Umstieg bei Schwank

Neues ERP sorgt für gutes Klima

Um in einem hoch dynamischen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, die Prozesse zu beschleunigen und Kundenwünsche besser erfüllen zu können, setzt der Kölner Heiz- und Kühlspezialist Schwank auf eine ERP-Lösung von Proalpha.

Heizlösungen für Flugzeughangar

Zum Portfolio des Mittelständlers zählen auch Heizlösungen für Flugzeughangar.

Die Schwank GmbH spielt in der „Champions League“, doch das Kölner Traditionsunternehmen kennt in der breiten Öffentlichkeit kaum jemand. Der Heizexperte ist Weltmarktführer – allerdings in einem hoch spezialisierten Nischenmarkt. Der Mittelständler entwickelt und realisiert Systeme zum Heizen und Kühlen von Sportstätten, Hangars, Industrie-, Gewerbe- und Logistikhallen. Das Spektrum reicht von 80 Quadratmeter großen Produktionshallen für Handwerksbetriebe bis hin zu riesigen Lagerhallen mit Flächen von bis zu 80.000 Quadratmetern. „Wir arbeiten mit der sogenannten Infrarottechnologie“, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Oliver Schwank. „Der Vorteil für unsere Kunden: Die Wärme ist sofort spürbar – genau dort, wo sie gebraucht wird. Ohne vorherige Aufheizphase.“

Im Vergleich zu klassischen Heizlösungen zeichnen sich Schwank-Produkte durch ihre hohe Energieeffizienz aus, speziell in großen Hallen. Um am Markt auch organisatorisch durch punktgenaue, schnelle und hocheffiziente Abläufe zu überzeugen, entschied sich Schwank 2015 für den Umstieg auf das ERP-System Proalpha. Mit Erfolg: Das Unternehmen ist für die Zukunft heute besser denn je aufgestellt und erzielt im deutschen Heimatmarkt überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten im zweistelligen Bereich.

Tradition und Moderne

Das Marktumfeld ist hoch dynamisch. Die Anzahl der Mitbewerber hat, weltweit gesehen, große Ausmaße angenommen. Das war nicht immer so, berichtet Schwank: „Mein Großvater gründete die Firma 1933. Er entwickelte auch die Infrarottechnologie und ließ sie sich 1938 patentieren. Seitdem entwickeln wir diese Kerntechnologie für unsere Produkte kontinuierlich weiter, inzwischen in dritter Generation. Als Marktführer muss Schwank den Mitbewerbern immer eine Nasenlänge voraus sein. Dabei stehen technische Innovationen und Qualität ,Made in Germany‘ im Vordergrund.“ Wettbewerbsentscheidend ist im deutschen und europäischen Markt der Wirkungsgrad einer Heizlösung. Grund dafür sind die vergleichsweise hohen Energiekosten.

In Nordamerika und Russland zählen dagegen Kriterien wie solides Design, gekoppelt mit niedrigen Investitionskosten. Speziell in den europäischen Märkten steht Schwank vor der Herausforderung, die Wirkungsgrade seiner Produkte immer weiter zu verbessern. „Die Wirtschaftlichkeit unserer Produkte ist hierzulande der entscheidende Faktor für unseren Markterfolg“, bestätigt Jan Merwitz, Leiter Finanzen, IT und Controlling bei Schwank, und sagt: „Unser ERP-System spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Es hilft uns dabei, unsere Prozesse zu vereinfachen und im Tagesgeschäft immer effizienter zu werden.“


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Eine Entscheidung für die Zukunft

Der Investitionsbedarf entstand, weil die zuvor installierte ERP-Lösung vom Hersteller nicht mehr weiterentwickelt und gewartet wurde. Seit die Wahl auf eine Proalpha-Lösung gefallen war, sorgt das ERP-System nun bei Schwank für einen durchgängigen Datenfluss entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das beginnt beim Außendienst, der im CRM-System Angebote und Aufträge erstellt. Dann prüft der Vertriebsinnendienst die Daten und gibt sie weiter an die Projektierung und Fertigung. Dafür werden ein Fertigungsauftrag angelegt und die Bedarfe ausgelöst, die über das ERP-System sogleich an den Einkauf übermittelt werden. Anschließend folgt die Kommissionierung: Anhand der übermittelten Informationen werden im Lager alle Teile zusammengestellt und an die richtige Fertigungsstation gebracht. Nach Abschluss der Fertigung folgen der Versand und die automatische Lieferschein- und Rechnungserstellung. Für alle Stationen ist das ERP-System die zentrale Datendrehscheibe.

