Private Cloud für den Mittelstand

OwnCloud 8.1 mit verbesserter Verschlüsselung

Die neue Version bringt höhere Geschwindigkeit und mehr Sicherheit. Außerdem wird der Veröffentlichungsrhythmus geändert: Upgrades gibt es quartalsweise.

Fünf Monate hat es gedauert: Die neue Version von OwnCloud ist verfügbar und trägt die Versionsnummer 8.1. Das ist nicht ganz der Veröffentlichungsrhythmus, der eigentlich gelten sollte: Ursprünglich war geplant, alle drei Monate ein Major Release mit neuen Funktionen herauszubringen.

Das soll allerdings in Zukunft klappen, die nächste Version 8.2 ist für den Oktober geplant. Anschließend geht es dann 2016 mit der Version 9.0 weiter. In Zukunft soll jedes Jahr eine neue Hauptversion erscheinen. Die Quartals-Versionen werden dann nach dem Punkt durchgezählt.

Dies gibt vor allem den Anwendern in Unternehmen verlässliche Funktions-Upgrades. Die Business-Admins können also längerfristig die Aktualisierung der Server planen. Außerdem wird jedes Release 18 Monate lang mit Patches und Security-Updates versorgt, vom Ende des Erscheinungsquartals aus gerechnet.

Verbesserungen unter der Haube

Die neue Version 8.1 bringt zahlreiche wichtige Verbesserungen, vor allem unter der Haube: Nach Angaben der Entwickler soll das Release erheblich mehr Leistung bringen. Up- und Downloads sollen bis zu viermal schneller sein. Außerdem soll OwnCloud ohne Hardware-Upgrade bis zu 50 Prozent mehr Benutzer verkraften können.

Eine zweite Neuerung ist die verbesserte Verschlüsselung. Das entsprechende Crypto-Framework wurde vollkommen neu entwickelt, sodass die Verschlüsselungsfunktionen jetzt modular aufgebaut sind. Dadurch können OwnCloud-Betreiber den Verschlüsselungsstandard ihrer Wahl einsetzen und eigene Server-Anwendungen entwickeln, die speziellen Anforderungen an die Verschlüsselung erfüllen.

Außerdem lassen sich Schlüssel in einem selbst betriebenen Keystore außerhalb von OwnCloud verwalten. Doch diese Neuerung sind nur die Spitze des Eisbergs: Mehr als ein Dutzend unterschiedliche Verbesserungen der Sicherheit sorgen für verbesserte Eignung beim Einsatz in kleinen und großen Unternehmen.

Der ist offensichtlich gar nicht so selten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor kurzem ein Whitepaper herausgegeben, das sich mit dem sicheren Betrieb von OwnCloud beschäftigt. Es widmet sich in erster Linie der Version 8.0, ist aber grundsätzlich weiterhin nutzbar.

Neue API für OwnCloud-Apps

Ein sehr sinnreiches Feature von OwnCloud ist die App-Integration. Zahlreiche Funktionen wie Kalender, Notizblock, Task-Planer und anderes werden über eine API verwirklicht, die auch von Drittanbietern für eigene Apps eingesetzt werden kann. Auch Unternehmen können damit die eigene OwnCloud-Installation erweitern und beispielsweise Geschäftsanwendungen integrieren.

Hier gab es deutliche Veränderungen. Entwickler können jetzt auf fast 200 neue API-Aufrufe zugreifen, unter anderem gibt es jetzt auch Zugriff auf die Sharing-Funktion. Die steht jetzt nicht nur Webapps zur Verfügung, sondern auch Desktop- und Mobil-Apps.

Zwei weitere Verbesserungen dürften Admins in Unternehmen freuen: Es gibt jetzt für OwnCloud auch Release-Channel mit unterschiedlichen Versionsständen für Vorabtests und den produktiven Einsatz. Außerdem gibt es vier Deployment Service Packages, die an Nutzeranforderungen angepasst werden können.

Bildquelle: Thinkstock

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