Die private Wolke

OwnCloud 8 ist da

Zum Geburtstag eine neue Version: OwnCloud wird 5 und kommt in Version 8 auf den Markt.

Cloud Computing muss nichts mit Rechenzentren und Groß-IT zu tun haben. Es gibt auch die persönliche Cloud für jeden, mit der auf dem Webspace oder einem selbst betriebenen Server installierten Webapp OwnCloud.

Das Open-Source-Projekt ist jetzt fünf Jahre alt und bringt erneut eine neue Version heraus. Die kostenlose Community Edition von ownCloud 8 bietet mobile Clients für Android und iOS sowie Desktop-Clients für Windows, Mac OSX und Linux.

Verbesserte Sharing-Funktionen

Kernfunktion mit dem größten Nutzeffekt ist nach wie vor die Speicherung von Dateien in der Cloud sowie der Einsatz als Synchronisationsbasis für Kontakte und Termine. Ebenfalls sehr sinnvoll, aber etwas eingeschränkt, ist die Zusammenarbeit an Dokumenten innerhalb von OwnCloud.

Wer mit dem integrierten Dateiformat und den bloßen Grundfunktionen für Dokumente zufrieden ist, bekommt eine sinnvolle und einfach nutzbare Lösung. Die Integration von Word erfordert allerdings die Installation von OpenOffice oder LibreOffice auf dem OwnCloud-Server, da diese beiden Officepakete als Konverter für das Word-Dokumentenformat benutzt werden.

Die neue Version verbessert die Funktionen für den Austausch und die Synchronisation von Dateien. Dabei können Dateien nicht nur mit den bei OwnCloud registrierten Benutzern geteilt werden. Zusätzlich unterstützt die Software eine verbesserte Version des in OwnCloud 7 eingeführten „Federated Cloud Sharing“, das den einfachen Austausch von Dateien zwischen ownCloud-Servern erlaubt. Voraussetzung ist allerdings die Installation von OwnCloud 8 auf allen beteiligten Servern.

Die Entwickler haben außerdem das Teilen von Dateien mit Anwendern anderer Owncloud-Installationen überarbeitet: Die Weitergabe von URLs ist nicht mehr nötig. Das Eingeben des Benutzernamens, eines @-Zeichens und der URL der anderen Owncloud-Installation reicht. Der andere Nutzer erhält dann beim Login eine entsprechende Benachrichtigung.

Wie in den bisherigen Versionen können Daten nicht nur lokal gespeichert werden, sondern auch online (Dropbox, Google Drive, (s)FTP, Amazon S3, WebDAV, SMB/CIFS, OpenStack Swift). Dabei ist eine verschlüsselte Übertragung und Speicherung möglich.

Neue Provisioning-API

Die neue Version bringt zahlreiche Detailverbesserungen bei der Administration, der Verwaltung von Benutzern und Gruppen, eine neue Provisioning-API für die Fernsteuerung der Benutzerverwaltung und eine verbesserte Anbindung an Verzeichnisdienste (LDAP, Active Directory).

Besonders interessant für Anwender, die eine Vielzahl an Dateien mit OwnCloud verwalten: Häufig benötigte Dateien und Ordner können jetzt mit einem Favoritensymbol gekennzeichnet werden. Auch die Suchfunktion wurde überarbeitet, die Ergebnisse erscheinen jetzt direkt im Hauptfenster der gerade aktiven Ansicht. Dabei wird diese Ansicht zuerst durchsucht, sodass beispielsweise in der Kontaktansicht zuerst Kontakte mit dem Suchbegriff angezeigt werden, dann andere Objekte wie etwa Dokumente.

Die weiteren Änderungen beschränken sich auf kleinere Anpassung an der Benutzeroberfläche sowie ein etwas verändertes App-Konzept. So sind die Standard Apps Kontakte, Kalender und Dokumente nicht aktiviert, das muss der Anwender nach der Installation über den Menüpunkt „Apps“ erst noch erledigen. Der Überblick über die Apps ist jetzt besser und darüber hinaus gibt es umfangreichere Informationen über die Funktion jeder einzelnen App.

Bildquelle: 4774344sean / Thinkstock

OwnCloud 8

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