Security-Studie

Mehr Cloud für mehr Sicherheit?

Der Mittelstand macht sich IT-Sicherheitsrisiken nicht immer bewusst, doch können Schwachpunkte den unternehmerischen Erfolg beeinträchtigen. Rettung aus der Sicherheitsmisere kann aus der Cloud kommen.

Wie wichtig ist die IT-Sicherheit für CEOs? Quelle: IBM

Für eine im Februar 2016 erschienene Studie befragte IBM mehr als 700 Führungskräfte aus 18 Branchen zum Thema Cyber-Sicherheit in ihren Unternehmen. Das Ergebnis: Rund zwei Drittel der Topführungskräfte finden, ihr Unternehmen sei gut gegen IT-Sicherheitsrisiken aufgestellt. Doch nur 17 Prozent können Cyber-Schutz tatsächlich nachweisen. IT-Systeme werden, so die Studie, nicht in Zusammenhang mit der unternehmerischen Wertschöpfungskette betrachtet.

Die Folge: Führungskräfte sind sich der Relevanz von IT-Sicherheit für ihr eigenes Unternehmen nicht bewusst. Umso schwieriger ist es, die Chefs für Risiken zu sensibilisieren.

In mittelständischen Unternehmen erleichtern kurze Absprachen und flache Hierarchien die Informationsweitergabe zwischen IT-Experten und Führungsebene. Doch kommt dieser Vorteil gegenüber großen Konzernen bisher kaum zum Tragen.

Im Gegenteil: Das Problembewusstsein für IT-Sicherheit im Mittelstand ist sehr gering. Nur die wenigsten können ihr eigenes Ausfallrisiko abwägen und erkennen, welche Investitionen nötig sind. Grund dafür ist laut Studie auch der akute Fachkräfte- und Personalmangel in mittelständischen Unternehmen. Da oft Security-Spezialisten fehlen, wird die IT-Sicherheit fachfremden Kollegen aufgeladen. Doch diese können sensible Firmendaten vor Verlust, Manipulation und Diebstahl nicht ausreichend schützen. Meist protokollieren jene Mitarbeiter die entdeckten IT-Sicherheitsvorfälle bloß, statt effektiv gegen Cyber-Attacken vorzugehen.

Erst sensibilisieren, dann agieren

Die Ergebnisse der IBM-Studie sind alarmierend. Um jedoch bereits im Vorfeld von Cyber-Attacken einzugreifen, muss das Problembewusstsein für IT-Sicherheit gestärkt werden. Dazu sind folgende Fragen in Beisein der Führungsebene zu klären:

  • Wie stark sind Produkte und Know-how durch Cyber-Kriminalität bedroht?
  • Werden diese sicher geschützt?
  • Wie hoch ist das Ausfallrisiko?

Laut dem Anbieter ist die Bestandsaufnahme der erste Schritt, um Gefahren zu erkennen und Abwehrmaßnahmen einzurichten. Trotzdem ist nicht jedes Unternehmen gleich stark von IT-Sicherheitsrisiken betroffen. Das Gespräch mit einem Experten sei daher hilfreich, um die Notwendigkeit von Maßnahmen zu bewerten: Manche Unternehmen haben schlicht kein Ausfallrisiko.

Akuter Fachkräftemangel, fehlende Expertise aus den eigenen Reihen und mangelndes Problembewusstsein für IT-Sicherheit – wie kann der Mittelstand diesen Schwierigkeiten begegnen? Die Rettung kann mit der Cloud kommen. Sie ermöglicht es den Entscheidern, Verantwortung sowie Aufwände für IT-Sicherheit an einen Dritten, den Betreiber der Cloud, auszulagern. Die sensiblen Firmendaten, deren Sicherheit für wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg verantwortlich sein kann, liegen in den Händen von Experten. Erfahrene Cloud-Anbieter sorgen für ein ständiges Monitoring, analysieren alle IT-Sicherheitsvorfälle und wehren Cyber-Attacken ab, bevor sie Schaden anrichten können.

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