausende dieser Firmen sind nun existenzbedroht, obwohl sie vor der Krise gesund waren, wie eine Studie von Munich Strategy zeigt.

Zahlreiche Unternehmen haben über Nacht ihre Läden in Online-Shops umgewandelt oder ihre Beschäftigten ins Homeoffice geschickt. Es ist bemerkenswert, wie schnell und entschlossen viele Kleinunternehmer und mittelständische Entscheider auf die aktuelle Lage reagiert haben. Aber die Krise offenbart auch, dass der Mittelstand die Digitalisierung in den vergangenen Jahren zu zaghaft anging. Diesen Eindruck bestätigt der aktuelle Digitalisierungsbericht Mittelstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Die durchschnittlichen Digitalisierungsausgaben der KMUs sind in den vergangenen drei Jahren unverändert niedrig geblieben.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

 

Digitale Schwachstellen sind offenbar

Die Versäumnisse werden nun ersichtlich, denn die Krise funktioniert in gewisser Weise wie ein Brennglas. Sie zeigt auf, welche Digitalisierungsprozesse besser heute als morgen abgeschlossen sein sollten, wie Unternehmen etwa der Umzug ins Homeoffice oder der Aufbau von Online-Shops leichter gefallen wäre. Doch was nun? Folgt jetzt die digitale Transformation des Mittelstands im Rekordtempo?

In einer Zeit, in der Millionen Beschäftigte im Homeoffice arbeiten, wird deutlich, wie wichtig digitale Tools für gemeinsame Projektarbeit sind. Veraltete Technik kostet langfristig Zeit und Geld, darüber hinaus bietet sie eine erhöhte Angriffsfläche für Cyberkriminelle. In der Pandemie ist diese Bedrohung deutlich gestiegen. Der Industrieversicherer AGCS warnt, dass in manchen Regionen die Zahl der versuchten Cyberangriffe zwischen Mitte Februar und Mitte März um ein Fünffaches gestiegen sei.

Schon vor der Krise haben Cloud-Technologien Unternehmen ermöglicht, bei höchster Sicherheit standortunabhängig auf Dokumente zuzugreifen, sie zu teilen und sicher zu kommunizieren. Gerade jetzt gilt es, kluge Entscheidungen für die digitale Zukunft eines Unternehmens zu treffen. Eine neue Software hier, neue Prozesse dort – Insellösungen sind mit Vorsicht zu genießen. Sie kosten viel Geld, sind häufig nicht miteinander kompatibel und führen zu neuen Herausforderungen bei IT-Sicherheit und nahtloser Zusammenarbeit.

 

Digitale Möglichkeiten entdecken

Die Krise ist ein digitaler Weckruf für viele kleine und mittelständische Unternehmen. Jetzt gilt es, die Transformation mit möglichst viel Umsicht zu gestalten. Um Mittelständler auf ihrem Weg zu unterstützen und bestmöglich mit Informationen zu versorgen, hat Microsoft Deutschland die Veranstaltungsreihe „Virtual Mittelstand Tour“ ins Leben gerufen. In kurzweiligen, praxisnahen Webcasts werden bei dem virtuellen Angebot Beispiele und Lösungen für die sichere digitale Zusammenarbeit vorgestellt.

Damit möglichst viele mittelständische Unternehmen (digital) gestärkt aus dieser Krise hervorgehen, ist es das Ziel der virtuellen Mittelstand Tour gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk dazu beizutragen, dass jedes Unternehmen seinen Weg in die Zukunft findet – informiert und mit Umsicht.

Bildquelle: Gettyimages/iStock

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