Digital unterstütztes Lernen

Mit „New Learning“ in Richtung Zukunft

Globalisierung und Digitalisierung sind entscheidende Treiber im Wandel von einer Industrie- zur Wissensgesellschaft. Zukunftssichere Weiterbildungsmethoden verlangen hierbei zwingend nach neuen Ansätzen. Folgerichtig muss „New Learning“ für Unternehmen das Ziel sein und zum Standard werden.

Frau mit Tablet

Digitale Lösungen gewähren Lernenden den Einlass zu ganz neuen Lernwelten und -methoden.

In der beruflichen Fort- und Weiterbildung steckt viel ungenutztes und noch mehr digitales Potential. Gerade die Generationen der „Gen Z“ und „Millennials“ wuchsen in einem multimedial geprägten Umfeld auf. Der klassische Frontalunterricht sowie das analoge Lernen in Klassenzimmern, Auditorien oder Konferenzsälen sind etablierte, aber auch sehr alte Ausbildungskonzepte für das Vermitteln und Erlernen von Wissen und Fähigkeiten.

„New Learning“ dagegen trennt im Ansatz grundsätzlich Lehrer und Lernende von einheitlichen, kollektiven Bildungsprozessen und kann so auf die individuellen Bedürfnisse, Ziele, Wünsche und letztlich auch auf Fähigkeiten und Vorlieben des Einzelnen reagieren. Natürlich soll digitales Lernen die klassische Lernmethoden und lineares Studieren nicht ersetzen, doch sicherlich um einige technologische Optionen ergänzen.

E-Learning für mehr Flexibilität

Der Wandel von einer Industrie- zur Wissensgesellschaft ist entscheidend durch Digitalisierung und Globalisierung geprägt. Wahrnehmung und Anspruch verändern sich. Lernende und Studierende im Allgemeinen, Mitarbeiter auf Unternehmensebene im Speziellen werden früher oder später KI-Technologien als selbstverständlich akzeptieren: Technologien, die Ausgangsniveau und Lernkurve und anhand dieser Informationen den Lernpfad in Bezug auf Zeitmanagement, Prioritäten und Intensität des Studiums erstellen und aktualisieren können. Das erfordert sicherlich eine sorgfältige Datenerhebung und -nutzung inklusive intelligenter Datenschutzmaßnahmen.

Laut der aktuellen Benchmarking-(Teil-)Studie zum Thema „Betriebliches Sprachtraining und E-Learning“, herausgegeben vom E-Learning Journal, werden mit 80 Prozent vor allem die Flexibilität digitaler Trainingslösungen und mit fast 60 Prozent die Standortunabhängigkeit hervorgehoben. Dagegen sind Kosten und Skalierbarkeit zwar relevante, aber überraschenderweise keine finalen Faktoren im Entscheidungsprozess „Für und Wider“ digitales Lernen. Ein zentrales Argument gegen betriebliches E-Learning ist für über zwei Drittel (39,2 Prozent) der befragten Unternehmen der fehlende persönliche Kontakt zum Dozenten oder Coach. Rosetta Stone stellt aber z.B. seinen Sprachstudenten das Äquivalent eines qualifizierten Mentors gegenüber. Dieser hilft, unterstützt, ermutigt und erklärt, wenn nötig treibt er und schubst auch mal an und bietet Inhaltsüberprüfungen oder Lernkontrollen an.

Dann gibt es auch noch die Virtual Reality (VR) bzw. die computergestützte Erweiterung der Realität (Augmented Reality, AR): Reale Umgebungen werden simuliert und um virtuelle Effekte und digitale Informationen ergänzt. Solche Lernebenen sind deutlich motivierender, relevanter und somit nachhaltiger für Lernende. Man kann mit anderen Studenten interagieren, sich austauschen und gemeinsam lernen.

Keine Konkurrenz zum analogen Lernen

Digitale Lösungen gewähren Lernenden den Einlass zu ganz neuen Lernwelten und -methoden. Digital unterstütztes Lernen sollte also nicht in Konkurrenz zum analogen Lernen stehen. Vielmehr sollte das „New Learning“ als Modell die etablierten Lernmethoden unterstützen und um zeitgemäße Optionen bereichern. Durch digitales Lernen können Lerninhalte und -tempo besser an individuelle Bedürfnisse und Präferenzen angepasst werden. Vor allem aber lässt sich E-Learning komfortabel in alle digitalen Geschäftsprozesse implementieren. Letztlich entlastet digital unterstütztes Lernen Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen – dezentral und zeitunabhängig.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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