Tradition trifft Innovation

Logistikspezialist setzt bei der Digitalisierung auf die Cloud

Der Mittelständler Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co. KG ist ein typischer Vertreter der traditionellen „Stahl und Eisen“-Branche. Doch sein Voranschreiten in Sachen Digitalisierung ist ebenso innovativ wie die Migration der Unternehmensdaten in die Cloud.

  • Willenbrock Fördertechnik

    Die Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co.KG - Komplettdienstleister für Intralogistik und Vertragshändler von Linde Material Handling, der Linde-Gabelstapler aller Größen und Tragkraftklassen vertreibt.

  • Linde-Gabelstapler

    Logistikspezialist seit 1962

  • Leiterin der Abteilung Digitale Lösungen bei Willenbrock

    Ulrike Meyer, Leiterin der Abteilung Digitale Lösungen bei Willenbrock

Dieser Klassiker ist bekannt: Alle wichtigen Informationen der Kommunikations- und Verkaufsdisziplinen wie Marketing, Vertrieb und PR – d.h. Vertriebsmaterialien, Flyer, Broschüren, Produkttexte und weiteres Marketingmaterial – liegen auf unterschiedlichen Rechnern und werden nur auf Zuruf unter den Mitarbeitern geteilt. Wird allerdings schnell eine spezielle Unterlage benötigt, kostet die Suche nach der aktuellsten Version und das Versenden unzähliger E-Mails viel Zeit und Nerven. Zudem mussten die Außendienstmitarbeiter bei Willenbrock über eine VPN-Verbindung auf den hauseigenen File Server zugreifen, um dort gesammeltes Material abrufen zu können.

In Gebieten mit schwacher Internet-Verbindung funktionierte der Zugriff auf die Daten oft überhaupt nicht, vor allem wenn es sich um große Dateimengen handelte. Selbst im Firmennetzwerk war der mobile Arbeitsplatz manchmal nicht umsetzbar. Der uneinheitliche Datenbestand im Außendienst wurde zum Notstand, der dringlich einer Lösung bedurfte. Diese fand man schließlich im Cloud Computing.

Dabei entschied sich Willenbrock Fördertechnik dazu, das gesamte Vertriebsteam mit Dropbox-Business-Lizenzen auszustatten. Die Geschäftsführung war durch den privaten Gebrauch mit dem Produkt vertraut und wollte die Vorteile der Kollaborationsplattform für das eigene Unternehmen nutzen. Heute sind alle für den Vertrieb wichtigen Daten katalogisiert abrufbar. Der Mittelständler hat dabei genau festgelegt, welche Informationen zentral abgelegt werden, wobei man über die Admin-Konsole die Zugangsrechte kontrolliert.

„Mit der Lösung sind die Vertriebsmitarbeiter immer in der Lage, große Datenmengen wie Produktvideos oder Präsentationen abzurufen, um sie in einem Kundengespräch zu nutzen. Ich empfehle sogar, keine Dateianhänge mehr per E-Mail zu verschicken. Denn nur indem man Dokumente per Link versendet, kann sich jeder sicher sein, stets nur die aktuellste Version zu erhalten. Gleichzeitig hält man dadurch die eigenen Postfächer und die der Empfänger klein“, erklärt Ulrike Meyer, Leiterin der Abteilung „Digitale Lösungen“ bei Willenbrock.

Persönliches
Name: Ulrike Meyer
Alter: 39 Jahre
Hobbys: Bloggen, Videoschnitt
Ausbildung und Werdegang: Geboren in Oldenburg lebt und arbeitet Ulrike Meyer heute in Bremen. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Groß- und Einzelhandelskauffrau. Anschließend arbeitete sie zehn Jahre lang als Nutzfahrzeugverkäuferin (mit IT-Leidenschaft), bevor sie 2012 zur Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co. KG wechselt, um dort IT-Spezialistin für die Nutzfahrzeugbranche zu werden.
Derzeitige Position: Leiterin der Abteilung Digitale Lösungen bei Willenbrock

Raum für Wissenstransfer

Die Mitarbeiter der Abteilung „Digitale Lösungen“ wollten Dropbox Business auch für die Zusammenarbeit mit den Kunden nutzen. Beispielsweise arbeitete das Team mit einem Kunden, der mit einer veralteten Lackieranlage zu kämpfen hatte. Es wurde festgestellt, dass hohe Temperaturen das System zum Überlaufen bringen. Heute melden zwei neu installierte Sensoren Temperaturanstiege sofort. Das Logfile für die Sensoren liegt in einem Dropbox-Ordner, auf den sowohl die Mitarbeiter von Willenbrock als auch die des Kunden Zugriff haben. Auch zugehörige Infos und wichtige Datenanalysen werden dort abgelegt. „So wurde aus dem reinen Speicherort für Daten ein Raum für Wissenstransfer und Kollaboration. Auf diese Weise spart mein Team heute durchschnittlich zwei Wochenarbeitsstunden pro Mitarbeiter“, berichtet Ulrike Meyer.

Die gewonnene Zeit nutzen die Mitarbeiter, um die Digitalisierung des Logistikspezialisten weiter voranzutreiben. Da gibt es noch einiges zu tun, denn „Gabelstapler sind noch kaum digitalisiert, selbst Traktoren sind intelligenter“, meint Ulrike Meyer. Ihr Team arbeitet gerade an einem hauseigenen Programm, das über die von Dropbox bereitgestellte, offene Schnittstelle integriert sein wird, um Daten zwischen verschiedenen Systemen auszutauschen. „Intralogistische Prozesse und Digitalisierung kommen zusammen, wenn es darum geht, Daten abzulegen und verfügbar zu machen, sei es für den Lagerarbeiter oder den Logistikmanager. Die Kollaborationsplattform ist eine gute Lösung, um Daten in der Cloud schnell verfügbar zu machen und Informationsengpässe zu vermeiden“, erläutert Meyer.

Kurz und knapp …

In unserem Betrieb spielt die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) …
… in den Bereichen eine zentrale Rolle, die mit sich schnell ändernden Daten arbeiten. Die „On demand“-Verfügbarkeit der Datenressourcen wird zur geschäftskritischen Grundlage, egal ob es um die Kommunikation zwischen Innendienst und Versandabteilung oder dem Ersatzteilwesen und den Serviceberatern im Außendienst geht.

Die notwendigen Mittel vorausgesetzt, würde ich sofort die Einführung ...
… einer übergeordneten Plattform anstoßen, die es ermöglicht, dass bereits beim Start eines Lkws in München der Staplerfahrer in Norddeutschland weiß, wann das Fahrzeug an welcher Rampe abgeladen werden muss. Für die Umsetzung wäre Blockchain eine sehr geeignete Technologie.

Von ITK-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich ...

… innovative, realistisch umsetzbare Ansätze. Nur wenn Bestehendes erhalten und kontinuierlich ausgebaut wird, hat Innovation ein solides Fundament.

Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass ...

... schnell kundenfreundliche Lösungen gesucht werden. Sympathisch sind mir Anbieter, bei der die Person, die einen Anruf entgegennimmt, bereits erste sinnvolle Fragen zur Problematik stellen kann.

Bildquelle: Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co.KG

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