Welche Module bringen dem Unternehmen den größten Mehrwert? Mobile Lösungen im Lager gehören unbedingt dazu: „Früher sind die Kollegen mit Stift und Papier durchs Lager gezogen und mussten jede Aktion nachträglich per Hand dokumentieren. Heute erledigen wir alles per Scanner und in Echtzeit“, sagt Schwank. Der Vorteil: Die „Schnittstelle Lager“ ist keine Unbekannte mehr. Alle Teile-, Material- und Bewegungsdaten werden unmittelbar erfasst – der aktuelle Lagerbestand ist umgehend im System abgebildet.

Enorme Vorteile bringt auch CA-Link, über das Proalpha direkt mit den CAD-Programmen Autodesk Inventor und Autocad in der Konstruktion spricht. Es stellt CAD-Modelle, technische Zeichnungen und Stücklisten aus dem Konstruktionsprozess so für nachfolgende Arbeitsschritte bereit. Hinzu kommt die Integration Workbench (INWB) als Brückenkopf zu Drittsystemen. „Wir haben darüber beispielweise die Betriebsdatenerfassung des Proalpha-Partners Tisoware angebunden“, bestätigt Merwitz und ergänzt: „Noch wertvoller ist für mich als Controller der Analyzer. Mit diesem Tool kann ich Daten in großer Fülle und in fast beliebiger Kombination auswerten und aufbereiten. In einer Geschwindigkeit, die vorher undenkbar war.“ Bei aller Begeisterung gibt es aber auch nach zwei Jahren im Echtbetrieb noch Entwicklungspotenzial. So z.B. beim Management-Cockpit für die Geschäftsführung. „Für die Aufgaben in der strategischen Unternehmensführung sind wir gerade dabei, ein Cockpit zu entwickeln“, sagt Schwank. „Wenn es so weit ist, werde ich mir dort sehr schnell einen Echtzeitüberblick über die wichtigsten Geschäftskennzahlen holen können.“

Ausblick: Gute Perspektiven

Hinzu kommen spannende Ausbauperspektiven. „Aus meiner Sicht nutzen wir das Potenzial gerade mal zu 50 Prozent“, sagt Merwitz. „Es gibt einige Module, die wir bisher gar nicht einsetzen. Deshalb werden wir unser ERP-System kontinuierlich erweitern – mittelfristig etwa um das Modul Web-Portal.“ Damit wird der Außendienst künftig über einen Web-Browser auf die für ihn wichtigen Daten im ERP zugreifen und im Gegenzug eigene Auftragsdaten in Echtzeit einspielen. Von überall aus, einfach mithilfe eines internetfähigen Endgeräts. Das entlastet den Vertriebsinnendienst und beschleunigt die Gesamtprozesse. Interessant ist für Schwank auch der Produktkonfigurator. Stichwort: Losgröße 1. Auch, wenn es um Heiz- und Kühlsysteme geht, wünschen sich Kunden immer individuellere Produktkonfigurationen. 

Schwank GmbH

Branche: Hallenheiz- und Kühlsysteme für Sportstätten, Hangars, Industrie, Gewerbe und Logistik
Standorte: Köln (Hauptsitz), weltweit zwölf weitere Niederlassungen
Mitarbeiter: 170 in Deutschland, 320 weltweit
Umsatz: ca. 50 Mio. Euro (2018)
www.schwank.de

Bildquelle: Schwank GmbH

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