Virtueller Speicher

Passende IT-Architektur für Firmengründer und Start-ups

Wie man mit wenig Geld für ein Start-up wie „AB Architekten“ eine professionelle IT-Infrastruktur aufbaut, die auf Wachstum ausgelegt ist und der eines mittelständischen Unternehmens in nichts nachsteht

Für Klaus Ankner bedeutet Gewerbe-Architektur nicht nur die durchdacht gestaltete Laden- oder Verkaufsfläche: „Die Architektursprache muss eine Antwort auf die Frage finden, wie man sich als Unternehmen eine eigene Identität zulegt.“ Zusammen mit seinem Geschäftspartner Jochen Buchholz hat er sich Anfang 2013 selbständig gemacht, nachdem beide schon jahrelang als Kollegen in einem Planungsbüro zusammen gearbeitet hatten. Seit März beraten sie als „AB Architekten“ Marken und Unternehmen in Sachen Einzelhandel, Gewerbebau und Projektabwicklung bei Unternehmens-Expansionen, von der Objektsuche bis zur Gestaltung der Gebäude und der Innenarchitektur, also vom Bürosessel über die Gebäudefassade bis hin zur Corporate Identity.

Auch die beiden Gründer mussten sich zuerst nach passenden Räumlichkeiten umschauen, die auch gleich genug Platz für acht Arbeitsplätze für die ersten Mitarbeiter bieten sollte. Schnell war den beiden klar, dass an einer professionellen IT-Umgebung für sie kein Weg vorbei führt. „Wir hätten natürlich einfach ein paar Laptops hinstellen, unsere Software dort installieren und loslegen können. Wir wollten jedoch von Anfang an eine IT-Struktur haben, die auch bei unseren Geschäftspartnern Vertrauen schafft und uns dabei hilft zu zeigen, dass ihre Projekte bei uns in guten Händen sind“, erklärt Klaus Ankner.

Beide Kollegen hatten auch genaue Vorstellungen vom Budget: „Wir wollten die Erstinvestition möglichst gering halten, aber brauchten etwas, auf dem wir aufbauen konnten und das uns flexibel agieren lassen konnte. Damit wir reagieren können, sobald unsere Firma mit einem Schlag größer wird. Zudem wollten wir nicht gleich einen riesigen IT-Apparat, weil wir nicht abschätzen konnten, wohin die Reise geht. Wir hatten gehört, dass es in Ulm ein Systemhaus gibt, das professionelle IT-Umgebungen auch mit teilweise gebrauchter Hardware realisieren kann.“

Aus dem eigenen Rechenzentrum

Die Systemzwo Group aus Ulm ist als IT-Dienstleister spezialisiert auf mittelständische Unternehmen und Start-ups, für die sie maßgeschneiderte hochverfügbare, virtuelle Speicherumgebungen aus ihrem eigenen Rechenzentrum (RZ) zur Verfügung stellt. Die Geschäftsführer setzten sich persönlich in mehreren Gesprächen mit dem Business der Neugründer auseinander und erarbeiteten zusammen mit ihrem Team eine Lösung für die Architekten. Klaus Ankner: „Gerade die erste Phase der Unternehmensgründung ist entscheidend. Wie stellen wir uns als Firma auf? Welchen Workflow etablieren wir in der täglichen Arbeit? Was ist unsere mittelfristige Perspektive? Dafür muss das Fundament richtig stehen.“ Das sei wie bei einem Bauprojekt. In der Anfangsphase könne man am meisten Geld einsparen, später funktioniere das immer weniger.

Für das Architektenbüro stellte Systemzwo ein Paket aus PCs und Notebooks für sechs Arbeitsplätze zusammen; dazu kamen acht 24-Zoll-Monitore und ein DIN-A3-Laserfarbdrucker – alles zu 50 Prozent aus Gebrauchtbeständen, generalüberholt und mit der wichtigsten Software ausgerüstet. Ankner: „Die Geschäftsführer des IT-Dienstleisters wollten uns vorrangig von ihrem Konzept überzeugen und haben uns nie das Gefühl gegeben, dass sie nur ihre Hardware an den Mann bringen möchten. Das war wichtig für unsere Positionierung. Das System ist wichtiger als das Produkt. Lieber etwas Gebrauchtes, das aber in Kombination mit den übrigen Geräten einwandfrei läuft, als ein brandneues Gerät, das nicht ins System passt.“ Die richtige Kombination der verschiedenen Bausteine – darauf komme es an.

Einbindung von Smartphones und Tablets

Auch die Einbindung von Smartphones und Tablets (Mobile Device Management, MDM) berücksichtigte das Systemzwo-Team bei der Planung. Schließlich möchte man seine Mails vom sicheren Firmenserver auch von unterwegs abrufen. Eine besondere Anforderung der Architekten war ihre tägliche Arbeit mit den 3D-Zeichenprogrammen (kurz: CAD), die oft ein überdurchschnittliches Datenaufkommen produzieren, mit relativ großen Dateien, die schnell eine Menge Festplattenspeicher auffressen und hohe Ansprüche an die Grafikkarten der Rechner stellen. Außerdem ist für Architektenbüros ein zentraler Server, auf dem mehrere Mitarbeiter gleichzeitig an einem Projekt arbeiten können, unerlässlich. Auch der Firmenserver wurde teilweise aus gebrauchten Elementen realisiert, gleichzeitig aber redundant aufgesetzt – durch eine Spiegelung im Rechenzentrum des IT-Dienstleisters. Damit war auch die Frage, ob man sich für einen der internationalen Cloud-Anbieter entscheidet, hinfällig. Die Daten der Architekten, gleichzeitig ihr kostbares Know-how, bleiben in Ulm und sind im Falle eines Ausfalls vor Ort beim Dienstleister in greifbarer Nähe.

Jetzt ist alles ideal aufgesetzt für die „AB Architekten“ und das zukünftige Wachstum bereits in die IT-Struktur einkalkuliert. Falls notwendig, lassen sich laut Anbieter schnell und unkompliziert neue Arbeitsplätze, Telefone und mobile Endgeräte einbinden und der Speicher auf dem Server erweitern. Die Kosten dafür sind kalkulierbar, das Wachstum damit planbar. Die sinnvolle Erstinvestition von ca. 15.000 Euro in die IT lag im Rahmen des Budgets für die Firmengründung der Architekten.

www.ab-architekten.com


Bildquelle: © lenets_tan/Fotolia.com

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok