Kurzinterview

RPA schlägt eine Brücke zur Digitalisierung

Im Interview erklären die beiden Mitglieder des Digital Office der Gothaer Allgemeine, Daniel Davis und Frank Hasky, warum das Versicherungsunternehmen auf Robotic Process Automation (RPA) setzt.

  • Schalter von Manuell auf RPA umstellen

    Das Potenzial für die Anwendung von RPA ist in der Versicherungsbranche hoch, doch im Grunde kann jedes Unternehmen RPA einsetzen. (Frank Hasky)

  • Frank Hasky, Mitglied im Digital Office bei der Gothaer Allgemeine

    Frank Hasky, Mitglied im Digital Office bei der Gothaer Allgemeine, im Kurzinterview zu RPA.

  • Daniel Davis, Mitglied im Digital Office bei der Gothaer Allgemeine

    Daniel Davis, Mitglied im Digital Office bei der Gothaer Allgemeine, im Kurzinterview zu RPA.

ITM: Herr Davis, welchen Stellenwert hat RPA bei der Digitalen Transformation?
Daniel Davis:
Robotic Process Automation ist eine wichtige Komponente bei der Digitalen Transformation. Sie senkt die Zahl der manuellen Prozesse und ist ein Lösungsansatz für die sehr heterogene IT-Landschaft bei Versicherungen. Dadurch entstehen für die Mitarbeiter neue Freiräume für Innovations- und Digitalisierungsprojekte – sie müssen ja zusätzlich zum Alltagsgeschäft umgesetzt werden. Darüber hinaus wird die Erstellung von IT-Lösungen durch die Fachbereiche standardisiert und es werden zentrale Compliance-Anforderungen erfüllt.

ITM: Herr Hasky, für welche Bereiche eignet sich RPA besonders?
Frank Hasky:
Generell hat RPA im Bereich von regelbasierten, einfachen Prozessen ein sehr breites Anwendungsgebiet für zahlreiche Aufgaben in der Verwaltung. Wir haben damit recht gute Erfahrungen gemacht und konnten die Bearbeitung einiger typischer und einfacher Versicherungsprozesse automatisieren. Das Potenzial für die Anwendung von RPA ist in der Versicherungsbranche hoch, doch im Grunde kann jedes Unternehmen RPA einsetzen. Die auf dem Markt angebotenen Lösungen sind nicht nur für größere Mittelständler oder Konzerne geeignet. Kritiker von RPA bemängeln, dass es eher „Flickschusterei“ ist und Altanwendungen vor der längst überfälligen Ablösung bewahren.

ITM: Was entgegnen Sie diesen Kritikern?
Hasky:
Hinter der Kritik verbirgt sich die Annahme, dass ein Unternehmen in der Lage sein könnte, die gesamte IT auf einen Schlag in eine moderne Architektur zu überführen. Das wird niemals gelingen, allein schon aus Kosten- und Zeitgründen. RPA ist vielmehr eine sinnvolle Brückentechnologie, um beispielsweise kurzfristig Freiräume für Innovationen zu erreichen.

Davis: Deshalb müssen hinter der Einführung von RPA strategische Überlegungen stehen, in welchen Prozessen eine Automatisierung mittels Software-Roboter die größte Wirkung hat. Außerdem sollte das Ziel verfolgt werden, RPA durch moderne IT-Lösungen und saubere Architekturen zu ersetzen, in verbindlichen Roadmaps.

Bildquelle: Gettyimages/iStock / Gothaer Allgemeine

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