Mit ERP zu mehr Transparenz

Nachhaltige Beschaffungsketten sind machbar

Konsequenz in der Produktbeschaffung ist für die Modeindustrie spätestens seit der Veröffentlichungspflicht eines CSR-Reports für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern ein großes Thema.

In der Textilproduktion ist nachhaltiges Handeln gefordert.

In der Textilproduktion ist nachhaltiges Handeln gefordert.

Seit April 2017 besteht für etliche Unternehmen die Pflicht zur Veröffentlichung eines sogenannten Corporate-Social-Responsibility-Reports (CSR). Bei der Erstellung des Berichts können moderne ERP-Lösungen wie beispielsweise Microsoft Dynamics 365 eine große Stütze sein.

 

Mit Monitoring besser entscheiden können

Denn ihre große Stärke ist das Aufdecken von Zusammenhängen zwischen verschiedenen Einzeldaten. Das verschafft dem Anwender nicht nur Vorteile fürs Image, sondern auch finanzielle. Denn liegen die Zahlen erst einmal offen, ist ein bewussterer Umgang mit Energie, Wasser und anderen Ressourcen möglich. Der wird in den meisten Unternehmen derzeit nur einmal jährlich auf den Prüfstand gestellt – eben in Form eines CSR-Reports. Damit wird die Chance auf ein permanentes Nachhaltigkeits-Monitoring verpasst und es lassen sich keine operativen oder strategischen Entscheidungen daraus ableiten.

Zwar liegen in den meisten Unternehmen die für den CSR-Bericht notwendigen Daten vor. Doch ohne eine integrierte ERP-Lösung müssen die Daten meist aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen werden. Das ist in der Regel sehr zeitaufwändig und fehleranfällig. Vor allem müssen die Daten in Zusammenhang gebracht und interpretiert werden, da nur so aus dem CSR-Report Handlungsszenarien für die Zukunft abgeleitet werden können. Eine Aufgabe, für die moderne ERP-Systeme konzipiert sind.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

CO2-Bilanz immer im Blick

Zur CO2-Bilanz einer Modemarke tragen zum einen die Produkte selbst bzw. Herstellungsprozesse bei, zum anderen auch mit ihrem Transport verknüpfte Prozesse. Bestenfalls werden die Emissionswerte der verschiedenen Dienstleister miteinander verglichen – genauso wie die CO2-Bilanz der einzelnen Produkte – und daraus Konsequenzen abgeleitet.

Die dafür nötige Datenbasis wird in einem ERP-System vorgehalten. Dieses fungiert als Pool für die unterschiedlichsten Datenquellen. Voraussetzung dafür ist, dass die CO2-relevanten Daten aller beteiligten Dienstleister hinterlegt werden.

Noch besser aber ist eine vertragliche Verpflichtung zum turnusmäßigen Hochladen von CO2-Kennzahlen. Hält dann ein Lieferant die dazu festgelegten Fristen nicht ein, wird das ERP-System vom passiven Datenpool zum aktiven Support: Es erinnert den Lieferanten automatisch an den Upload. Die fehlenden Nachhaltigkeitsdaten werden gut sichtbar im ERP-System markiert.

Die Erstellung eines CSR-Reports eignet sich aus Sicht des Beratungsunternehmens Xalution für Unternehmen jeder Größe – weil damit nachhaltiges Handeln gefördert und finanzielles Optimierungspotenzial offenlegt werden können.

HIGG-Index als Datenbasis

Dahinter verbirgt sich eine einheitl-iche Methodik zur Erfassung von Nachhaltigkeitsdaten bei der Textilproduktion. Die Erfassung ist jedoch derzeit noch freiwillig (Self-Assessment-Tool). Abgefragt werden über 100 verschiedene Merkmale über den kompletten Lebenszyklus von Bekleidungsprodukten hinweg – u.a.:
› Verwendete Materialien
› Herstellung   
› Transport   
› Entsorgung
› Verpackung
› Verwendung

Bildquelle: Gettyimages/iStock

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