Die eigene Wolke 7

OwnCloud verbessert Collaboration-Tools

Die neue Version 7 der Personal-Cloud-Lösung OwnCloud erleichtert das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten und bringt volle Dateikompatibilität zu Office.

Die eigene Clowd ist keine Zauberei. sondern eine Sache der richtigen Software. In dieser Woche erscheint die siebte Version der Community-Edition von OwnCloud, die sich an Privatanwender richtet. Der für den Einsatz in Unternehmen optimierte kommerzielle Ableger wird wohl erst im dritten Quartal des Jahres erscheinen.

Die neue Version entwickelt das System konsequent von der privaten Online-Festplatte weiter zu einer Plattform für Arbeitsgruppen, die gemeinsam an Dokumenten arbeiten wollen. Auch die Basisfunktionen  wie Kontakte und Kalender sind auf diese Zielgruppe ausgerichtet.

Server-Sharing und neue Benutzerverwaltung

Die interessanteste Neuerung ist das Server-Sharing. Hierbei wird ein freigegebenes Dokument einer anderen Instanz von OwnCloud in die eigene OwnCloud-Installation eingebunden und später synchronisiert. Damit können zwei oder mehr Personen ihre  "OwnClouds" benutzen, um gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten.

Das ist praktisch, wenn ein OwnCloud-Nutzer keine zusätzlichen Benutzer auf seinem Server zulassen will. Die gemeinsame Arbeit an Dokumenten ist trotzdem möglich, sogar mit der in OwnCloud integrierten Textverarbeitung.

Eine weitere Verbesserung ist das neue Benutzermanagement, dass ein einfaches Freigeben von Dokumenten an bestimmte Nutzergruppen erlaubt. Dadurch sind Shared Links und Shared Folders nicht mehr nötig, die Datei kann einfach an bestimmte Gruppen oder Nutzer freigegeben werden.

Auch die App zum Bearbeiten von Textdokumenten ist erweitert und an die Benutzerverwaltung angepasst worden. Sie besitzt jetzt verbesserte Funktionen zum gemeinsamen Arbeiten an einem Dokument. Die Arbeitsweise orientiert sich dabei an Etherpads, wo die einzelnen Benutzer in unterschiedlichen Farben schreiben.

Unterstützung von Office-Formaten

Ebenfalls neu ist die volle Unterstützung der Dokumentformate von Microsoft Office, an der ein ernstzunehmendes Werkzeug nicht vorbeikommt. Die App kann jetzt Word-Dokumente lesen und speichern, wobei offene DOCX-Dateien nach Änderungen auch automatisch wieder in diesem Format gespeichert werden.

Neben diesen großen Schritten gibt es zahlreiche Detailänderungen bei der Performance, der Benutzeroberfläche und den Funktionen für Admins. Auch für Entwickler gibt es interessante Neurungen: Es ist jetzt einfacher geworden, OwnCloud in andere Anwendungen zu integrieren und neue Apps dafür zu schreiben.

Jede OwnCloud-Installation bringt eine Reihe von nützlichen Apps mit, die über das reine Speichern von Dateien hinausgehen, zum Beispiel einen Kalender, einen kleinen Aufgabenplaner, eine Kontaktverwaltung, Weblesezeichen, einen PDF-Viewer, ein Verschlüsselungsmodul und die bereits erwähnte Documents-App.

Rund um die App-Schnittstelle ist zudem ein stetig wachsendes Ökosystem aus externen Zusatz-Apps entstanden. So gibt es unter anderem einen RSS-Reader, einen verbesserten Aufgabenplaner, einen Excel-Viewer und ein Dashboard mit Widgets wie Kalender, Aufgaben oder Mail. 

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

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