Neuer Ethikbeirat gegründet

Regeln für die Personalarbeit

Gemeinsam wollen Vertreter aus Wissenschaft, Start-ups und etablierten Unternehmen im neuen „Ethikbeirat HR Tech“ praxisorientierte Spielregeln für Personallösungen erarbeiten.

Fotos von Mitarbeitern

Im Fokus des neuen HR-Ethikbeirats steht die Frage, was neue Technologien in der Personalarbeit leisten sollen.

Bereits zum 1. Januar 2019 hat sich der „Ethikbeirat HR Tech“ gegründet. Das interdisziplinär mit Vertretern aus Wissenschaft, Start-ups und etablierten Unternehmen besetzte Gremium sieht sich eigenen Angaben zufolge als Impulsgeber zur Förderung des Einsatzes von digitalen Lösungen in der Personalarbeit. Im Zuge dessen strebt man an, etablierte ethische Spielregeln in der Personalarbeit anzupassen und zu ergänzen, um eine gesellschaftlich akzeptierte Nutzung von Künstlicher Intelligenz und anderen neuen Technologien zu ermöglichen. Die Gründung des Ethikbeirats geht auf eine Initiative der Unternehmensberatung hkp group und des Bundesverbands der Personalmanager (BPM) zurück.

„Unternehmen setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz und andere Zukunftstechnologien – auch im Personalmanagement. Doch einen Algorithmus beispielsweise für die Personalauswahl zu nutzen, erfordert andere ethische Fragestellungen als die Wegstreckenoptimierung im Navigationssystem. Dieser Aufgabe stellt sich der neue Ethikbeirat“, erklärt Michael H. Kramarsch, Managing Partner bei der hkp group.

Zu den Gründungsmitgliedern des Beirats zählen beispielsweise Thomas Belker, Vorstandssprecher der HDI Service AG, Dr. Elke Eller, Personalvorständin der Tui AG, Prof. Dr. Björn Gaul, Partner bei CMS Hasche Sigle, Prof. Dr. Christine Harbring, Professorin und Lehrstuhlinhaberin für Organisation an der RWTH Aachen, Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, oder Stefan Ries, Mitglied des Vorstandes bei SAP.

Aktuelle Aktivitäten geplant

Im Vordergrund der Arbeit des Ethikbeirats soll zunächst der Dialog stehen: Die Mitglieder werden relevante Aspekte diskutieren und Thesen entwickeln. Im Laufe des ersten Halbjahres 2019 soll sich der Dialog öffnen und die interessierte Öffentlichkeit einbeziehen.

Derzeit tragen die Beiratsmitglieder ihre Expertise in einem gemeinsamen Wissensfundament zusammen, das durch eine breite wissenschaftliche Recherche ergänzt wird. Im Fokus stehen dabei die Fragen, was neue Technologien in der Personalarbeit leisten sollen, wie der Status quo der Entwicklung neuer Technologien ist und welche ethischen Fragen bei der Benutzung neuer Technologien aufkommen. Neben der wissenschaftlichen Recherche wird eine Befragung unter Entscheidungsträgern und Experten im Personalmanagement durchgeführt.

Bildquelle: Thinkstock/Wavebreak

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