Anwenderinterview

Schmuck-Start-up nutzt Digital Performance Management

Das Start-up Stilnest erstellt Designerschmuck mit Hilfe von 3D-Druckern. Im Interview erklärt Michael Aigner, COO von Stilnest, wie wichtig Digital Performance Management für das Schmuck-Unternehmen ist.

  • Michael Aigner, COO von Stilnest,

    Michael Aigner, COO von Stilnest, erklärt, wie wichtig Digital Performance Management für das Schmuck-Unternehmen ist.

  • Das Team von Stilnest arbeitet mit Social Media Influencern, Fashion Bloggern oder Youtubern zusammen.

Das Berliner Startup-Unternehmen Stilnest erstellt Designerschmuck mit Hilfe von 3D-Druckern. Schon kurz nach dem Marktstart im Herbst 2014 verlangsamten sich die Ladezeiten des Online-Shops aufgrund der steigenden Besucher-Zahlen. Da die Techniker von Stilnest Probleme mit dem selbst geschriebenen Code vermuteten, nutzten sie die Performance Monitoring Tools von Dynatrace.

Damit ließen sich drei Ursachen für die Geschwindigkeitsprobleme feststellen und beheben. Stilnest konnte so aus den vorhandenen Systemen wesentlich mehr Leistung herausholen ohne neue oder höherskalierte Infrastruktur zu beschaffen. Mit der kürzeren Seiten-Ladezeit erhöhte sich zudem die Absatzquote. Heute werden die Lösungen weiterhin genutzt, um Performance-Schwachstellen aufgrund von Softwareänderungen und neuen Funktionalitäten sofort zu entdecken.

In einem Interview erklärt Michael Aigner, COO von Stilnest, wie wichtig Digital Performance Management für das Schmuck-Unternehmen ist.

Herr Aigner, wie wichtig ist für Sie Digital Performance Management?
Aigner:
Wir stellen über 3D-Design und 3D-Druck deutlich schneller Schmuck on demand her als herkömmliche Juweliere und vertreiben diesen über unseren Online-Shop. Daher ist Digital Performance Management für uns extrem wichtig, gerade in unserem sehr agilen Umfeld.

Zum Beispiel arbeiten wir mit verschiedenen internationalen Social Media Influencern wie Fashion Bloggern oder Youtubern zusammen, die unsere Produkte designen. Sie bringen eine große Reichweite mit sich und haben oft mehrere Millionen Follower, die dann praktisch zur gleichen Zeit auf unsere Webseite gehen. Solche Spitzenzeiten muss unser Shop bewältigen und zahlreiche Verkäufe gleichzeitig abwickeln, damit kein Umsatz verloren geht oder unser Ruf leidet. Die Metriken von Dynatrace helfen dabei, uns schon im Vorfeld darauf vorzubereiten und laufend aktiv die Performance zu überwachen.

Welche Kriterien muss eine gute Digital Performance Management Plattform für Sie erfüllen?
Aigner:
Wir hosten alle unsere Services in der Cloud wegen der nötigen Flexibilität und Skalierbarkeit. Daher ist es für uns sehr wichtig, dass Performance Management einfach in diese Systeme einzubinden ist. Es muss auch eine Möglichkeit geben, diese Daten zu extrahieren und sie in andere Anwendungen, wie für das Marketing oder die Website-Entwicklung, zu integrieren. Denn so können und müssen wir auf Basis dieser Daten fundierte Entscheidungen treffen.

Wie gestaltete sich die Suche nach einem effizienten Monitoring-Tool?
Aigner:
Im Rahmen einer Marktanalyse sind wir auf die Dynatrace-Lösung gestoßen, mit der wir auf Source-Code-Seite sehr viele Ursachen für unsere Performance-Probleme entdecken konnten. Heute stehen eher die Monitoring-Funktionen im Mittelpunkt, um schnell auf neue Anforderungen reagieren zu können. Dabei lässt sich die Lösung zu einem umfassenden Business Intelligence Tool erweitern.

Wie hat Ihr Team die neue Performance-Monitoring-Lösung aufgenommen?
Aigner:
Da es unsere konkreten Performance-Probleme schnell lösen konnte, hat das IT-Team sie sehr gut aufgenommen. Inzwischen verwenden wir die Software auch für das Development. Das heißt, wir testen neue Funktionen und Bugfixes auf ihre Auswirkungen für die Performance, noch bevor wir sie live stellen.

Welchen Rat geben Sie Unternehmen mit Blick auf ein effizientes Digital Performance Management?
Aigner:
Man kann nicht früh genug damit anfangen. Viele kleinere Unternehmen haben weder die Zeit noch die Ressourcen, um mit aufwändigen Lösungen Performance-Probleme zu entdecken und zu beheben. Sie müssen sich aber auch mit der allgemeinen Business-Intelligence-Thematik beschäftigen, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Denn damit können sie viele Entwicklungen voraussagen, sich frühzeitig darauf vorbereiten und schneller Umsätze einfahren ohne viel Lehrgeld zu zahlen.  

 

 

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