Neue Logistiksoftware für Beinbrech

Masterartikel im Holzhandel

Der rheinland-pfälzische Holz- und Baustoffhändler Beinbrech GmbH & Co. KG arbeitet seit dem Jahr 2008 mit einem webbasierten ERP-System, dessen Funktionsumfang vom elektronischen Datenaustausch mittels Edifact bis hin zu branchenspezifischen Erweiterungen für den Holzhandel reicht. Seit wenigen Wochen läuft bei Beinbrech zudem eine neue Logistiksoftware, die via Schnittstelle in die ERP-Lösung integriert ist.

„Flaggschiff“ im B2C-Geschäft von Beinbrech: der 2011 auf 2.500 m2 erweiterte Baumarkt in Bad Sobernheim.

Das im Jahr 1821 gegründete Holz- und Baustoffzentrum Beinbrech GmbH & Co. KG deckt mit der Zentrale in Bad Kreuznach und vier Niederlassungen den gesamten Rhein-Main-Nahe-Raum ab. Das Unternehmen, welches jährlich etwa
80 Mio. Euro umsetzt, verfügt über eine Betriebsfläche von 150.000 m2 und betreibt seit über 40 Jahren ein eigenes Hobelwerk.

Mit acht Fachbereichen im Holz- und Baustoffsortiment zählt Beinbrech zu den führenden Unternehmen in Südwestdeutschland. Im B2B-Geschäft werden Bauhandwerker quer über alle Gewerke hinweg bedient. Ein Schwerpunkt der Marktbearbeitung besteht in der ständigen Betreuung und Belieferung von weit über 1.000 Zimmerei- und Dachdeckerbetrieben sowie Holzbauunter-
nehmen. Privatkunden werden mit Produkt- und Beratungsangeboten rund um die Themen Sanieren, Renovieren und Moder-nisieren angesprochen. Das „Flaggschiff“ im Privatkundensegment ist der 2011 auf 2.500 m2 erweiterte Baumarkt in Bad Sobernheim.

Branchenspezifika abgebildet

Nachdem die lange Jahre genutzte, zeichenbasierte Unternehmenssoftware vom Hersteller nicht länger unterstützt wurde, fiel nach einem Vergleich verschiedener Softwareprodukte für den Großhandel im Jahr 2008 die Entscheidung für die webbasierte Software Enventa ERP von Nissen & Velten. Die moderne Technologie der Software spielte dabei ebenso eine Rolle wie der Funktionsumfang und die Verwendung von Standarddatenbanken. Die Branchenspezifika des Holz- und Baustoffhandels wurden im Rahmen des Einführungsprojekts abgebildet.

Heute arbeiten 170 Anwender mit dem ERP-System. Dieses läuft in einer virtuellen Umgebung auf den Servern des nur wenige hundert Meter entfernten IT-Systemhauses Urano. Mit diesem ist die Zentrale von Beinbrech via Laserlink-Datenverbindung von Hausdach zu Hausdach verknüpft. Alle vier Niederlassungen der Firma sind per 10-MBit-Standleitung und 2,5-MBit-Backupleitung mit der zentralen IT-Infrastruktur verbunden. Jürgen Dörrbaum, Kaufmännischer Leiter und IT-Verantwortlicher bei Beinbrech, schätzt den Komplettumfang und die Offenheit des ERP-Systems: „Wir können jeglichen Geschäftsvorfall in unserer Software abbilden und haben keinerlei Medienbrüche.“ Hilfreich sei in der Praxis auch die durchgehende Struktur der Software. Selbst wenn ein Mitarbeiter einmal in einer anderen Niederlassung aushelfe, finde er sich durch die vertraute Arbeitsumgebung sofort zurecht. Unter anderem ist auch das Modul Kasse an allen fünf Standorten im Einsatz – sowohl im Thekenverkauf wie auch an den Baumarktkassen.

Nahtlose Edifact-Kommunikation

Im Bereich Baustoffe ist Beinbrech Gesellschafter der Kooperation Eurobaustoff, welche die Zentralfakturierung für alle gelisteten Lieferanten übernimmt. Über Enventa-Schnittstelle kommuniziert das Unternehmen mit dem Edifact-Netz der Eurobaustoffgruppe. Alle Direktgeschäfte zwischen Eurobaustoffpartnern werden zentral verrechnet. Die Rechnungen werden papierlos als Edifact-Datensatz übermittelt und im ERP-System verarbeitet. So erhält Beinbrech heute bereits mehr als die Hälfte seiner Belege via Edifact über die Eurobaustoffkooperation, was enorme Einsparungen im Verhältnis zur manuellen Bearbeitung, Freigabe und Archivierung möglich macht. Im Bereich Holz ist Beinbrech Gesellschafter der Kooperation Holzring. Auch diese Kooperation leitet die Lieferantenrechnungen via Zentralregulierung an Beinbrech weiter.

Im kundenspezifischen ERP-Packet der Firma Beinbrech wurden u.a. die Anforderungen des Holzhandels umgesetzt. Dazu zählt etwa die Pflege von Masterartikeln im Rahmen eines Rasterartikelsystems. Gerade für Bauholz und Hobelware ist es charakteristisch, dass eine Holzart in einer bestimmten Stärke und Breite sowie in verschiedenen Standardlängen angeboten wird. Bezeichnungen, Beschreibungen, Abbildungen und Preis werden im Masterartikel gepflegt und im System auf die verschiedenen Standardlängen vererbt. Darüber hinaus erlaubt der Zugriff auf den Masterartikel eine vollständige Übersicht sämtlicher im Lager vorhandenen Längen. So können für einen Auftrag bei Bedarf auch Teillängen geliefert oder auftragsbezogen Schnitte durchgeführt werden. Die sogenannte Schnittab-Funktion bietet Umrechnungsformeln für die Differenz zwischen Einkaufsmaß und Nutzungsmaß des Holzes beim Kunden und unterstützt den Vertrieb bei der Preisfindung.


Die Beinbrech GmbH & Co. KG

  • Geschäftsfeld: Holz- und Baustoffhandel
  • Gründung: 1821
  • Umsatz: 80 Mio. Euro
  • Mitarbeiterzahl: 250
  • Unternehmenszentrale: Bad Kreuznach

www.beinbrech.de

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