Interior-Spezialist setzt auf AMS

Nah am Standard

Vedder, ein Anbieter hochwertiger Innenraumaustattung für Luxusachten und Residenzen, nutzt die Projektmanagement-Software ams.erp als zentrale Datendrehscheibe für die standortübergreifende Steuerung seiner Prozesse.

Luxusyachten

Der Yacht-Austatter Vedder setzt auf die Projektmanagement-Software von ams.

Besonders ist die Ausgangslage bei dem exklusiven Innenausbauer: Nach der Akquisition eines Wettbewerbers implementierte die Vedder GmbH in deren Stammhaus in Lüdinghausen die Geschäftssoftware, die bei dem übernommenen Unternehmen schon lange im Einsatz war. Der internationale Mutterkonzern des Anwenders habe der Entscheidung ausdrücklich zugestimmt.

Als das westfälische Traditionsunternehmen den bayrischen Marktbegleiter Loher Raumexklusiv im Jahr 2013 übernahm, sei dies im Rahmen der Strategie, die eigenen Kapazitäten und Kompetenzen im wahrsten Sinne ‚auszubauen‘ geschehen: An beiden Produktionsstätten konstruiert und fertigt das Unternehmen heute qualitativ hochwertige Komplettlösungen für den individuellen Innenausbau von Luxusyachten, Residenzen und sogar Privatjets.

Häufig genug werden akquirierten Firmen die Abläufe und Software-Infrastrukturen der Käufer übergestülpt. In diesem Fall verhielt es sich anders: Bereits vor der Fusion war die Entscheidung getroffen worden, in Lüdinghausen genau die Geschäftssoftware zu implementieren, die an dem hinzugekommenen Standort im niederbayrischen Haidlfing bereits seit 2003 eingesetzt wird. Somit konnte auf ein voll funktionsfähiges ERP-System zurückgegriffen werden, was den Prozess der Firmenintegration beschleunigte.

Dazu bedurfte es zunächst der Zustimmung des Mutterkonzerns Depa Global Interior aus Dubai. Vertreter der Holding schauten sich die Funktionsweise des ERP-Systems vor Ort in Haidlfing an und ließen sich genau erläutern, warum ams.erp die richtige Wahl sei. Entscheidend waren die auf die Anforderungen der Losgröße 1+ zugeschnittenen Funktionalitäten der Standard-Branchensoftware. Wilhelm Klostermann, der die Software gemeinsam mit Christoph Weikl als ERP-Projektleiter betreut, schildert die Beweggründe: „Bevor ich 2012 hierherkam, hatte ich in der Möbelindustrie 15 Jahre lang mit einer Software gearbeitet, die eher auf Serienfertigung ausgelegt war.“ Diese Software würde bei Vedder nicht funktionieren, denn vor allem der Ansatz bei der Stücklistenerstellung sei ein komplett anderer. „In der Möbelfertigung trifft man auf weitgehend auskonstruierte Produkte, für die sich vor Herstellungsbeginn problemlos Stücklisten generieren lassen. In der Einzelfertigung hingegen hat man zum Produktionsstart lediglich eine ungefähre Vorstellung vom Endprodukt. Erst im Produktionsverlauf setzt sich das Gesamtbild sukzessive zusammen“, beschreibt Klostermann die Herausforderung.

Eine zentrale Anforderung an die Software war folglich die Funktionalität der „wachsenden Stückliste“, die es ermögliche, dass wichtige Wertschöpfungsprozesse wie Konstruktion, Beschaffung und Produktion parallel stattfinden können: Die Beschaffungs- und Fertigungsabläufe können starten, während die Konstruktion noch in vollem Gange ist. ERP-seitig existiere zu Produktionsbeginn lediglich eine Auftragsposition mit einer nackten Stückliste, in die zunächst die Arbeitsgänge aufgenommen werden. Erst dann erfolge mit dem Schiffsdesigner, den Eignervertretern sowie den Vertretern der Werft die schrittweise Ausarbeitung der „General Details“. Und erst dann beginne die Stückliste zu wachsen. „Der große Vorteil liegt für uns darin, dass der Projektleiter die Schätzpreise bzw. die in den Stücklisten erfassten Werte – seien es Materialien oder Arbeitsstunden­ – sofort in der mitlaufenden Kalkulation einsehen kann. Das ist schon klasse, dass man die Kostenentwicklung von null kommend bis zu einem sehr detaillierten Grad erfassen kann“, konstatiert Christoph Weikl. Natürlich kann es vorkommen, dass die anfänglichen Schätzungen nicht aufgehen, weil aufgrund später Designentscheidungen oder Materialänderungen unvorhergesehene Arbeiten anfallen, die wachsenden Termindruck mit sich bringt. Daher ist es essenziell, alle projektrelevanten Termine immer im Blick zu haben.

Zumal dann, wenn bis zu zehn Großprojekte mit Laufzeiten von meist ca. zwei Jahren und viele kleinere Projekte wie Yacht-Umbauten oder Büroausbauten parallel laufen. „Nachträge, Änderungen, Abweichungen und Anpassungen gehören bei uns zum Tagesgeschäft. An dieser Stelle müssen wir flexibel sein – und diese Flexibilität bietet uns ams“, so Christoph Weikl. Die Prozessflexibilität bilde die Grundlage um die Vorgabe, so nah wie möglich am Standard der Software zu bleiben, umsetzt werden konnte. „Aufgrund seiner Branchenorientierung kann ams von Hause aus sehr viele unserer bewährten Prozesse abbilden“, betont Weikl. Als positiver Nebeneffekt nur weniger, kleinerer Anpassungen blieben die Wartungskosten sowie der Aufwand bei Releasewechseln und Updates gering.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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