Prognose zur Digitalisierung

Mobiler Traffic soll um das vierfache steigen

Eine neue Studie blickt in die Zukunft und fragt, wie weit Deutschland im Jahr 2022 mit der Digitalisierung sein wird.

Geschäftsmann mit Smartphone

In vier Jahren sollen auf jeden Bundesbürger rund 10 vernetzte Geräte kommen.

In Deutschland sollen sowohl der Datenverkehr als auch die Anzahl der vernetzten Geräte weiterhin stark ansteigen. Das zeige der jährliche Cisco Visual Networking Index (VNI). Gleichzeitig werde deutlich, dass Deutschland noch mehr in den Breitbandausbau investieren muss. Hochgerechnet auf den Status Quo wachse die Durchschnittsgeschwindigkeit zwar von 44 auf 75,2 Mbit/s. Doch im Vergleich mit Industrienationen wie USA (100,5 Mbit/s) und China (98,9 Mbit/s) zeige sich, dass nun weiter konsequent daran gearbeitet werden muss, den Anschluss noch zu schaffen.

„In vier Jahren kommen auf jeden Bundesbürger rund 10 vernetzte Geräte, 2017 waren es weniger als 6“, sagt Uwe Peter, Director Service Provider von Cisco Deutschland. „Gleichzeitig wird sich der Netzwerkverkehr in Deutschland mehr als verdoppeln, hauptsächlich wegen immer mehr Videoübertragungen. Das bedeutet: Wir müssen in Deutschland nicht nur die Funkabdeckung in ländlichen Gebieten verbessern, sondern gleichzeitig auch in mehr Bandbreite investieren. Zusätzlich besteht wegen der Einführung von 5G weiterer Investitionsbedarf.“

M2M Kommunikation dominiert den Datenverkehr

Der mobile Datenverkehr wuchs hierzulande 2017 um 34 Prozent. Bis 2022 soll er um das Vierfache steigen. Neben Mobilität wird auch das Internet der Dinge eine immer größere Rolle spielen. So steige der Anteil der M2M-Module an den vernetzten Geräten in diesem Zeitraum von 41 auf 60 Prozent. Entsprechend sinken die Anteile von PCs (von 10 auf 6 Prozent), Tablets (von 5 auf 3 Prozent), Smartphones (von 18 auf 12 Prozent) und TV-Geräten (von 19 auf 14 Prozent).

Der mobile Video-Traffic steige von 2017 bis 2022 um das Fünffache. Dann sollen Videos 81 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs in Deutschland ausmachen. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 59 Prozent. Auch die Zahl der Internetnutzer steigt laut der Studie weiter an. In vier Jahren werden demnach 98 Prozent der Bundesbürger das Internet nutzen, 2017 waren es 91 Prozent. Die durchschnittliche Geschwindigkeit von Internet-Anschlüssen erhöhe sich in diesem Zeitraum von 40,7 auf 75,2 Mb/s, der Netzwerktraffic pro Kopf von 39,2 auf 101,7 GB.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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