Checkliste: Digitalisierung im Mittelstand

Kurze Sprints vonnöten

Auch Mittelständler müssen ihre Geschäftsmodelle, Prozesse und Services digitalisieren. Wie sie dabei vorgehen können, zeigt die folgende Checkliste.

Athlet beim Sprint

Außer ihren veralteten IT-Strukturen sollten Mittelständler auch ihre Arbeitsweisen modernisieren, wenn sie agil, flexibel und effizient arbeiten wollen.

Digitalisierungsstrategien erarbeiten

Als spezialisierte Experten nutzen viele Mittelständler integrierte IT-Lösungen, die die Effizienz im jeweiligen Arbeitsumfeld erhöhen. Diese Teilspezifizierung ist häufig notwendig, kann jedoch der Entwicklung und Umsetzung einer IT-Strategie im Wege stehen. Doch ohne Digitalisierungsstrategie finden viele Prozesse, die man mittels Software optimieren könnte, zu wenig Beachtung – mit der Folge, dass Unmengen an Daten und Systemen nicht in die IT-Systemlandschaft integriert sind. Zudem haben viele Mittelständler nicht genügend IT-Fachpersonal und laufen Gefahr, den Anschluss an die fortschrittlichere Konkurrenz zu verlieren. Die Lösung: eine zukunftsweisende IT-Strategie, die ein gut positionierter CIO mit einem schlagkräftigen IT-Team zielstrebig verfolgt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

IT-Infrastrukturen modernisieren

Mittelständler neigen oft zu lokal optimierten Einzellösungen und haben über die Jahre komplexe und heterogene IT-Strukturen aufgebaut. Eine Optimierung ist aufgrund  siloartiger IT-Architekturen
häufig problematisch. In solchen Fällen können IT-Dienstleister wie Arvato Systems bei der Anpassung der Geschäftsmodelle unterstützen, passende IT-Strategien entwickeln und geeignete Lösungen in die Cloud migrieren. Die Transformation sollte alle Cloud-Ebenen berücksichtigen –
PaaS, IaaS und SaaS – und schrittweise im laufenden Betrieb erfolgen.

Cloud-basierte Lösungen nutzen

Größtmögliche Flexibilität bietet ein Multi-Cloud-Ansatz. Die Entscheidung, welche Lösungen man in der Private Cloud eines deutschen Anbieters betreibt und welche Anwendungen und Systeme man in internationale Public Clouds auslagert, sollte gut durchdacht sein. Ein IT-Dienstleister zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, skizziert adäquate Szenarien und erarbeitet eine bedarfsgerechte Kombination von dedizierten IT-Lösungen und verschiedenen Clouds. Daneben lagert er verschiedene Applikationen und Systeme in die Private Cloud aus, bindet Public Clouds möglichst sicher an die IT-Infrastruktur des Mittelständlers an und sorgt dafür, dass sich bei Bedarf im Projektverlauf weitere Services aus der Public Cloud einbinden lassen.

Agile Arbeitsweisen etablieren

Außer ihren veralteten IT-Strukturen sollten Mittelständler auch ihre Arbeitsweisen modernisieren, wenn sie agil, flexibel und effizient arbeiten wollen. Cloud-basierte IT-Infrastrukturen bieten eine Voraussetzung dafür. Entscheidend ist zudem die Balance aus Standardisierung und Individualisierung: Die Software-Basis sollte möglichst homogen sein, während einzelne Lösungen funktional angepasst werden. Um agil arbeiten zu können, müssen sie sich von etablierten, aber schwerfälligen Prozessen verabschieden. Es gilt, mutig zu sein und schnell zu entscheiden. Anstatt monatelang ein Pflichtenheft zu erarbeiten, braucht es kurze Sprints, in denen IT-Experten kleine Teilaufgaben umsetzen – und dann analysieren, ob Ergebnis und Herangehensweise sinnvoll sind. Ist das der Fall, können schnelle Erfolge die Basis für das weitere agile Vorgehen bilden. Entpuppt sich ein Ansatz als wenig erfolgversprechend, sollten Unternehmen das Ergebnis verwerfen und einen neuen Versuch starten. Flexibilität ist auch bei der Projektarbeit gefordert: Ein Kernteam sollte über die gesamte Projektdauer für Stabilität sorgen. Daneben ist es sinnvoll, Mitarbeiter mit ergänzenden Fähigkeiten für spezielle Aufgaben einzubinden. Sie können unvoreingenommen an Probleme herangehen und aus externer Perspektive kreative Lösungsansätze entwickeln.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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