Netzbest GmbH realisiert Konzept

Senioren-Pflegeverbund setzt auf Virtualisierung

Die Unternehmensgruppe Michael Bethke betreut und pflegt bundesweit rund 1.900 Senioren. In der zentralen Verwaltung in Berlin laufen alle Fäden zusammen: IT und Arbeitsplätze für 800 Mitarbeiter müssen rund um die Uhr reibungslos funktionieren. Dafür nutzt der Pflegebetrieb eine IT-as-a-Service-Lösung.

Dei Unternehmensgruppe Michael Bethke ist ein Senioren-Pflegeverbund, der 1993 gegründet wurde.

Die Unternehmensgruppe Michael Bethke gehört zu den größten privaten Dienstleistern in Deutschland. Gegründet vor 20 Jahren als Michael Bethke Hauskrankenpflege in Oranienburg (Brandenburg) mit fünf Mitarbeitern bietet das Unternehmen heute rund 1.900 Senioren ein umfassendes Pflegeangebot - vom Hausnotruf, Fahrdiensten und Hauskrankenpflege sowie Einrichtungen des betreuten Wohnens bis hin zur vollstationären Pflege. Zum sozial-medizinischen Dienstleistungsverbund gehören mittlerweile zehn Einrichtungen in Hessen, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein mit ca. 850 Mitarbeitern. Aufgrund des schnellen Wachstums kam jedoch die IT-Infrastruktur an ihre Grenzen: In Hochzeiten, bei der Abrechnung zum Monatsanfang etwa, reichte die Performance nicht mehr aus. Alle Office-Anwendungen sowie die spezielle Pflegesoftware, die zur Abrechnung genutzt wird, standen bisher auf einem Server bereit. Die Unternehmensgruppe entschied sich für ein virtuelles Konzept, das von der Berliner Netzbest GmbH entwickelt wurde. Innerhalb von drei Tagen wurde die Implementierung umgesetzt.

Anpassung für die mobile Nutzung

Eine Herausforderung stellte dabei die Zusammenarbeit mit den Herstellern der Branchensoftware, z. B. Careman und BoS&S, dar. Für den Umzug auf die Systeme in der Cloud wurden die Datenbanken der Branchensoftware angepasst. Für die mobile Nutzung der Pflegesoftware mussten ebenfalls Anpassungen vorgenommen werden. Die Mitarbeiter in Berlin, Potsdam und Oranienburg nutzen Smartphones für die mobile Leistungserfassung. Im Fahrdienst in Oranienburg werden für die Tourenplanung und Leistungsbestätigung Blackberrys eingesetzt.

Konzept auf Basis von IT-as-a-Service

Die komplette IT wurde zum Dienstleister ausgelagert und die bisherigen Ausgaben durch IT zur Miete ersetzt. Die IT kann so jederzeit dem Bedarf und Wachstum angepasst werden. Die Mitarbeiter arbeiten heute ausschließlich mit virtuellen Computerarbeitsplätzen. „Die virtuellen Arbeitsplätze werden monatlich abgerechnet und unsere IT wird dadurch besser kalkulierbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir uns nicht mehr um Lizenzen kümmern müssen und unser Anbieter für eine geordnete Software-Lizenzierung sorgt“, so Christiane Baumgärtner, Systemadministrator bei Bethke.

Die vollständig virtuellen Arbeitsplatz-Desktops stellt Netzbest in einem deutschen Rechenzentrum bereit. Alle dafür notwenigen Server werden durch den Anbieter gewartet und überwacht – der Endkunde sieht lediglich seinen normalen Desktop, der jetzt im Unterschied zu vorher nicht mehr unter dem Schreibtisch steht, sondern in einem Rechenzentrum mit höheren Sicherheitsstandards als zuvor betrieben wird. Die Unternehmensgruppe Michael Bethke ist durch Datenschutzmaßnahmen ihres Anbieters zusätzlich abgesichert und auf mögliche Audits vorbereitet.

Gesetzliche Anforderungen erfüllt

Bei der Migration auf ein virtuelles Konzept musste insbesondere geklärt werden, welche gesetzlichen Anforderungen zu beachten sind. Insbesondere, da es auch um die Absicherung von Patientendaten geht. Ergänzende Sicherheitsstandards wie Zugangskontrolle, Videoüberwachung, Datenbackup und Firewall-Konzepte werden durch das Sicherheitskonzept erfüllt, so der Anbieter.

Durch die vertragliche Gestaltung kann es z.B. nicht passieren, dass ein Mitarbeiter aus der IT aus Gefallen seinem Kollegen einen Zugang freischaltet. Nur die vertraglich genannten Ansprechpartner dürfen entscheiden, welche sicherheitsrelevanten Anfragen an den Support genehmigt werden.

Jegliche Software ist zentral installierte, so dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze von allen Standorten aus über eine verschlüsselte Internet-Verbindung nutzen können. Diese Vernetzung ermöglicht die sichere Kommunikation und den geschützten Datenaustausch der Mitarbeiter. Am Standort selbst wird ein VPN-fähiger Router eingesetzt und für die einzelnen Arbeitsplätze nur noch Thinclients, Tastatur und Maus sowie ein Bildschirm.

Neue Standorte anbinden

„Kommt eine neue Pflegeeinrichtung hinzu, müssen nur die Arbeitsplätze rechtzeitig gebucht und der Router vor Ort aufgestellt werden“, so Christiane Baumgärtner. So können zukünftig relativ einfach neue Standorte in kürzester Zeit angebunden werden. „Die Organisation und Verwaltung der Technik ist für mich endlich in jeder Hinsicht überschaubar. Dies wäre mit der alten IT so schnell nicht machbar gewesen“, ergänzt Baumgärtner.


Unternehmensgruppe Michael Bethke

  • Geschäftsfeld: sozial-medizinischen Dienstleistungsverbund
  • Gründungsjahr: 1993
  • Standorte: Berlin, Potsdam, Oranienburg,  Hennigsdorf, Blankenfelde-Mahlow, Dresden, Pohlheim, Lübeck, Staufenberg
  • Mitarbeiterzahl: 850
  • www.michaelbethke.com

 

 

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