Nutzen – nicht kaufen!

Pay as you go für das Rechenzentrum

Verbrauchsbasierte Modelle ermöglichen ein strategisches Umdenken beim Betrieb von IT-Infrastruktur und erlauben es, Kapitalkosten zu Betriebskosten zu machen.

Roland Goll, Leiter Technischer Vertrieb DACH bei der Lenovo Data Center Group

„Pay as you go“ unterscheidet sich von herkömmlichen Leasing-Verträgen hauptsächlich darin, dass keine monatlichen Pauschalgebühren für die Hardware anfallen.

Traditionell müssen für die Beschaffung einer dedizierten lokalen IT-Infrastruktur langfristige Investitionen in ein IT-Ökosystem getätigt und initial relativ hohe Vorabkosten getragen werden. Diese Kosten sind für viele Organisationen heute unerschwinglich. Zudem ist es schwierig, im Laufe des Hardware-Lebenszyklus neue Innovationen einzuführen, um auf sich ändernde Bedürfnisse und Anforderungen zu reagieren.

Um im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen, benötigen Unternehmen heute aber mehr denn je Flexibilität und Skalierbarkeit ihrer IT. Gleichzeitig sind sie bestrebt, den Aufwand für Unterhalt und Verwaltung eines Rechenzentrums zu reduzieren. Sie wollen vermeiden, dass finanzielle Mittel durch Hardware langfristig gebunden werden, da diese an Wert verliert und unter Umständen schon bald neuen Anforderungen nicht mehr gerecht wird.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

 

Infrastructure as a Service bietet Möglichkeiten

Lösungen finden sich im Bereich der Services, genauer gesagt im Bereich von Infrastructure-as-a-Service. Dies umfasst einerseits Public-Cloud-Angebote – bei Lenovo ist es das „A1 digital Exoscale“ für Business-Partner. Daneben stellt das Konzept des Pay-as-you-go-Rechenzentrums (PAYG) eine hoch innovative und vielversprechende Lösung dar, um mit dynamischen Anforderungen in Zeiten begrenzter Budgets Schritt halten zu können. Hierbei werden die Infrastruktur und der Betrieb des Rechenzentrums komplett ausgelagert; der Kunde zahlt verbrauchsbasiert. Pay as you go ist also ein Beschaffungsmodell, das die Wirtschaftlichkeit der IT berücksichtigt, geschäftliche Agilität, Datensicherheit und eine einfache Verwaltung unterstützt und gleichzeitig das Risiko von IT-Investitionen minimiert.

Einer Definition des Marktforschungsunternehmens Gartner zufolge ist Pay as you go „ein auf Betriebskosten basiertes Preismodell für ein lokales Rechenzentrumssystem, bei dem in regelmäßigen Abständen für die gemessene Nutzung von Ressourcen bezahlt wird“. Damit ist es per Definition populären „As a service“-Public-Cloud-Angeboten sehr ähnlich und unterscheidet sich von herkömmlichen Leasing-Verträgen und Finanzierungsinstrumenten hauptsächlich darin, dass keine monatlichen Pauschalgebühren für die Hardware anfallen. Mit PAYG werden IT-Investitionskosten zu Betriebskosten, da die tatsächlich aufzubringenden Kosten von der monatlichen Infrastrukturnutzung abhängen.

Je nach Anbieter unterscheidet sich, wie die Nutzung gemessen wird und was die eingesetzte Lösung an zusätzlichen Managed Services beinhaltet. Während bei der PAYG-Lösung TruScale Infrastructure Services von Lenovo sich der monatliche Betrag beispielsweise nach dem Energieverbrauch der Hardware richtet und es keine Einschränkungen bezüglich der installierten Software-Umgebung gibt, setzen andere Anbieter wie HPE und Dell auf alternative Methoden zur Berechnung der Kosten, beispielsweise auf die Software- Nutzung.

Bildquelle: Lenovo Data Center Group

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