Akuisition in der Schweiz

PSI übernimmt Netzplanungssoftware-Spezialisten Neplan

Der PSI-Konzern baut seine Position im Bereich „Software für Energienetze“ durch die Übernahme der Schweizer Neplan AG weiter aus.

Stromnetzwerke

PSI hat die Schweizer Neplan AG übernommen und erwartet eine steigende Nachfrage für den Netzausbau zur Integration erneuerbarer Energien

Neplan hat sich seit der Gründung im Jahr 1988 einen Namen als Anbieter technologisch und funktional führender Software für die Planung, Analyse, Simulation, technische und wirtschaftliche Optimierung des Energienetzausbaus für Stromnetze, aber auch in den Querverbundbereichen Gas, Wasser und Fernwärme gemacht. Die Cloud-fähige Neplan-Software wird in der Netzplanung und im Asset Management bei mehr als 500 Kunden in 110 Ländern weltweit angewendet. PSI erwartet eine weiterhin steigende Nachfrage für den Netzausbau zur Integration erneuerbarer Energien, für die Elektromobilität und die Sektorkopplung.

PSI werde die realzeitigen Netzberechnungen in den Leitsystemen durch weitere Netzberechnungsalgorithmen aus der Neplan-Planungssoftware anreichern. Dies gelte analog auch für die Gasnetzsimulation „PSIganesi“. Neue Algorithmen sollen künftig gemeinsam entwickelt und über drei Produktlinien mit hoher Stückzahl vermarktet werden (Stromleitsysteme, Gasleitsysteme, Netzplanung). Zwischen Netzplanung, Field Force Management und dem Leitsystem könnten zahlreiche Verbindungen geschaffen werden, welche die Wartungskosten des Netzequipments durch einen erweiterten Planungshorizont sowie präzise Alterungsmodelle deutlich senken und die Verfügbarkeiten verbessern (SAIDI) könnten. Durch die integrierte Deep-Qualicision-Optimierung werde die optimale Erreichung der jeweiligen nationalen Regulierungsziele und zugleich die Wahrung der Arbeitnehmerinteressen sichergestellt.

Die wirtschaftlichen Effekte aus der Übernahme, die über die Addition von Umsatz und Ergebnis hinausgehen, würden sich über mehrere Jahre entfalten. Mit der Übernahme der will sich PSI auch für den Export an Kunden rüsten, die dem fossil ausgerichteten DNVGL-Standard folgen, der noch immer lose gekoppelte Offline-Netzberechnungen fordert. 

Neplan habe mit 17 Mitarbeitern zuletzt einen Jahresumsatz von 3,8 Millionen Euro erzielt. Das Team und der Standort nahe Zürich sollen auch in die zahlreichen Großprojekte in der Schweiz eingebunden werden.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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