E-Learning für die Wissensvermittlung

Powerpoint und PDFs: Schnee von gestern?

Laut Monika Füllmann, Vertriebsleitung Deutschland bei Infoniqa, bietet E-Learning eine „optimale Plattform“ für die Wissensvermittlung und auch Wissensüberprüfung. Powerpoints und PDFs zum Lernen oder Nachlesen versenden zu müssen, sei hingegen „Schnee von gestern“ – denn so könne niemand kontrollieren, ob diese Dokumente gelesen oder verstanden wurden.

Monika Füllmann, Vertriebsleitung Deutschland bei Infoniqa

„Die meisten Unternehmen interpretieren Digitalisierung für sich individuell nutzenbringend“, findet Monika Füllmann, Vertriebsleitung Deutschland bei Infoniqa.

ITM: Frau Füllmann, technische Innovationen, Robotik, Mobilitätslösungen: Inwieweit ist die Digitalisierung bereits im deutschen Mittelstand angekommen?
Monika Füllmann:
„Alles ist in Bewegung und jeder will mobil sein!“ Dank der florierenden Wirtschaft spüren wir den Trend zur Digitalisierung auch und gerade im HR-Umfeld. Grenzen bilden hier vorrangig Security-Themen, der Datenschutz und teilweise gesetzliche Aspekte wie beispielsweise die arbeitsrechtliche Anerkennung elektronischer Unterschriften.

ITM: Welchen Einfluss übt die Digitalisierung hierbei auf das Personalmanagement der Unternehmen aus?
Füllmann:
Die meisten Unternehmen interpretieren Digitalisierung für sich individuell nutzenbringend und verbiegen sich nicht künstlich hinter dem Überbegriff „Digitalisierung“. Digitalisierung wird daher nicht ausschließlich oder vorrangig auf den HR-Bereich ausgerichtet. Im Gegenteil: HR muss – wie jede andere Geschäftseinheit eines Unternehmens – für die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten werben bzw. kämpfen. Sinnhaftigkeit, Nutzen und erforderliches Know-how sowie ausreichendes Minding müssen nachgewiesen bzw. vorhanden sein.

Themen für die Digitalisierung im HR-Umfeld gibt es viele und diese beschränken sich nicht nur auf Software-Projekte. Beispiele sind:
▪ E-Recruiting/Mobile Recruiting
▪ Nutzung von Social Media für Kommunikation/Collaboration, Employer Branding
▪ Weiterbildungsprozesse
▪ E-Learning, Mobile Learning, Micro-Learning für Wissensvermittlung und -überprüfung
▪ Digitale Personalakte
▪ Telearbeit/Home Office
▪ Mobile Zeiterfassung
▪ Mitarbeiter-Self-Service über jedes Endgerät (Tablet, Smartphone, Laptop)

ITM: Inwieweit zeigen die (bisherigen) Mitarbeiter Bereitschaft, neue digitale Kompetenzen zu erwerben?
Füllmann:
Das ist sicherlich auch eine Generationenfrage und von der jeweiligen Branche und dem Durchschnittsalter der Mitarbeiter abhängig. Während die Generationen X, Y und Z danach verlangen, mobil und digitalisiert informiert zu werden und zu arbeiten, konnte man diese Bereitschaft bei den älteren Generationen in den letzten Jahren teilweise noch nicht erkennen. Aber auch hier kommt es mehr und mehr zur Trendwende, hat heute doch nahezu jeder schon ein Smartphone und nutzt privat, geschäftlich und in allen Lebenslagen die Möglichkeiten der Digitalisierung.

ITM: Wie bzw. mit welchen konkreten Tools können die Mitarbeiter digitale Kompetenzen erwerben?
Füllmann:
„Jüngere“ Mitarbeiter bekommen einen Großteil dieser Kompetenzen bereits bei ihrer Ausbildung vermittelt oder wachsen schon damit auf. Für „ältere“ Mitarbeiter müssen Seminare und/oder gute Tools angeboten werden. Sinnvoll sind auch Reviews, um Nutzen und Anwendbarkeit laufend kontrollieren und Anpassungen vornehmen zu können.

ITM: Welche Rolle spielt hierbei das E-Learning?
Füllmann:
E-Learning bietet eine optimale Plattform für die Wissensvermittlung und auch Wissensüberprüfung. Powerpoints und PDFs zum Lernen oder Nachlesen versenden zu müssen, ist Schnee von gestern – denn so kann niemand kontrollieren, ob diese Dokumente gelesen oder verstanden wurden. Bietet man im Gegensatz dazu vergleichbare Inhalte auf Basis von E-Learning an, so ist jederzeit einsehbar, wer welchen Content konsumiert hat, und prüfbar, ob die Inhalte auch verstanden wurden. Außerdem ist E-Learning immer und überall einsetzbar: Mobile Learning oder Micro-Learning sind hier die wichtigsten Schlagwörter.

ITM: Worin bestehen die Herausforderungen beim elektronisch unterstützten Lernen?
Füllmann:
In einer guten Dosierung aus Präsenztrainings und E-Learning-Inhalten.

ITM: Welche Bedeutung schreiben Sie dem „lebenslangen Lernen“ zu?
Füllmann:
„Lebenslanges Lernen“ sollte eigentlich im Unterbewusstsein und nebenbei passieren – katalysiert durch die natürliche Neugier und Spaß daran, Neues erleben zu dürfen. Somit verliert sich dieser vermeintliche Zwang und der „Aufwand“ wird zur Nebensache.

Bildquelle: Infoniqua

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