Logistikzentrum automatisiert

Roboter-Flotte im Siedle-Lager

Dematic installiert im Logistikzentrum der S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafenwerke in Furtwangen im Schwarzwald eine Autostore-Anlage.

Ansicht der Zentrale des Mittelständlers Siedle.

Siedle will seine Logistikzentrale in Furtwangen mit einer Lösung von dematic automatisieren.

Damit automatisiert das Intralogistikunternehmen die Lagerung und Kommissionierung der Produkte und Komponenten, die Siedle entweder direkt an ihre Kunden im Bereich der Gebäudekommunikationstechnik ausliefert oder in der eigenen Produktion weiterverarbeitet. Platz sollen die Artikel in einem Lagerblock finden, der aus 12.400 Behältern bestehe.

Auf der Oberfläche fahren sieben Roboter, die automatisch auf jeden beliebigen Behälter zugreifen können sollen, wenn die darin enthaltene Ware angefordert werde. Anschließend sollen sie die Behälter selbstständig zu den Arbeitsstationen transportieren, an denen die Artikel gepickt und für die Weiterverarbeitung in der Produktion verteilt oder an den Kunden geliefert werden. Die Installation des Systems verschlankte und beschleunige die Prozesse in Logistik und Produktion. Damit trage die Anlage dem „Lean Production“-Ansatz des Unternehmens Rechnung. Die Inbetriebnahme ist für April kommenden Jahres geplant.

„Durch die kompakte Bauweise müssen wir unser Logistikzentrum nicht erweitern. Vielmehr passt sich Autostore den baulichen Gegebenheiten vor Ort an“, sagt Richard Rutschmann, Geschäftsführer Technik bei S. Siedle & Söhne. Einen der größten Vorteile des Systems sieht er in der komprimierten Lagermöglichkeit auf lediglich 480 Quadratmetern. Das System ersetze am Standort Furtwangen, wo etwa 80 Prozent der Wertschöpfung des Unternehmens stattfindet, das bisherige automatische Kleinteilelager (AKL). Dieses sei bereits seit mehr als 25 Jahren im Einsatz gewesen. Siedle investiere derzeit umfassend in den Standort.

Den Hersteller für Gebäudekommunikation habe die Zuverlässigkeit der Anlage überzeugt: Fällt ein Roboter aus, übernimmt in kürzester Zeit ein anderer seinen Auftrag. „Neben Zeit- und Kosteneinsparungen profitieren wir außerdem von einer reduzierten Fehlerquote bei der Zusammenstellung der Komponenten“, sagt Rutschmann. Durch die hohe Skalierbarkeit des kompakten Ware-zu-Person Stückgut-Kommissioniersystems sei Siedle mit einer Lösung für die Zukunft gerüstet. So seien bereits Vorkehrungen getroffen worden, bei Bedarf kurzfristig zwei weitere Kommissionierports in Betrieb zu nehmen. In der nächsten Ausbaustufe sollen bis 2023 zehn weitere Roboter bei laufendem Betrieb hinzugefügt werden.

Steuerung und Bedienung der Anlage erfolgen automatisch über die Lagerverwaltungssoftware SAP WM von Siedle. Um alle Funktionalitäten abzubilden, werde auf der SAP-Template-Lösung von Dematic aufgesetzt. Auf diese Weise flössen alle relevanten Daten automatisch in einem System zusammen und stellten einen reibungslosen Betrieb sicher.

Foto: Siedle

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