IoT für KMU

Machbare OpEx-getriebene Finanzierungsmodelle

Industrie 4.0 bringt laufend neue Entwicklungen auf den Markt und bietet Unternehmen so die Chance, Produktivität und Effizienz maßgeblich zu steigern. Allerdings stehen gerade KMU dabei vor einer großen finanziellen Herausforderung.

Iot-Anwendung in der Fabrik

IoT-Szenarien sind auch für KMU von wachsender Bedeutung – doch ihre Finanzierung ist für viele eine Herausforderung.

IoT-Projekte bedeuten in der Regel Investitionen in Hardware (zum Beispiel für Sensoren und Gateways), in Software sowie in begleitende Services, um beispielsweise von Maschinen gewonnene Daten im Sinne einer Predictive Maintenance zu analysieren. Die entstehenden Anschaffungskosten übersteigen häufig die finanziellen Möglichkeiten kleinerer und mittlerer Unternehmen.

Eine Lösung für diese Engpässe sollen Leasing- oder Mietmodelle bieten. Sie könnten die Liquidität, Bilanzneutralität sowie die Kreditlinie bei der Hausbank sichern. Zudem sparen KMU Steuern, denn sie könnten die monatlichen Raten absetzen.

Gemeinsam mit dem IoT-Spezialisten Datacake habe die Digitalisierungsberatung Alter Solutions Deutschland eine individualisierbare und schlüsselfertige IoT-Lösung für den digitalen Schankbetrieb entwickelt, die zu einem monatlichen Fixpreis (Bundle-Preis) nutzbar sei. Die IoT-Lösung übermittle mit Hilfe entsprechender Hardware wichtige Getränkeparameter von Schankbetrieben bzw. Brauereien per Mobilfunk an eine zentrale IoT-Plattform. Diese werte die Sensordaten aus und stelle sie über Dashboards bereit.

Das Finanzierungsangebot umfasse verschiedene Optionen – von Leasing- über Mietmodelle bis hin zu „Pay as you earn“. Je nach gewähltem Vertrag sei nicht nur eine entsprechende Anzahl an Hardware in der Leistung integriert, sondern auch vollumfängliche „As a Service“-Leistungen. OpEx-Aufwendungen sind für KMU meist vorteilhafter aufgrund der geringen Initialkosten, aber auch aufgrund der Flexibilität und Kalkulierbarkeit des Finanzierungsmodells.

 Mit OpEx-Finanzierungen könnten Unternehmen nicht nur monetäre Vorteile erzielen, sondern auch komplett neue Geschäftsmodelle erschließen. Hersteller von Produkten und Maschinen können durch den Einsatz von IoT-Technologien ihre Produkte deutlich besser überwachen und dadurch ihr gesamtes Geschäftsmodell zum gefragten „aaS“-Modell transformieren. Diese Modelle ließen sich auch auf viele andere Bereiche des wirtschaftlichen Lebens übertragen. Das wohl bekannteste Beispiel ist die gemietete Siebträgerkaffeemaschine für Gastronomiebetriebe. Die Unternehmer leasen das teure Gerät nicht monatlich, sondern zahlen pro zubereitete Tasse Kaffee. Gleichzeitig sorge der Hersteller mit einem Full-Service-Paket dafür, dass die Maschine regelmäßig gewartet werde und liefere nach Bedarf Verbrauchsmaterial wie Kaffeebohnen. Die IoT-Sensordaten der Maschine sind neben der Finanzierung dabei ein elementarer Bestandteil des Geschäftsmodells: dank ihnen weiß der Hersteller genau, wann eine Wartung ansteht.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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