Da geht noch was

Personaleinsatz im Rechenzentrum

Wie mittelständische Unternehmen die Betriebskosten ihrer Rechenzentren mit dem richtigen Personaleinsatz senken können >>>

Lerngruppe am Laptop

RZ-Betreiber können mit dem richtigen Personaleinsatz Kosten sparen.

Neben der Investition in die Inbetriebnahme von Rechenzentren (Capex) spielt ein weiterer wichtiger Faktor eine maßgebliche Rolle: nämlich die Betriebskosten (Opex). Auch bei geringer Auslastung übersteigen diese oftmals die Investitionskosten in deutlich weniger als zehn Jahren. Ein großer Posten, bedenkt man, dass die Lebensdauer von Rechenzentren auf deutlich mehr als zehn Jahre ausgelegt ist.

Naturgemäß machen die Energiekosten dabei grob die Hälfte der Aufwendungen für den Betrieb aus. RZ-Betreiber können jedoch auch mit dem richtigen Personaleinsatz Kosten sparen. Selbst wenn Fachkräfte fehlen oder das Budget für eigenes Personal nicht aufgewendet werden kann, respektive soll, stehen attraktive Alternativen zur Verfügung. So kann der Wunsch nach einem Datacenter dennoch realisiert werden. Mit drei Tipps zeigt RZservices auf, was dabei zu beachten ist.

Ehrliche Selbstanalyse

Zu Beginn sollte stets eine ehrliche Selbsteinschätzung stehen. Ist der Betrieb der technischen Infrastruktur ähnlich gut organisiert wie der der IT? Sind IT-Spezialisten auch in der Lage das Rechenzentrum ganzheitlich zu betreiben? Gibt es ausreichend personelle Ressourcen für den Betrieb und haben diese auch die notwendige Zeit sowie Qualifikation? Schließlich ist es wenig sinnvoll, Aufgaben zu verteilen, die nicht bewältigt werden können.

Ebenso wichtig ist die an sich selbst gestellte Frage, ob Probleme nicht eventuell wegignoriert werden. Denn leider herrscht noch immer der weitverbreitete Irrglaube, dass alles schon irgendwie laufen wird, wenn erst die IT läuft. Der Betrieb eines Datacenters kann dann schnell zur Kostenfalle werden.

RZ-Betriebsunterstützung

Kann das eigene Personal den Aufwand nicht leisten, haben Unternehmen genau zwei Möglichkeiten: Einstellen oder Auslagern. Beide Varianten haben Vorteile. Beim derzeitigen Fachkräftemangel könnte sich die Suche jedoch als durchaus schwierig erweisen. In der Zwischenzeit verbrennt das Rechenzentrum Geld.

Entscheiden sich die Betreiber für Bezugsmodelle wie Datacenter as a Service (DCaaS), sollten sie auf grundlegende Faktoren achten: Unterstützen die potentiellen Dienstleister á la carte, beispielsweise in Form modularer Dienstleistungsportfolios? Können sie individuell und auf Abruf reagieren? Und vor allem, können sie sogenannte Service Level Agreements (SLAs) – mindestens für die Verfügbarkeit und Energieeffizienz – garantieren? Falls sich alle Fragen mit „Ja“ beantworten lassen, kann sich jeder Betreiber inklusive dessen Personal auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Betreibermodell

Zudem besteht die Möglichkeit zur Realisierung eines eigenen Rechenzentrums, indem Unternehmen dieses inklusive aller Leistungen mieten. Solche Betreibermodelle bieten ähnliche Vorteile wie die Betriebsunterstützung. Zusätzlich und allem voran wird Unternehmen jedoch die Betreiberverantwortung abgenommen. Darüber hinaus können sich betriebswirtschaftliche Vorteile ergeben. So sparen sie sich sämtliche Kosten für die Investition in die RZ-Infrastruktur sowie das Personal für den RZ-Betrieb. Diese Aufwendungen werden durch eine vereinbarte, meist monatliche Miete beglichen. Im Gegensatz zu Colocation-RZ können Betreibermodelle sogar exklusiv und auf dem eigenen Gelände betrieben werden.

www.datacenter-group.com/de

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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