AEB-Whitepaper

Mythen über Exportkontrolle Compliance entlarvt

Spätestens seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 hat der Begriff Compliance einen festen Platz in der Außenwirtschaft.

AEB-Whitepaper

Doch aus Unkenntnis der gesetzlichen Grundlagen der Exportkontrolle verstoßen viele Firmen gegen geltendes Recht, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ein Whitepaper des Stuttgarter Softwareunternehmens AEB räumt nun mit den verbreitetsten Irrtümern zum Thema auf. Einschränkungen des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) betreffen keinesfalls nur Hersteller oder Händler von Waffen oder anderen militärischen Gütern, sondern gelten für alle Warenbewegungen. Unternehmen, die Güter innerhalb der Europäischen Union verbringen oder in Länder außerhalb der EU ausführen, müssen prüfen, ob Embargos bestehen oder Genehmigungen einzuholen sind.

Dies geschieht anhand von regelmäßig aktualisierten Güter-, Personen- und Länderlisten. Geprüft wird auf Grundlage der Außenwirtschaftsverordnung, der EG-Dual-Use-Verordnung, den Embargo Verordnungen, der US-EAR (Export Administration Regulation) und der US-ITAR (International Traffic in Arms Regulation) sowie den Sanktionslisten. Unternehmen sprechen dabei auch von Exportkontrolle.

Um sicherzugehen, dass alle Vorschriften und Regelungen eingehalten werden, bietet sich die Nutzung entsprechender Software an. Diese stößt die notwendigen Prüfprozesse automatisiert an und gewährleistet, dass alle Prüfungen rechtzeitig durchgeführt werden. Das Compliance & Risk Management von AEBs Logistiksuite Assist4 soll gegen mögliche Rechtsfolgen bei versehentlichen Verstößen absichern.

Ein wichtiges Einsatzgebiet von Assist4 ist laut Unternehmen die Prüfung von Geschäftspartner-Adressen auf Übereinstimmung mit den Sanktionslisten zum Beispiel von UN-, EU- oder US-Behörden. Zur Absicherung der Exportkontrolle werden mit Assist4 Compliance & Risk Management Prüfungen der einschlägigen Vorschriften und Gesetze vorgenommen ­– in Deutschland sind dies das Außenwirtschaftsgesetz (AWG), die Außenwirtschaftsverordnung (AWV) und die EG-Dual-Use-Verordnung. Unter Umständen ist auch das Exportkontrollrecht der USA zu beachten, das Anspruch auf extraterritoriale Geltung erhebt. Das Assist4 License Management verwaltet die im Rahmen der Exportkontrolle zu verwendenden Individualgenehmigungen, während Allgemeingenehmigungen durch einen regelmäßigen Update-Service zur Verfügung gestellt werden. Wer die Auftragsabwicklung nicht in Assist4 bearbeitet, sondern in SAP, kann ebenfalls problemlos auf die gleichen Prüfmechanismen zurückgreifen, ohne den SAP-Workflow und -Belegfluss zu verlassen.

Dr. Ulrich Lison, Portfoliomanager Global Trade bei AEB, sagte: „Viele Firmen glauben, sie müssten sich nicht mit Exportkontrolle befassen, weil sie nicht exportieren oder weil sie nur im europäischen Umland tätig sind. Das aber kann sich als verhängnisvoller Irrtum erweisen, denn auf den Personenlisten stehen selbst deutsche und europäische Einträge. Die Pflicht zum Sanktionslisten-Screening besteht grundsätzlich, unabhängig vom Produkt und egal, in welchem Land der Empfänger sitzt. Händisch ist das nicht zu überprüfen - man braucht eine gut funktionierende Software, die automatisiert im Hintergrund den Datenbestand durchleuchtet, ohne die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit zu behindern.“  

www.aeb.de/aeo-compliance

Bildquelle: © Gerd Altmann/Pixelio

 

©2021Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok