Neue Studie zur Digitalisierung

Mit Künstlicher Intelligenz durchstarten

Nicht erst beim jüngst beendeten Digitalgipfel, sondern bereits im Rahmen des Eco-Kongresses am 28. November 2018 in Köln ging es um Digitalisierung, Visionen und die Frage, wo Deutschland im Jahr 2030 stehen wird.

Alexander Rabe, Eco

Alexander Rabe, Geschäftsführer beim Eco-Verband

Im Rahmen ihrer Digitalstrategie will die Bundesregierung das Land fit für die Zukunft und damit im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig machen. In diesem Zusammenhang thematisierte der Internetverband in einer gemeinsam mit Yougov durchgeführten Umfrage unter 500 Entscheidungsträgern, inwieweit es hierzulande eine Zustimmung zur Digitalisierung in der Wirtschaft gibt. „Digitalisierung wird von Menschen für Menschen gemacht. Die Umsetzung ist allerdings immer unterschiedlich“, erläutert Alexander Rabe, Geschäftsführer beim Eco, die Voraussetzungen.

Laut Studie sind drei von vier Entscheidungsträgern (76 Prozent) der Ansicht, dass die Digitalisierung in Deutschland für Wirtschaftswachstum sorgt. Zudem betonen 87 Prozent der Befragten, dass sich Unternehmen in Deutschland völlig auf die Digitalisierung einstellen, um auch noch in zehn Jahren bestehen zu können. Um dies zu fördern, bedarf es nach Ansicht von Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des Eco-Verbands, einer gezielten Förderung von Schlüsseltechnologien wie Internet of Things (IoT), Blockchain und Künstlicher Intelligenz (KI), um die erfolgreiche Digitale Transformation zu ermöglichen.

KI dominiert vor allem in Asien

Im Rahmen ihrer KI-Strategie will die Bundesregierung in den nächsten Jahren drei Milliarden Euro investieren. Dies scheint auch dringend nötig, will man nicht komplett den Anschluss verlieren. So erklärt Alexander Rabe, das KI-Technologien nur funktionieren, wenn die Datenbasis stimmt. Gemäß einer aktuellen EU-Studie werden jedoch nur vier Prozent aller weltweiten Daten in Europa gehostet. Eine denkbar schlechte Ausgangslage für erfolgreiche KI. Denn KI-Technologien „wohnen“ derzeit vor allem in Asien.

Grundsätzlich gewinnen IoT und KI im Zuge der Digitalen Transformation zunehmend an Bedeutung: Die produzierende Industrie in Deutschland muss heute Produktionsanlagen im „Internet der Dinge“ vernetzen, um auch zukünftig weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser Aussage stimmen 81 Prozent der Befragten zu. Doch dies gelingt nur, wenn die Lösungen sicher sind: Die zunehmende Vernetzung im „Internet der Dinge“ stellt Unternehmen vor neue Sicherheitsherausforderungen, dieser Aussage stimmen 90 Prozent der Befragten zu.

Wachsende Security-Herausforderungen können die Unternehmen unter anderem mit Methoden der Künstlichen Intelligenz bewältigen. KI und Maschinelles Lernen können Security-Verantwortliche bei Routine-Aufgaben unterstützen, etwa um Sicherheitswarnungen richtig zu bewerten – dieser Aussage stimmen 72 Prozent der Entscheidungsträger zu. In einigen Jahren werden Systeme der KI die Diagnose von Cyberangriffen weitestgehend autonom übernehmen, dieser Ansicht sind 62 Prozent der Befragten.

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