Datenmigration und Backup

Luxus-Reisemobilhersteller sichert sich ab

Im Automobilbau sind die Verfügbarkeit und die Sicherheit von Daten elementar. Dies gilt auch für den Hersteller von Luxus-Reisemobilen Concorde, der alle Daten aus der über 35-jährigen Produktion jederzeit auf Abruf benötigt. Bei ihm wurden die Verfügbarkeit, das Disaster Recovery und der Schutz der Daten vor Ransomware mit Lösungen von Storagecraft realisiert.

Luxus-Reisemobilhersteller Concorde

Die Historie von Daten muss beim Luxus-Reisemobilhersteller Concorde immer nachvollziehbar sein, um einen schnellen Ersatzteilservice garantieren zu können.

Eine besondere Anforderung bei Concorde ist, dass das Geschäftsmodell der Luxus-Reisemobile auch auf den historischen Daten von jedem einzelnen ausgelieferten Fahrzeug beruht. Gründe sind die lange Lebensdauer und der hohe Grad an Individualisierung der Reisemobile. Unterschiedlichste Ausstattungen müssen zu jeder Zeit nachvollziehbar und ein schneller Ersatzteilservice garantiert sein. Eine langfristige Dokumentation ist also integraler Teil der Concorde-Geschäftsstrategie. Mit einer Fülle an historischen Daten und einem Datenzuwachs von knapp 50 Prozent jährlich werden an die Speicherung und den Datenschutz hohe Anforderungen gestellt.

Scale-out als Zukunftslösung

So hielt der Concorde IT-Leiter Stefan Rodammer von Anfang an Ausschau nach einer Scale-out-Speicherlösung, die eine hohe Skalierbarkeit beim Speichervolumen und in der Performance bietet. Da Concorde in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Backup- und Recovery-Lösungen von Storagecraft gemacht hatte, war es naheliegend, sich deren Speicherlösungen anzuschauen. Schnell war klar, dass Storagecraft Onexafe – eine konvergierte Datenplattform, die Datensicherung mit Scale-out-Speicherung in einer Lösung vereint – den Anforderungen entspricht.

Insgesamt vier Systeme wurden in drei Clustern in den beiden redundanten Rechenzentren sowie an einer dritten räumlich getrennten Position im Unternehmen installiert und mit dem 10-Gbit-Glasfasernetz verbunden. Die Konfiguration und die Datenreplizierung sowohl für die Produktiv- als auch für die Backup-Daten wurden mithilfe des Storagecraft-Supports geplant und eingerichtet. Bereits im Dezember 2019 war dank des integrierten Speichermanagements und des Datensicherungs-Stacks in einer einzigen Dateninfrastruktur die Verwaltung unterschiedlicher Infrastruktureinheiten eliminiert.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Bring your own Drive

Im Anschluss erfolgte die Migration der Daten. Die Bewegungsdaten wurden innerhalb eines Wochenendes umgezogen. Zudem entschied sich Stefan Ro-dammer, ältere NAS-Laufwerke von CNC-Maschinen zu konsolidieren sowie diverse Abteilungsarchive mit rund zehn Terabyte zu übernehmen, um auch hier für Ausfallsicherheit zu sorgen.

Der Umzug der 60 Terabyte an Backups und der dazugehörigen Historie erfolgte in mehreren Schritten. Dabei nutzte Concorde als Festplatten bereits existierende und kompatible Platten aus anderen Systemen: Zuerst wurden die bestehenden Backup-Jobs auf eines der drei Cluster umgestellt und mit einem Voll-Backup begonnen. Anschließend erfolgte die Übertragung älterer Backups, sodass die Sicherung der letzten zwölf Monate übernommen sowie eine unterbrechungsfreie Datensicherung fortgeführt werden konnte. Nach einigen Wochen waren die gesamten historischen Backups verschoben und die restlichen bestehenden Festplatten umgebaut.

Betriebssicherheit und Schutz vor Ransomware

Für Concorde ist es wichtig, einen kontinuierlichen Betrieb zu garantieren und alle Daten zu schützen. Realisiert sind die stündlichen Backups via Storagecraft Shadowprotect und SPX in Verbindung mit dem Imagemanager. Überwacht werden sie von einer Shadowcontrol Appliance. Die Backup-Daten sind in einem Gebäude gespeichert, die Bewegungsdaten auf insgesamt drei Standorte repliziert. Zudem sind die Server in zwei weiteren Gebäuden in Echtzeit gespiegelt und das Backup in einem dritten Gebäude. Mit dieser Lösung ist im Katastrophenfall für eine Wiederherstellung der Daten und durch die Snapshot-Funktionalität für den Ransomware-Schutz gesorgt.

„2019 war die Zeit reif, ein Cluster mit einem Gesamtvolumen von 272 Terabyte und zwei weitere Cluster mit je 92 Terabyte in Verbindung mit einem redundanten Backup zu implementieren“, findet Rodammer. Vor dem Hintergrund einer raschen Migration der überwiegend unstrukturierten Daten, einer hohen Skalierbarkeit sowie einer Snapshot-Funktionalität für schnelles Disaster Recovery sei das erforderlich gewesen, so der Leiter des IT-Service. Für Concorde garantiert dies eine hohe Sicherheit.

Kurz und knapp

Im Interview mit Stefan Rodammer
Alter: 43 Jahre
Werdegang: mehr als zehn Jahre bei einer Siemenstochter in der IT
Derzeitige Position: seit 2013 IT-Leiter bei Concorde Reisemobile

In unserem Betrieb spielt die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) die wichtigste Rolle ...
… bei der Verfügbarkeit und der Sicherheit von Daten. Aktuelle sowie historische Daten von jedem einzelnen ausgelieferten Fahrzeug müssen jederzeit zur Verfügung stehen. Daher bauen wir auf IT-Lösungen, die uns genau diese Verfügbarkeit garantieren.

In unserer Branche muss regelmäßig in die IT investiert werden, weil …
… man in der IT eines mittelständischen Unternehmens kaum Zeit hat, sich mit aufwendigen administrativen Tätigkeiten aufzuhalten. Speziell in der Datenspeicherung, beim Backup und Recovery sowie beim Datenschutz müssen die Lösungen ohne viel Zeitaufwand pro-blemlos funktionieren.

Von ITK-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich, dass …
… sie wie in unserem Fall eine zuverlässige und erprobte Lösung bieten,
die einen geeigneten und zuverlässigen Schutz gegen Ransomware gewährleistet.

Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass …
… er bei der Planung und Installation beginnt und sich im Betrieb fortführt. Ideal ist es, wenn man in allen Stadien sehr wenig davon benötigt.


Bildquelle: Concorde Reisemobile GmbH

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