Thin-Client-Hardware für Antriebstechnik

Schlanke Verwaltung mit schlanken PCs

Durch eine Standardisierung der Thin Client-Umgebung und dem so vereinfachten Roll-out in Produktion und Verwaltung entlastet ABM Greiffenberger die IT-Mannschaft im Vorfeld der geplanten ERP- und BDE-Migration.

  • ABM Greiffenberger hat die Thin Clinet-Umgebung mithilfe von Igel Linux standardisiert.

Schlanke Prozesse, niedrige Administrationskosten – getreu dieser Maxime betreibt ABM Greiffenberger seit den 1980er Jahren eine zentrale IT-Infrastruktur, die kontinuierlich modernisiert wird. So führte das Unternehmen bereits Ende der 90er Jahre als Branchenvorreiter einen Citrix Winframe Server ein, um Standardsoftware wie Microsoft Office hoch wirtschaftlich zentral bereitzustellen. Seit den 2000ern werden zudem sukzessive Arbeitsplatz-PCs in der Verwaltung gegen fernadministrierbare Thin Clients ersetzt. Das jüngste große Modernisierungsprojekt erfolgte im März 2011 mit der unternehmensweiten Einführung der Enterprise-Resource-Planinng-Lösung Proalpha, die zentral via VMware vSphere und Citrix XenApp bereitgestellt wird.

Im Verwaltungsbereich arbeitet das Unternehmen für Antriebstechnik bereits seit 2001 mit dem deutschen Thin Client-Hersteller Igel zusammen. „Die ersten Geräte waren bis zu zehn Jahre im Einsatz, bevor wir sie gegen ein aktuelles Allround-Modell austauschten“, berichtet Christian Blank, Abteilungsleiter IT bei ABM Greiffenberger. „Gemeinsam mit 22-Zoll-Monitoren gestatten sie ein zeitgemäßes und übersichtliches Arbeiten unter Proalpha mit mehreren, synchronisierten Haupt- und Unterfenstern.“ Auch die breite Peripherieunterstützung bildete eines von vielen Argumenten. So nutzt werden serielle Schnittstellen für elektrische Messungen genutzt und USB-Anschlüsse sind zugunsten der IT-Sicherheit nur selektiv freigegeben – für spezifische Peripheriegeräte wie Kameras oder Memory-Sticks.

Für die Betriebsdatenerfassung (BDE) suchte der Mittelständler Mitte 2010 besonders robuste Thin Clients. Diese sollten zur parallel mit Proalpha eingeführten BDE-Lösung Tisoware.ET kompatibel sein – sprich einen 15-Zoll-Touchscreen aufweisen. Eine zweite Anforderung bildete die Integration in die bestehende Thin Client-Umgebung, welche zu diesem Zeitpunkt aus 180 Geräten bestand. Fündig wurde man beim Industrie-PC-Hersteller Forsis, der sowohl Tisoware-Partner als auch autorisierter Igel-Partner ist. Forsis konnte als einziger Anbieter funktionstüchtige Touchscreen-Geräte mit dem Thin Client-Betriebssystem Igel Linux vorweisen und so schaffte Greiffenberger Ende 2010 insgesamt 86 Geräte vom Typ Profi S 1500 XGA Atom an. Mit dem neuen Betriebssystem werden die Industrie-PCs einfach als reines, nicht manipulierbares BDE-Terminal konfiguriert.

Einheitliches Remote-Management

Dank der neuen Firmware und der im Lieferumfang enthaltenen Remote-Managementsoftware Universal Management Suite (UMS) profitiert der Anbieter von Antriebstechnik von einer einheitlichen Verwaltung sämtlicher Thin Clients im Unternehmen. Das verkürzt die Roll-out-Dauer und erzielt nachhaltige Kosteneinsparungen. Tatsächlich gestaltete sich der Implementierungsprozess der Thin Clients einfach und schnell: „Die Profilzuweisung per Drag & Drop, das Spiegeln (Shadowing) von Citrix ICA-Sitzungen inklusive Dualview, Asset-Management- oder Übersichts-Tools bringen eine große Zeitersparnis“, erklärt Markus Heindl, der im IT-Team von Christian Blank für die Bereiche Netzwerk-, Server- und Thin Client-Administration zuständig ist.

In wenigen Minuten betriebsbereit

Einmal angelegt waren die Einstellungsprofile der Thin Clients nur noch mit den vorab gelieferten MAC-Adressen neuen Geräte zu verknüpfen, sodass sich alle Thin Clients nach dem ersten Einschalten über das Netzwerk (DHCP) mit dem UMS-Server verbinden und automatisch einrichten konnten. „Die Igel UD3 LX Thin Clients waren in rund fünf Minuten betriebsbereit“, berichtet Markus Heindl. „Für einen Forsis IPC benötigten wir inklusive Touchscreen-Kalibrierung zwischen zehn bis 15 Minuten. Verglichen mit einer zweistündigen Windows-Installation inklusive Virenscanner und Anwendungen ist das sehr schnell.“

Auch die regelmäßig erscheinenden Firmware-Updates für die Thin Clients rollt Heindl komfortabel über die UMS aus und auch für Investitionsschutz ist gesorgt. Die Firmware unterstützt eine Vielzahl an IT-Bereitstellungs- und Cloud-Lösungen führender Anbieter wie Citrix, VMware, Microsoft und Red Hat. IT-Leiter Christian Blank zieht ein positives Fazit: „Dank des konsequenten Einsatzes moderner Virtualisierungslösungen wie VMware vSphere und Citrix XenApp sowie robuster, aber flexibel einsetzbarer Thin Clients von Igel und Forsis besitzt ABM Greiffenberger eine zukunftsfähige IT-Umgebung, mit der wir unsere internen Prozesse hoch verfügbar abbilden können.“

ABM Greiffenberger

ABM Greiffenberger zählt zu den international führenden Systemanbietern anspruchsvoller, leistungsfähiger Antriebslösungen für Maschinen, Anlagen und mobile Geräte. Mit weltweit etwa 700 Mitarbeitern an mehreren nationalen und internationalen Produktionsstandorten werden jährlich ca. 300.000 Motoren und Getriebemotoren produziert. Diese kommen in den Produkten namhafter Hersteller zum Einsatz, beispielsweise in Elektrofahrzeugen, Gabelstaplern und Heizsystemen sowie in Anlagen der Lagerlogistik.

 

Bildquelle: ABM Greiffenberger

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