Glasmanufaktur setzt auf digitale Kontrolle

Sensoren sorgen für Klarheit

Die Telekom will die Glasmanufaktur Glasgo in die digitale Welt bringen. Sensoren vernetzen die Produktion und Logistik des Herstellers von Spezialglas, wodurch es weniger Maschinenausfälle geben soll.

Sensoren sorgen für Klarheit

Der Glashersteller Glasgo hat mit Hilfe der „Cloud der Dinge" einen Teil der Produktion auf elektronische Kontrolle umgestellt.

Der Glasproduzent aus Rheinland-Pfalz veredelt täglich mehrere 10.000 Gläser mit speziellen Lacken. Mit der Lösung der Telekom reduziere sich der Ausschuss um einige hundert Gläser pro Monat.

Die nötigen Sensoren und die digitale Infrastruktur hat der Bonner Telekommunikationsanbieter in nur 100 Tagen installiert. Ein Kommandostand verarbeite alle Daten aus der automatisierten Produktion. Hans-Jürgen Hirsch, Geschäftsführer des familiengeführten Unternehmens aus Oberlahr: „Wir haben uns gezielt einen großen Partner ausgesucht, mit Rechenzentrum in Deutschland und Datenschutz nach europäischem Recht.“

Sensoren messen Temperatur

Der Glashersteller hat mit Hilfe der Telekom „Cloud der Dinge" einen Teil der Produktion auf elektronische Kontrolle umgestellt. In der Vergangenheit überwachten Mitarbeiter die Produktion aufwändig manuell. Das geschieht jetzt elektronisch. Die Standzeiten der empfindlichen Maschinen reduzieren sich um rund sechs Stunden pro Monat. Das System erfasse Werte von Lüftern und Brennern. Es vergleiche diese Daten mit den gespeicherten Sollwerten. Abweichungen lösen Alarm aus. Glasgo hat durch die Vernetzung jetzt auch die verwendeten Farben und Lacke besser im Blick. Da die Lacke sehr stark auf Temperatur-Schwankungen reagieren, protokollieren Sensoren die komplette Lieferkette. Auch der Energieverbrauch während der Produktion sinkt deutlich. Denn das System verweist auf Leerlauf bei Öfen oder Kompressoren für Farbpistolen.

Bild: Telekom

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