Positives Arbeitserlebnis

Raus aus dem Motivationsloch

Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter in Unternehmen arbeitet weniger als 30 Stunden wöchentlich wirklich produktiv und motiviert. Das ist das überraschende Ergebnis einer von Sage durchgeführten Studie unter 3.500 Umfrageteilnehmern. Doch wie lassen sich interne Strukturen so verändern, dass Unternehmen zu einer „People Company“ werden, in der sich das Arbeitserlebnis für alle Beteiligten positiv gestaltet?

Eine müde und unmotivierte Frau

Neben einer wertschätzenden Führungskultur und der nötigen Anerkennung spielt ein unmittelbares und projektbezogenes Feedback eine große Rolle.

Die Gründe für eine mangelnde Motivation am Arbeitsplatz sind vielschichtig, liegen aber in der Regel im Unternehmen selbst begründet. So wünschen sich beispielsweise 88 Prozent der Befragten ein besseres Personalmanagement. Weitere 33 Prozent sind sogar der Meinung, dass die Personalabteilung die Basis für ein positives Mitarbeitererlebnis schaffen muss. Dazu zählen u.a. ein offeneres Ohr der Unternehmensführung, mehr Wertschätzung für die geleistete Arbeit sowie mehr Flexibilität im Arbeitsalltag. Für 34 Prozent ist es außerdem wichtig, dass sich Personalentscheidungen wie Leistungsbewertungen, Beförderungen und die Mitarbeiterentwicklung stärker auf Daten und Kennzahlen stützen.

Mitarbeiter sind das wertvollste Gut

Wer diesen Ruf nach Veränderungen ernst nimmt und damit die Transformation seines Betriebs zu einer sogenannten „People Company“ anstrebt, also den Wandel hin zu einem Unternehmen, das seine Angestellten in den Mittelpunkt stellt, der muss seine Mitarbeiter als die wichtigste Ressource des Unternehmens betrachten. Erst wenn diese ihren Arbeitsalltag als positiv wahrnehmen, steigt die Motivation und damit auch die Produktivität. Neben einer wertschätzenden Führungskultur und der nötigen Anerkennung spielt dabei ein unmittelbares und projektbezogenes Feedback eine große Rolle. Es sollte ganzheitlich und nachvollziehbar gestaltet werden und kann besonders bei größeren Unternehmen durch eine umfangreiche Datenanalyse untermauert werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 6/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Firmen, die Mitarbeiter langfristig an sich binden und eine positive Arbeitsumgebung schaffen möchten, sollten sich außerdem kritisch damit auseinandersetzen, ob Mitarbeiter leistungs- und ergebnisorientiert oder nur aufwandsorientiert belohnt werden. Bewertungssysteme, die nur den reinen Umsatz in absoluten Zahlen messen, greifen in vielen Fällen zu kurz: wenn etwa ein Mitarbeiter in einem bestimmten Bereich den Umsatz gegenüber dem Vormonat prozentual überproportional steigern oder einen strategisch wichtigen Neukunden mit hohem Ausbaupotential bei der Rendite gewinnen konnte.

Die Wahl der geeigneten Software

Die richtige Personalverwaltungs-Software kann all diese Faktoren abbilden und unterstützt Firmen auf dem Weg zur „People Company“, da sich damit das Personal-Management verstärkt auf valide Daten stützt. Damit sorgt ein solches IT-System nicht nur für einheitliche software-gestützte HR-Prozesse von der Einstellung bis zum Unternehmensaustritt, sondern ermöglicht auch die Automatisierung zahlreicher Abläufe. Dazu gehören das Recruiting, das Mitarbeiter-Management oder die Karriereplanung sowie -entwicklung.

Ein integriertes Mitarbeiterportal reduziert in diesem Rahmen zudem den administrativen Aufwand und steigert so durch agile und flexibel anwendbare Software-Prozesse die Motivation und Produktivität im Arbeitsalltag. So können beispielsweise die Mitarbeiter durch die entsprechenden Selbstbedienungsfunktionen des Online-Portals vom Tablet oder Smartphone aus zu jeder Zeit und an jedem Ort ihre Urlaubsanträge stellen, persönliche Daten aktualisieren oder HR-Anfragen senden. Angestellte erledigen zudem ihre Reiskostenabrechnung komplett online und papierlos.

All diese Punkte tragen dazu bei, dass das Unternehmen als modern und unbürokratisch wahrgenommen wird – ein wichtiger Aspekt, der zur Zufriedenheit und Bindung an das Unternehmen beiträgt. Das Management wiederum erhält über konsolidierte Reportings, Dashboards und Mitarbeiteranalysen darüber hinaus noch fundierte Echtzeitinformationen zur Belegschaft und kann damit flexibler sein Personal-Management gestalten. Auch Beförderungen fußen so auf Daten und Fakten und weniger auf spontanem Feedback aus dem Bauch heraus.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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