Migrationsprojekte

Mehr Mut zur Multi-Cloud

Im Zuge ihrer Digitalisierungsvorhaben treiben viele Unternehmen den Ausbau ihrer Cloud-Umgebungen voran – und stehen über kurz oder lang vor der Herausforderung, ihre vorhandenen Private- und Single-Vendor-Clouds in leistungsfähigere, aber auch komplexere Hybrid- und Multi-Cloud-Infrastrukturen zu überführen. Doch worauf kommt es bei dieser Migration an?

Symbolbild Cloud Computing

Angesichts dieser Vorzüge treiben Firmen von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis Enterprise ihre Cloud-Migration rasant voran.

Die Cloud ist längst in den Unternehmen angekommen: Microsoft Office 365, Cisco Webex und Extrarechenleistung von Amazon Web Services (AWS) gehören heute über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg zum Alltag der IT-Abteilungen. Sie ermöglichen es den IT-Verantwortlichen, benötigte Services effizient und günstig zu beziehen und bedarfsgerecht zu skalieren – und das, ohne kostspielige eigene Personal- und Hardware-Ressourcen vorzuhalten.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Angesichts dieser Vorzüge treiben Firmen von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis Enterprise ihre Cloud-Migration rasant voran. Dabei stoßen die einfachen Single-Vendor- und Private-Clouds, mit denen viele IT-Abteilungen gestartet sind, mit Blick auf die wachsenden Anforderungen und die steigende Anzahl an Cloud-Apps inzwischen längst an ihre Grenzen. Der naheliegende nächste Schritt ist es, die Cloud-Umgebung zu erweitern – wahlweise, indem zusätzliche Private-Cloud-Ressourcen aufgebaut oder Public Clouds eines anderen Anbieters hinzugefügt werden.

Je nach Modell entstehen so hochskalierbare und flexible Hybrid- oder Multi-Clouds, die den Unternehmen eine Reihe von Vorteilen erschließen: Zum Beispiel können IT-Teams damit für jede benötigte Anwendung die am besten geeignete Cloud wählen. Sie stellen die Weichen für künftige Erweiterungen der Cloud-Infrastruktur und machen sich nicht von einem Cloud-Provider abhängig („Vendor-Lock-in“). Ferner können sie Preise und SLA vergleichen und stets den günstigsten Anbieter wählen. Nicht zuletzt sammeln sie Erfahrungen mit verschiedenen Provider-Modellen und können so belastbare Best Practices für die Zukunft entwickeln.

Migrationsprojekt mit vielen Fallstricken

Bei allen Vorzügen dürfen die Unternehmen die Komplexität eines solchen Migrationsprojekts aber auf keinen Fall unterschätzen. Immerhin wird es mit jeder zusätzlichen Cloud schwieriger, den Überblick und die Kontrolle über die Anwendungen zu behalten und die Kosten zu kontrollieren. Und auch der administrative Aufwand nimmt mit jeder App, jedem Account und jeder Policy erheblich zu. Gehen Transparenz und Kontrolle verloren, kann es leicht zu Fehlern in der Konfiguration und Sicherheitslücken kommen – bis im schlimmsten Fall die Compliance und die Sicherheit der Daten in der Cloud gefährdet sind.

Unternehmen sind daher gut beraten, vor dem Wechsel auf eine Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebung frühzeitig erfahrene Partner hinzuziehen und mit ihnen gemeinsam eine durchgängige Management-Plattform zu implementieren, über die sich alle aktuellen und künftigen Centurylink-, AWS- und Azure-Cloud-Instanzen zentralisiert verwalten, überwachen und abrechnen lassen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die im Zuge der Cloud-Migration erzielten Effizienz- und Produktivitätssteigerungen auch dauerhaft realisiert werden können.

Die Kernfunktion jeder modernen Cloud-Management-Plattform ist es, Anwendungen in multiplen Clouds über den gesamten Lifecycle hinweg zu verwalten. Dafür muss die Lösung angebundene Clouds und Cloud-Anwendungen automatisch identifizieren und anschließend in einer ganzheitlichen Management-Oberfläche mit Echtzeit-Dashboards bündeln. So erhält der Kunde die Möglichkeit, kritische Business-Anwendungen effizient zu konfigurieren, automatisiert zu aktualisieren und bedarfsgerecht zu skalieren – und das unabhängig davon, über welche physikalische oder cloud-basierte Infrastruktur sie im Einzelfall bereitgestellt werden.

Cloud-Optimierung für alle Plattformen

Eine moderne Cloud-Application-Management-Lösung bietet Unternehmen überdies zahlreiche Ansatzpunkte, um die Performance, die Auslastung und die Abrechnung ihrer Hybrid- oder Multi-Cloud zu überwachen und zu optimieren. Einheitliche Dashboards für Cloud-Lösungen machen es den Verantwortlichen dabei leicht, den Überblick über die Workloads und die auflaufenden Kosten zu behalten und aussagekräftige Langzeit-Reports zur Cloud-Nutzung zu generieren. Diese bilden dann ein tragfähiges Fundament für die Entwicklung von Best Practices und die Definition angemessener Kostengrenzen.

Durch das Plus an Transparenz haben die Kunden in der Multi-Cloud-Infrastruktur darüber hinaus die Möglichkeit, vergleichbare Services per Mausklick beim jeweils günstigsten Anbieter zu beziehen. Und auch das Billing on behalf lässt sich komfortabel konsolidieren: Am Monatsende erhält das Unternehmen eine einzige vendor-übergreifende Rechnung.

Die Bündelung der Public und Private Clouds in einer einheitlichen Management-Oberfläche eröffnet Unternehmen die Option, die Einrichtung neuer Clouds in weiten Teilen zu automatisieren. So lässt sich beispielsweise die Bereitstellung von zusätzlichen virtuellen Maschinen, Web-Services und Rollen in der Regel effizient über Templates automatisieren. Und auch in den Bereichen Policy Enforcement, Monitoring und Compliance Auditing lassen sich viele Abläufe automatisch abwickeln.

Eine integrierte Cloud-Management-Plattform ist nicht nur ein praktisches Self-Service-Portal für den Kunden, sondern kann auch für die Einbindung von Managed-Services des Providers verwendet werden. Dies ermöglicht es den Unternehmen, viele Routineaufgaben mit wenigen Klicks an das externe Team des Hosting-Partners auszulagern. Das entlastet nachhaltig die wertvollen eigenen Fachkräfte und ist in der Regel auch mit Blick auf die Service-Qualität eine Verbesserung.

Fazit: Mehr Cloud wagen

Hybrid- und Multi-Cloud-Modelle eröffnen Unternehmen heute viele Möglichkeiten, um ihre Cloud-Infrastrukturen auf ein neues Level zu heben. Durch die Einbindung verschiedener Provider vermeiden sie es, sich von einem einzigen Anbieter abhängig zu machen, und können ihre Dienste oft zu attraktiveren Konditionen beziehen. Mit Blick auf die höhere Komplexität der Infrastruktur gilt es aber, frühzeitig erfahrene Partner wie etwa Centurylink ins Boot zu holen – und gemeinsam mit ihnen die richtigen Tools für ein effizientes Cloud-Management zu implementieren.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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