Zeitfenstermanagement-System

Rampen-Abläufe optimiert

Der Getränkeabfüller Stiftquelle reduziert an seinem Stammsitz mit der cloud-basierten Software „Slot“ die Wartezeiten an der Rampe um mehr als 50 Prozent.

Stammsitz der Stiftsquelle in Dorsten

Die Stiftsquelle will an ihrem Stammsitz in Dorsten künftig deutlich mehr Lkw mit weniger Wartezeit abfertigen.

Der mittelständische Getränkeabfüller Stiftsquelle/Johannes Spielmann setzt an seinem Stammsitz im nordrhein-westfälischen Dorsten künftig auf das Zeitfenstermanagement-System „Slot“ von Cargoclix. Mithilfe der cloud-basierten Software des Freiburger IT-Spezialisten will das Unternehmen die Wartezeiten für Lkw an seinen drei Rampen im Warenausgang um mehr als die Hälfte reduzieren. „Bisher musste ein Fahrer vom Befahren bis zum Verlassen unseres Betriebsgeländes im schlimmsten Fall drei Stunden warten, mit Slot sind es jetzt noch maximal 1,5 Stunden“, sagt Markus Ott, Logistikleiter bei Stiftsquelle. 

Für die Softeware hatte sich Stiftsquelle unter anderem aufgrund von guten Bewertungen des Tools im Internet entschieden. „Darüber hinaus nutzen bereits mehrere Firmen der Getränkebranche die Software von Cargoclix – somit entfällt die zusätzliche Anmeldung auf anderen Plattformen beziehungsweise deren Nutzung“, betont Ott. Zum Einsatz kommt die Lösung an insgesamt drei Rampen, an denen bisher täglich insgesamt 24 Fahrzeuge abgefertigt werden konnten. „Durch die Planbarkeit des Folgetages werden wir künftig in der Lage sein, die Ware bereits am Vortag bereitzustellen und damit langfristig bis zu 36 staufreie Verladungen auf allen drei Spuren pro Tag zu ermöglichen – also mehr als 600 pro Monat und ein gutes Drittel mehr als bisher“, fährt Ott fort. „Ab sofort können wir das tägliche Arbeitsaufkommen gleichmäßig und planbar auf den ganzen Tag verteilen und betriebliche Abläufe optimieren.“

Logistikdienstleister können die Zeitfenster bei Stiftsquelle bereits 30 Tage im Voraus im System buchen. Kurzfristige Buchungen sind bis zum Vortag um 12 Uhr möglich, sofern auch die Bestellung des Kunden ebenfalls am Vortag bis 12 Uhr eingegangen ist. Die Kosten von 50 Cent pro Zeitfensterbuchung tragen die buchenden Unternehmen, also die Kunden selbst oder die vom Kunden beauftragten Speditionen. „Nicht alle waren bereit, diesen Beitrag zu zahlen, aber nach einem kurzen Gespräch konnten wir alle von den Vorzügen überzeugen“, berichtet Stiftsquelle-Geschäftsführer Sebastian Brodmann.

Einen weiteren Vorteil sieht das Unternehmen in der einfachen Einrichtung des Systems. „Das ist der ganz große Vorteil, auch für Mittelständler“, führt er an. „Das System gleicht einem Online-Terminkalender zum Beispiel beim Arzt oder bei Behörden“, beschreibt Markus Ott die Arbeit mit der Software. „Somit wird ausgeschlossen, dass zu viele Termine zur gleichen Zeit gebucht werden und Staus und lange Wartezeiten auf dem Betriebsgelände entstehen.“

Bildquelle: Stiftsquelle

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