Inge GmbH mit ERP-System von Oxaion

Saubere Aufbereitung der Daten

Seit die Inge GmbH verschiedene Insellösungen durch ein integriertes ERP-System ersetzt hat, sparen die Mitarbeiter eine Menge Arbeit. Beim Spezialisten für Ultrafiltrations­technologie zur Wasseraufbereitung gehören mangelnde Vernetzung und doppelte Daten­erfassung der Vergangenheit an.

Wenn man wie wir kontinuierlich wächst, bekommt man ohne eine integrierte Unternehmenssoftware irgendwann Probleme“, sagt Dr. Peter Berg, Mitbegründer und heute Technischer Geschäftsführer der Inge GmbH. Im bayerischen Greifenberg am Ammersee stellt das Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitern selbst entwickelte Ultrafiltrationsmembrane her. Diese werden vor allem in Anlagen zur Aufbereitung von Trink-, Prozess-, Ab- und Meerwasser eIngesetzt. Neben eigenen Vertriebsniederlassungen in China, der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Inge über Distributoren auf der ganzen Welt vertreten. Seit 2011 gehört die Inge GmbH zum BASF-Konzern.

Wie bei Start-ups häufig üblich, bestand auch die EDV-Landschaft von Inge zunächst vor allem aus eigenentwickelten, voneinander losgelösten Programmen und Tools. Auftragserfassungen und Lieferscheine beispielsweise wurden in den Standard-Office-Programmen erstellt. „Dreh- und Angelpunkt war lange Zeit eine Excel-Datei, mit der wir unsere Produktion planten“, erläutert Daniel Haage, IT-Manager von Inge. „Daraus ermittelte auch der Vertrieb, wann welche Produkte fertiggestellt sind. Und der Einkauf, bis wann er welches Material beschafft haben muss.“ Das habe im Prinzip auch gut funktioniert, so Haage, aber eben nur solange, bis das Unternehmen eine kritische Größe erreicht hatte: „Je mehr Mitarbeiter mit einem so heterogenen System arbeiten, desto mehr Daten werden teilweise mühsam doppelt erfasst. Auch ein gleichzeitiger Zugriff auf die Daten ist in solch einer Umgebung nicht möglich.“

Umfangreicher Auswahlprozess

Inge machte sich deshalb auf die Suche nach einem integrierten ERP-Sytem. „Unser Fokus lag dabei ganz klar auf der Produktionssteuerung und -planung sowie der Materialwirtschaft“, sagt der IT-Manager. Am Ende eines umfangreichen Auswahlprozesses entschied sich Inge schließlich für das ERP-System der Oxaion AG, „weil sich diese Software als die geeignetste erwies, denn sie ließ sich recht schnell auf unsere Bedürfnisse anpassen“, so Haage. „Bei der Implementierung zeigte sich dann, dass die Einführung eines ERP-Systens in einem kleinen Unternehmen schon etwas Besonderes ist“, erinnert sich Geschäftsführer Dr. Berg. „Wir haben einfach nicht die Ressourcen, um von jeder Abteilung einen oder zwei Mitarbeiter für ein ERP-Projekt abzustellen.“ Entscheidend sei deshalb die Flexibilität des Anbieters gewesen und seine Bereitschaft, sich auf die Gegebenheiten einzustellen: „Man hat sich unserem Tempo angepasst und uns die Zeit gegeben, die wir gebraucht haben. Anders hätte das bei uns nicht funktioniert.“

Heute nutzen rund 30 Mitarbeiter Oxaion und profitieren u. a. bei der Fertigungsplanung vom integrierten Gesamtsystem. Die Produktion organisiert Inge in einer Mischung aus Mindestbestand und bedarfsgesteuerter Fertigung. „Wir haben viele Standardprodukte, und je kleiner das Projekt ist, zu dem unser Auftrag gehört, desto schneller müssen wir sein, weil eine kurze Lieferzeit erwartet wird“, erläutert Dr. Berg. „Deshalb produzieren wir immer so, dass wir die Kunden aus unserem Lagerbestand bedienen können. Große Projekte und Sonderprodukte dagegen werden extra eIngeplant.“

System erzeugt Fertigungs- und Beschaffungsvorschläge

Dieser Ansatz wird vom ERP-System unterstützt. In der Materialwirtschaft des ERP-Systems hat Inge auf Erfahrung beruhende Mindestbestände für die Produkte hinterlegt. Werden diese Bestände im Lager unterschritten, erzeugt die Software automatisch Fertigungsvorschläge in ihrer Produktionsplanung und -steuerung. Sollte für die Fertigung nötiges Material fehlen, generiert das System wiederum selbstständig die entsprechenden Beschaffungsvorschläge im Einkauf. Geht ein umfangreicher Auftrag für ein großes Projekt ein, der sich nicht aus dem Lagerbestand bedienen lässt, wird dieser Fall vom ERP-System ähnlich unterstützt. Hat die Software die entsprechenden Fertigungsvorschläge erzeugt, kann der Produktionsleiter in einem grafischen PPS-Leitstand nachschauen, wo sich die Fertigungsaufträge einplanen lassen – und gegebenenfalls direkt dort die Ressourcen so umplanen, dass der Auftrag zum gewünschten Liefertermin fertiggestellt werden kann.

„Die Vernetzung innerhalb des Unternehmens ist ein Riesenvorteil im Vergleich zu früher“, sagt Haage. Positiv sei außerdem der einheitliche Datenbestand. Denn dadurch könnten heute alle Mitarbeiter auf dieselben, immer aktuellen Daten zugreifen, z. B. Adressen oder Rechnungen. Entsprechend fällt das Resümee des IT-Managers aus: „Durch das Abschaffen der unterschiedlichen, größtenteils manuellen Schnittstellen haben wir heute schlicht und einfach weniger Arbeit.“

Die Inge GmbH

  • Standort: Greifenberg am Ammersee (Bayern)
  • Mitarbeiter: 80
  • Branche: weltweit führender Anbieter für Ultrafiltrationstechnologie, einem Membranverfahren zur Aufbereitung von Trink-, Prozess-, Ab- und Meerwasser. Seit August 2011 ist das Unternehmen Teil der BASF.

www.inge.ag

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